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	<title>lukasruetten.de &#187; FlyLady</title>
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	<description>Berater, Autor, Coach</description>
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		<title>Lernen an der Universität</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 23:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Mich erstaunt es, wie schnell du mit dem Leben an der Uni zurechtkommst"
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			<content:encoded><![CDATA[<h2>&#8220;Mich erstaunt es, wie schnell du mit dem Leben an der Uni zurechtkommst&#8221;</h2>
<p><em>Ganz still sitze ich da. Irgendwo, zwischen all den anderen Studenten. Ich werde beobachtet. Nein, es ist mir längst nicht mehr unheimlich. Es ist immer so. Sobald ich anfange zu arbeiten, werde ich beobachtet. Es wird getuschelt. Bald weiß es die ganze Reihe. Dann reden sie weiter darüber. Einige informieren sich. Bald weiß es die Mehrheit derer, mit denen ich zu tun habe. Und irgendwann traut sich einer, und spricht mich an: &#8220;Sag mal, dieses Mind Mapping…&#8221;</em></p>
<p>Eigentlich ist das Mind Mapping nur eines von vielen Bestandteilen meiner Arbeits- und Studientechniken, meines Lernkonzepts. Man sollte lernen, den anstehenden Anforderungen ebenso gerecht zu werden, wie den eigenen Interessen und Neigungen. Das bedeutet, seine eigene Herangehensweise von Mal zu Mal neu zu erfinden. Insbesondere gilt dies für die Universität, <span id="more-897"></span>wo man zu hohem Maße auf sich selbst gestellt ist. Lehrveranstaltungen wählen, Lernstoff festlegen, das Lernen organisieren.</p>
<p>Die Bedingungen der Massenuniversitäten und des wichtigen und richtigen, aber in der Ausführung mangelhaften Bologna-Reform tragen im erheblichen Maße dazu bei, uns Studenten das Leben schwer zu machen. Es war einmal das &#8220;typische Studentenleben&#8221;, heute bedeutet Studium für so manchen eine 40-Stundenwoche mit Arbeiten von 8 bis 17 Uhr. Überfüllte Hörsäle, von einem Studenten ewig weit entfernte Dozenten, wenig persönliche Anleitung und besonders wenig Feedback und wenig Austausch innerhalb der Studentenschaft erledigen das Übrige.</p>
<h2>Zwei Empfehlungen: Die Dinge geregelt kriegen und den Hauhalt geregelt kriegen</h2>
<ol>
<li>Zunächst 	einmal ist es wichtig, sich den Rücken freizuhalten. Sie mögen 	Zeitmanagement nicht? Ich auch nicht. Herzlich Willkommen beim 	Getting Things Done, einer Selbstmanagementkonzept von David Allen. 	Hier lernen Sie nicht, Ihre Zeit einzuteilen, sondern Ihre Aufgaben 	aus Ihrem Kopf zu bringen, zu strukturieren und sich mit einem 	wasserklaren Geist an das zu machen, was grade anliegt. Ich empfehle 	GTD; ich weiß, dass es komplex ist und Disziplin erfordert, aber 	letztgenannte habe ich auch nicht mehr als Sie &#8211; trotzdem benutze 	ich GTD jeden Tag. In meinen Artikeln &#8220;<a href="http://www.waterclearmind.com/zeitschild/die-dinge-geregelt-kriegen/">Die Dinge geregelt 	kriegen</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.waterclearmind.com/mental-performance/5-stufen-zum-meistern-aller-arbeitsablaeufe/">5 Stufen zum Meistern aller Arbeitsabläufe</a>&#8221; 	habe ich das Konzept ausführlich erläutert und Schritt für 	Schritt erklärt. Eine weitere Hilfe sind hier die deutschsprachigen 	