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Wie Sie Sport zur täglichen Gewohnheit machen
Quelle: http://www.flickr.com/photos/lululemonathletica/4457047403/
Fitnessstudio. Einige Freunde gehen mit Ihnen. Aber nach ein paar Malen kommen Ihre Freunde nicht mehr mit und Sie stehen alleine da. Möglich, dass Sie aufgeben. Es passiert immer wieder, man gibt auf.
Ich weiß was Sie denken: Wie kann es sein, dass manche am Ball bleiben, andere nicht? Was ist deren Geheimnis?
Werden Sie ein begeisterter Sportler
Ich habe diese Kehrtwende auch geschafft. Ich bin ein begeisterter Sportler geworden. Heute verbring ich 20-60 Minuten pro Tag mit Körpertraining. Bis dahin habe ich einige Monate damit zugebracht, eine Fitnessroutine aufzubauen. Ich war nie ein Starathlet und jedes Training das ich machte, war unheimlich unregelmäßig. Es hat mehrere Anläufe über Monate hinweg gedauert, um regelmäßiges Training zu einer Gewohnheit zu machen. Bei all diesen Versuchen habe ich eine wichtige Regel gelernt: Wenn du etwas zu einer Gewohnheit machen willst, dann mach es täglich.
Bei den ersten Versuchen fiel alles binnen kürzester Zeit auseinander.
Wenn Ihr Kopf es denkt, dann macht es auch Ihr Körper mit
Vielleicht kommt es Ihnen komisch vor, dass es einfacher sein soll, sich eine tägliche Gewohnheit anzueignen als auf einer Basis von „viermal in der Woche“ zu trainieren.
Auch wenn es nichts mit Disziplin und Willenskraft zu tun hat, so hängt es doch mit Ihrer Geisteskraft zusammen. Schauen Sie sich dazu folgendes Fallbeispiel von Arthur und Christopher an.
Arthur hat einen Plan gemacht: Er will am Montag, Mittwochs und Freitags trainieren. Am Montag geht er gleich nach dem er von seinem Wecker aus den Federn gerissen wurde ins benachbarte Sportcenter und spielt mit Gleichgesinnten ein wenig Tennis. Alles in einer angemessen Stärke. Die Anforderung ist umsetzbar. Arthur ist sogar ziemlich gut für den Anfang. Für Mittwoch nimmt er sich wieder das gleiche vor. Währendessen läuft in Arthurs Montagskopf ein riesiger Prozess von Verknüpfungen ab, die in seinem Geist das Muster regelmäßiger, aktiver körperlicher Bewegung aufbauen. Als es dann aber Mittwoch wird, entscheidet er sich nach einer Kneipentour am Vorabend, doch im Bett zu bleiben. Dienstags hatte sich das Muster wegen der Pause schon begonnen aufzulösen, Mittwochs ist es fast ganz verschwunden. Donnerstags ist wieder Pause und jetzt wundert sich Arthur Freitags, dass es ihm so schwer fällt wieder ins Sportcenter zu gehen.
Ganz anders Christopher. Er trainiert täglich. Bei ihm hat sich ebenfalls montags das Sportmuster im Gehirn festgesetzt. Dienstags ist es ausgeweitet worden, Mittwochs hat es sich festgesetzt und Donnerstags stand er wie von selbst auf, um am täglichen Sportplan festzuhalten. Der Ablauf automatisiert sich. Nach ungefähr 30 Tagen Training am Stück wird Ihr Körper nach Sport verlangen so wie er es heute vielleicht nach Kaffee, Süßigkeiten oder Nikotin tut.
Mit Willenskraft schaffen Sie es vielleicht durch die ersten ein oder zwei Wochen, aber nur durch Regelmäßigkeit wird es Ihnen möglich sein, das Fitnessmuster in ihrem Geist fest zu verankern und zu einer Fitnessroutine werden zu lassen.
Der Grund dafür ist, dass es umso wahrscheinlicher ist eine Gewohnheit zu erhalten, desto beständiger die Handlungen sind. Aus diesem Wissen lässt sich leicht schließen: Ein tägliches Training resultiert wahrscheinlicher in einer festen Gewohnheit. Es verselbstständigt sich, wird mehr und mehr automatisch, einfacher und es Entsteht das genaue Gegenteil eines ständigen Abrackerns.
Machen Sie den Wechsel!