Taschenbücher von David Allen &#8220;<a href="http://www.amazon.de/Wie-Dinge-geregelt-kriege-Selbstmanagement/dp/3492240607/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1266136957&amp;sr=1-1"><span style="text-decoration: underline;">Wie 	ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag</span></a>&#8221; 	und &#8220;<a href="http://www.amazon.de/kriege-ich-alles-Griff-Selbstmanagement/dp/3492251919/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1266136957&amp;sr=1-2"><span style="text-decoration: underline;">So 	kriege ich alles in den Griff: Selbstmanagement im Alltag</span></a>&#8221; 	sein.  Zum Thema Motivation und Zeit sei aber zusätzlich noch das 	Zeitprotokoll erwähnt: Schreiben Sie sich auf wievielt Zeit Sie für 	die Uni aufgebracht haben. Setzen Sie ein Kontingent fest, dass Sie 	pro Woche erreichen müssen: (Beispielsweise 40 Stunden wie  der 	Vater …).</li>
<li>Als 	ich wusste, dass es bald zur Uni gehen würde, hatte ich Angst. 	Nicht vor der Uni. In Zeiten des Qualitätsmanagements und der 	Hochschulrankings geben sich Unis große Mühe, ihren Studierenden 	den Einstieg zu vereinfachen. Ich machte mir eher Sorgen darum, die 	Dinge nicht mehr geregelt zu bekommen. Weil eine Sache dazu kam, die 	für mich nie sonderlich Strukturiert war. Für mich bedeutete der 	Umzug in eine Unistadt vor allem, einen eigenen Haushalt führen zu 	müssen. Und das vom ersten Tag an möglichst effektiv.</li>
</ol>
<ol>Da es 	hier wie beim Getting Things Done eher um die Organisation des 	Drumherum geht, möchte ich auch hierzu  nur eine Empfehlung 	abgeben, das Konzept von Flylady, was ich in einem anderen Post noch 	weiter erläutern werde.</ol>
<h2>Aber was sind nun die entscheidenden Bestandteile meines Lernkonzepts?</h2>
<p>Grundsätzlich lassen sich 3 Schritte bezüglich der Informationsverarbeitung des Menschen benennen:</p>
<ol>
<li>Informationsaufnahme 	(Enkodierung): <em>registration</em></li>
<li>Informationsspeicherung: <em>retention</em></li>
<li>Informationsabruf: <em>retrieval</em>.</li>
</ol>
<p>Wie sich in der Durchführung zeigt – und es ist das, was alle beobachten – erledige ich das Erfassen von Informationen mit Mind Maps. Die Gründe dafür liegen auf der Hand:</p>
<p>Mind Maps bringender Flexibilität und machen uns produktiver. Weil ich mich als Ideengeber verstehe, ist es außerdem sehr relevant, dass Mind Maps mich zu einem kreativen Problemlöser gemacht haben. Man kann bessere Entscheidungen treffen, denn man sieht sowohl den Wald, wie auch die Bäume. Darüber hinaus kommt man schneller zu Ergebnissen bei Schlüsselfragen, man spart Zeit. Wichtig ist, das Mind Maps helfen, Prioritäten zu setzen, da man Schlüsselaufgaben in Projekten (natürlich auch im Projekt &#8220;Leben&#8221; oder &#8220;Studium&#8221;) identifizieren kann. Mind Maps fördern die Konzentration auf das Wesentliche und machen es unserem Gehirn so einfach wie möglich. Sie bringen uns an die Schwelle von neuen Erkenntnissen und Entdeckungen und fördern das unendliche Flow unserer Gedanken.</p>
<p>Der Vorteil im Studentenalltag und gegenüber von Mitbewerbern liegt also eindeutig in mehr Kreativität und Wissensreichtum, besseren Lösungen, dem Herr sein über der Informationsflut und der Fähigkeit, das Wichtige von Unwichtigen zu trennen.</p>
<p>Diese außergewöhnliche Art sich besondere Aufzeichnungen zu machen hat eine lange Ahnenreihe, unter anderem machten &#8220;Große Gehirne&#8221; wie Albert Einstein, Charles Darwin, Christopher Columbus, James Jocye, John F. Kennedy, <a href="http://www.waterclearmind.com/schlagworte/leonardo-da-vinci/"><span style="text-decoration: underline;">Leonardo da Vinci</span></a>, Ludwig van Beethoven, Michelangelo, Pablo Picasso, Sir Isaac Newton, Thomas Edison, Vincent van Gogh, Walter H. Brattain und William Blake ihre Aufzeichnungen auf den ersten Blick wenig Strukturiert aber überwältigend Einprägsam.</p>
<p>Mind Mapping lässt sich in 7 Schritten erledigen, die ich in meinem Artikel &#8220;<a href="http://www.waterclearmind.com/mind-mapping/mind-maps/">Mind Maps</a>&#8221; erläutert habe.  Der Einsatzbereich für Mind Maps ist riesig. Ständig verwende ich sie für Bücher, für Mitschriften und für Referate. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten in denen Mind Maps Verwendung finden können.</p>
<p>Die genaue Vorgehensweise habe ich in meinem Artikel &#8220;<a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/boost-your-fun-in-learning/">B(o)ost your fun in learning!</a>&#8221; beschrieben, der die Organische Studientechnik des Mind Map-Erfinders Tony Buzans postuliert.</p>
<p>Buzan hat dabei möglicherweise auf die 5-Schritte-Methode zurückgegriffen die besonders unter dem Namen <strong>PQRST-Methode</strong> verkehrt: <strong>P</strong>review (Überblick gewinnen), <strong>Q</strong>uestion (Fragen formulieren), <strong>R</strong>ead (Lesen), <strong>S</strong>elf Recitation (Rekapitulieren und Fragen beantworten) und <strong>T</strong>est (Wissenstest).</p>
<p>In Deutschland kennt man auch die <strong>PQ4R-Methode (</strong>Questions, Read, Reflect, Recite und Review).</p>
<p>Starke Parallelen finden Sie auch zur SQ3R-Technik (<strong>S</strong>urvey, <strong>Q</strong>uestion, <strong>R</strong>ead, <strong>R</strong>ecite, <strong>R</strong>eview) von F.P.Robinson, die ganz allgemein zu einem tieferen Textverständnis führen soll.</p>
<p><strong>Das Lesen ist Hauptbestandteil des Informationserfassens, deshalb möchte ich Sie einladen an dieser Stelle mit mir etwas tiefer in die</strong></p>
<h2>Vorgehensweise bei der Lektüre für das Studium</h2>
<p><strong>einzusteigen:</strong></p>
<h3><strong>Vorbereitung</strong></h3>
<ol>
<li><strong>Überfliegen</strong> Sie den Text. Bekommen Sie ein Gefühl für Ihr Lesematerial. Wie 	ist es aufgebaut, wie setzt es sich zusammen?</li>
<li><strong>Zeit 	und Aufwand</strong>: Grenzen Sie die Zeit ein und legen Sie den Aufwand 	fest. Für die meisten Theorie-Text-Leser sind 90 Minuten Lesen eine 	Zeitspanne, die machbar ist. Man kann sich also 	30-Minuten-Abschnitte einteilen. Nach 90 Minuten Lesen und 	Bearbeiten sollte man einen Tag warten oder zumindest eine größere 	Pause machen. Tun Sie etwas anderes!</li>
<li><strong>Mind 	Map des vorhandenen Wissens</strong>: Tragen Sie alle Informationen zum Autor 	und Text zusammen, die Sie kennen, Notieren Sie diese in Form einer 	kurzen Mindmap. Selbst Vorahnungen gehören dazu. Es geht darum, nur 	eine 5-Minuten-Mind-Map zu erstellen. Diese aktiviert Ihr 	semantisches Netzwerk, Ihr Vorwissen, und hilft Ihnen beim Einstieg 	in die Materie. Ordnen Sie den Text ein. Zu welcher Fachdisziplin, 	zu welcher akademischen Richtung gehört er? Wie muss er historisch 	eingeordnet werden? Daraus lässt sich ableiten, mit welchem 	Fachvokabular man rechnen muss, ob der Text bestimmte Ereignisse 	anspielt oder aus bestimmten Lebensbereichen Beispiele gibt und 	inwiefern diese heute hilfreich sein können.  Sie nutzen mit diesem 	Schritt den Primacy-Effekt aus und &#8220;heizen&#8221; Ihr Gehirn 	somit vor.</li>