Wenn Training für Sie eine Anforderung oder Mühe ist, dann ist es möglicherweise keine Gewohnheit, die Sie beständig genug angelegt haben. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie zum Roboter werden, der sich täglich gleichförmig verhält. Ich erwarte auch nicht von mir, täglich die gleiche Leistung zu erbringen, aber man kann Versuchen, den dicken Brocken, welche die Beständigkeit durcheinanderbringen, eins auszuwischen. Von einer unregelmäßigen, großschrittigen Planung zu einer kleinschrittigen, regelmäßigen überzugehen ist so einer. Selbst wenn Sie nicht täglich zur gleichen Zeit trainieren gilt: Das tägliche Training verankert sich als feste Institution in Ihrem Gehirn und Ihr Geist wird sich ohne das Körpertraining nicht komplett fühlen (Wie schön ich diesen vielzitierten Vergleich vom gesunden Körper und Geist umgangen bin, nicht wahr?).
Nehmen Sie die Herausforderung an: In 30 Tagen zum Sportler
Diese Idee war der Grundansatz, den ich beim Aufbau meiner Fitnessroutine verfolgt habe. Aber wie löst man das Problem täglicher Monotonie, die der körperlichen Fitness im Wege steht? Tägliche Abwechslung zwischen unterschiedlichen Aufgaben. Ich selbst gehe gelegentlich Joggen und mache vor allem Yoga. Der Vorteil beim Yoga ist, dass Sie abwechseln können – die einen Übungen bewirken Kraftaufbau, andere dienen der Meditation, dem Konzentrationstraining oder dem Stressabbau, viele beinhalten Gelenkigkeit und dank des besonderen Atemkonzepts im Yoga ist fast alles mit einem Ausdauertraining verbunden. Ich variiere diese Übungsansätze je nach Tagesform und Zielsetzung.
Wenn Sie Sport zu einer Gewohnheit machen wollen, dann sollten Sie sich selbst 30 Tage lang herausfordern. Am Ende dieses Wettstreits mit Ihrem inneren Schweinehund hat sich diese Verhaltensweise als Gewohnheit eingeschliffen.
Für Anfänger
Bevor Sie jetzt gleich losstarten und direkt über das Ziel hinausschießen, möchte ich Ihnen drei Punkte sagen, die Ihnen vielleicht den Einstieg in Ihre Fitnesskarriere vereinfachen: Ich glaube, dass viele kleine Schritte mehr verändern können als eine ganze Etappe. Alles auf einmal machen ergibt die größte Wahrscheinlichkeit dafür, dass man auch alles auf einmal hinwirft. Wer bisher noch gar nicht trainiert, oder nur unregelmäßig, für den kann der Wechsel zu einem täglichen Training eine große Hürde sein. Hier sind einige Tricks, wie Sie es mit kleinen Schritten trotzdem zu täglichem Erfolg schaffen können:
Wer mit einen neuen Trainingsplan loslegt, der muss die Gradwanderung zwischen Einfachheit und Überforderung schaffen, sonst wird er frustriert aufgeben. Trainingsgewohnheiten von nur 10 Minuten werden schnell vergessen, wohingegen zwei Stunden zähes Training au einen Schlag zu hart sein könnten. Wenn Sie wie ich schon häufiger Versuche zum Training gestartet haben, aber nicht am Ball geblieben sind, versuchen Sie es mit einer täglichen Routine.
16 Tipps zur praktischen Umsetzung Ihrer täglichen Sportroutine
Während auch ich meine Fitnessroutine zur täglichen Gewohnheit gemacht habe, sind einige Erfahrungen entstanden, die ich heute mit Ihnen als praktische Vorschläge teilen möchte:
Sport kann man aus verschiedenen Gründen machen. Bevor Sie eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio erwerben, sollten Sie sich über Ihr Ziel klar werden. Was wollen Sie?
Ihre Zeit ist kostbar. Deshalb sollte jede Minute im Fitnessstudio Sie näher an die Erreichung Ihres Ziels bringen.
Eine Stunde später sind Sie Ihrem Ziel schon wieder einen Schritt näher. Und dann haben Sie den ganzen Tag Zeit, dass zu tun, was Sie tun müssen.
Wenn Trainingstag ist, dann ist Trainingstag. Und es ist jeden Tag Trainingstag. Dabei sein ist alles! Und manchmal sind es die besten Trainingseinheiten, wie gesagt. Halten Sie sich an Ihren Plan.
Ein guter Trainingspartner wird Sie motivieren und Ihnen helfen, Ihr Ziel zu erreichen. Wenn nicht, suchen Sie weiter.
Und jetzt: Laufen Sie los!