<li><strong>Hilfsmittel</strong>: 	Ein nächster Schritt muss es also gegebenenfalls sein, sich ein 	entsprechendes Fachwörterbuch bzw. Nachschlagewerk zu besorgen. 	Wenn man schonmal dabei ist, kann man auch gleich in einem Lexikon 	den Autor bzw. das Thema nachschlagen. Wer &#8220;Telefonjoker&#8221; 	zum Autor oder Thema kennt, sollte auch die im Kopf haben. Für 	meine Freunde bin ich schon oft der &#8220;Telefonjoker&#8221; in 	Sachen Mind Mapping gewesen.</li>
<li><strong>Fragen 	stellen und Ziele definieren</strong>: Notieren Sie am besten Fragen zu dem, 	was der Text an Ergebnis liefern soll: Was 		soll mit Hilfe des Textes geklärt werden? Was 		möchten Sie mit dem Text machen? Welche 		Fragen soll der Text beantworten?</li>
</ol>
<h3><strong>Anwendung</strong><strong> </strong></h3>
<ol>
<li><strong>Überblick</strong>: 	Verschaffen Sie sich einen Überblick über den zu lesenden 	Abschnitt. Dieser Punkt unterscheidet sich vom Überfliegen vor 	allem darin, dass Sie sich nicht das ganze Buch durchsehen um ein 	Gefühl dafür zu bekommen, sondern hier das Kapitel bzw. den 	Abschnitt betrachten und überlegen, was Sie davon wie benutzen 	können.</li>
<li><strong>Vorschau:</strong> Lesen Sie ggf. die Zusammenfassung oder Einleitung, verschaffen Sie 	sich einen Überblick über die Abfolge von Schlüsselwörtern oder 	Hervorhebungen. Lesen Sie dann den Teilabschnitt mit Hilfe der Speed 	Reading-Technik ganz durch, möglichst ohne längere 	Unterbrechungen.  Lassen Sie die Dunklen Punkte im Text dunkle 	Punkte bleiben und versuchen Sie heraus ruhig einzelne Punkte im 	Dunkeln und versuchen Sie bloß, herauszubekommen, worum es grob 	geht.</li>
<li><strong>Einblick</strong>: 	Heben Sie dabei wichtig Erscheinendes durch Unterstreichungen 	hervor. Benutzen Sie für verschiedene Gesichtspunkte verschiedene 	Farben, aber nicht mehr als drei. Unterstreiche Sie dabei nur 	Schlüsselwörter!Sehen 	Sie den Text nach Definitionen durch, die die Bedeutung eines 	Ausdrucks zu erläutern versuchen (Eine Hilfe kann hier der 	Sachregister des Textes/Buches sein bzw. Ihr Fachwörterbuch etc.). 	Versuchen Sie den Text in kleinere, überschaubare Einheiten 	aufzugliedern. Beachten Sie dabei folgende Fragestellung: Wann fängt 	ein neuer Gedanke an? Wann wird ein neuer Aspekt des Themas 	behandelt? Hilfreich ist hier die formale Gliederung des Textes in 	Absätze, sowie formale Gegenüberstellungen und nummerierte 	Aufzählungen). Kann man für diese kürzeren Einheiten 	Überschriften festlegen?Übernehme 	die so ermittelte Gliederung in die 5-Minuten-Mind Map oder erstelle 	daraus eine neue Mind Map.Die 	Mind Maps sollte um die Schlüsselbegriffe sowie die sich darum 	gruppierenden Thesen, Argumente, Begründungen, Fakten, 	Erläuterungen sowie Beschreibungen von Gegenpositionen erweitert 	werden.Wenn 	Sie sich den Text auf diese Weise zugänglich gemacht haben, ist 	häufig eine zweite Lektüre notwendig.  du dir den Text auf diese 	Weise zugänglich gemacht hast, ist &#8211; nach einer Pause &#8211; oft eine 	zweite Lektüre erforderlich, die es ermöglicht, das Aufgenommene 	zu verarbeiten und <strong>kritische 	Distanz</strong> zu gewinnen. Ziel dieser Phase ist die kritische Prüfung des Textes 	auf in ihm formulierte (oder implizit vorausgesetzte) Antworten zu 	der eigenen Problemfrage.</li>
<li><strong>Rückschau</strong>: 	Aus der ersten Lektüre besitzen Sie nun  eine ausführliche Mind 	Map mit Hauptabschnitten und Schlüsselbegriffen. Das Erarbeitete 	sollten Sie mit Hilfe dieser Gliederung wiederholen 	(Rekapitulation).  Nutzen Sie Farben, Symbole und vor allem Pfeile 	und Verbindungen um Zusammenhänge zu verdeutlichen (Beseitigung von 	Redundanz).  Kontrollieren Sie die zusammenhängenden Äste und 	Zweige bezüglich der Über- und Unterordnung (Strukturierung und 	Hierarchisierung, Schema und System). Gegebenenfalls wollen Sie die 	Mind Map neu zeichnen oder die Strukturierung durch Symbole, Zahlen, 	Dreidimensionalität oder Konturen verdeutlichen. Machen Sie 	Widersprüche deutlich (Konsistenzprüfung). Füllen Sie noch übrig 	gebliebene Lücken auf.Nehmen 	Sie die zu Beginn formulierten Fragen an den Text hinzu. Wurden alle 	Fragen beantwortet? Andernfalls heißt es Literaturrecherche und 	Weiterlesen. Auch im Text erwähnte Verweise und Literatur können 	lohnenswerte Empfehlungen sein. Erstellen Sie gegebenenfalls einen 	Lektüreplan.</li>
</ol>
<p>An dieser Stelle möchte ich noch einmal herausheben, wie wichtig Farbcodes (diese füge ich erst bei der ersten Wiederholung einer Mind Map hinzu) und Verknüpfungen sind. Denken Sie daran, ein leuchtendes Spinnennetz aus unseren grauen Zellen zu machen.</p>
<p>Nachfolgend eine Liste mit möglichen Markierungen, die Sie sich während des Lesens am Text aber dann auch in der Mind Map zum schnellen Wiederfinden machen sollten:</p>
<h2>Markierungen beim Lesen und in Mind Maps</h2>
<ul>
<li>! wichtig/erstaunlich</li>
<li>? 	fragwürdig</li>
<li>+ gut</li>
<li>- 	schlecht</li>
<li>einkreisen</li>
<li>einkasteln</li>
<li>unterstreichen</li>
<li>Wellenlinien</li>
<li>farbige 	Markierungen mit Buntstift, Leuchtmarker</li>
<li>Th 	(These)</li>
<li>Arg 	(Argument)</li>
<li>Def 	(Definition)</li>
<li>Log? 	(Logik) Widersprüche in der Argumentation</li>
<li>Bsp 	(Beispiel)</li>
<li>vgl. 	S.</li>
<li>vs. 	(Widerspruch; Gegensatz)</li>
</ul>
<p>Im Laufe eines Studiums besuchen Sie Unmengen an Vorlesungen und Lesen noch mehr an Text. Zusätzlich eröffnet uns das Internet eine ganze Parallelwelt an Wissen. Um bei so viel Information den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich <strong>Master-Mind-Maps</strong> zum Thema zu machen. Einführungswerke können hierzu oft die passende Gliederung abliefern, ebenso wie die Vorlesungsstruktur.</p>
<p><strong>Beim Mitschreiben gilt:</strong> Mitschreiben bedeutet vor allem zuhören! Es geht um ein echtes Hinhören, die Gedanken des anderen vor dem geistigen Auge mitverfolgen. Mitschreiben heißt aber auch, Wichtiges von weniger Wichtigem trennscharf zu unterscheiden. Denn gut Zuhören und gut Aufschreiben zugleich ist nicht möglich. Man muss Auswählen und dann nacheinander zuhören und aufschreiben. Mitschreiben bedeutet den Überblick zu bewahren und das gesagte Schriftlich fixieren: Ein schriftliches Gedächtnis erschaffen.</p>
<h2><strong>Tricksen Sie Ebbinghaus aus</strong></h2>
<p>Ebbinghaus war ein deutscher Psychologe, welcher die Erforschung des Gedächtnisses begründet hat. Er hat unter anderem die Vergessenskurve entdeckt. Seine Ergebnisse besagen grob, dass wir bereits 20 Minuten nach dem Lernen nur noch 60% des Gelernten abrufen können. Nach einer Woche steht uns nur noch weniger als 20% des Gelernten zur Verfügung; dauerhaft werden nur 15% des Erlernten gespeichert. Heinz von Foerster, ein österreichischer Biophysiker, konnte jedoch nachweisen, dass jede Überprüfung von Lernstoff für den behaltenen Lernstoff eine neue Lernsituation darstellt. Dies eröffnet die Chance, die Ebbinghaussche Vergessenskurve auszutricksen, indem man ein regelmäßiges Wiederholungssystem nutzt:</p>
<p>Sie haben die Möglichkeit, die Erinnerung weiter auf dem Höchststand zu halten. Benutzen Sie folgende Zeitfenster für das Wiederholen:</p>
<ol>
<li><strong>Wiederholung 	nach 10 Minuten</strong></li>
<li><strong>Wiederholung 	nach 24 Stunden</strong></li>
<li><strong>Wiederholung 	nach 1 Woche</strong></li>
<li><strong>Wiederholung 	nach 1 Monat</strong></li>
<li><strong>Wiederholung 	nach 6 Monaten</strong></li>
</ol>
<p>Die erste Wiederholung ist eine Revision. Wenn Sie in der Lernphase eine Mind Map gemacht haben, sollten Sie die Wiederholung nutzen, um die Mind Map neu zu ordnen, zu verfeinern, Verbindungen und Farben einzusetzen, hinzuzufügen und zu überarbeiten. Alle weiteren Wiederholungen sollten anders ablaufen: Schreiben Sie (in einer Mind Map) alles auf, an das Sie sich erinnern können (So nutzen Sie den „Vorheizeffekt“ [<em>primacy effect</em>]). Dann können Sie an Hand dieser Notizen Ihre originalen Aufzeichnungen durchgehen und überprüfen, wo Lücken sind, bzw. Korrekturen und Ergänzungen notwendig sind. Grundsätzlich gilt: Umso mehr wir lernen, desto mehr können wir erinnern. Umso mehr wir erinnern, desto mehr können wir lernen. Wer die Wiederholungseinheiten nicht nutzt, muss die Informationen nochmal lernen! Das bedeutet, dass Sie durch Wiederholung sehr viel Arbeitszeit sparen: Der akkumulative Effekt.</p>
<p>Leider zielen viele Klausuren auf eine reine Wissensreproduktion ab. Hier sollte man vor allem kurzfristig vor der Klausur nocheinmal wiederholen. Geeignet dafür ist das Karteikartensystem. Formulieren Sie selbst mögliche Prüfungsfragen und erlernen Sie die Antworten zu diesen Fragen.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit der Einprägung ist der Gedächtnispalast, auf den ich an dieser Stelle nicht eingehen möchte. Dies habe ich schon in einem anderen Artikel getan, zu dem Sie hier gelangen können. Erwähnt sei aber noch, dass Sie sich die Antworten immer durch Hilfe der <span style="color: #ff0000;">F</span><span style="color: #ff9900;">A</span><span style="color: #99cc00;">R</span><span style="color: #339966;">B</span><span style="color: #33cccc;">E</span><span style="color: #3366ff;">N</span><span style="color: #800080;">P</span><span style="color: #ff00ff;">R</span><span style="color: #ff6600;">A</span><span style="color: #ffff00;">C</span><span style="color: #00ff00;">H</span><span style="color: #cc99ff;">T</span> merken sollten, die ich in meinem Artikel &#8220;<a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/ihr-weg-zum-power-gedaechtnis/" target="_self">Ihr Weg zum Power-Gedächtnis</a>&#8221; beschrieben habe.</p>
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