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Wasserklarer Geist

“Um etwas Neues zu tun, müssen wir natürlich unsere Vergangenheit kennen, und das ist recht so. Aber wir sollten nicht an irgendetwas, das wir getan haben, festhalten: wir sollten nur darüber nachdenken. Und wir sollten auch eine gewisse Vorstellung davon haben, was wir in Zukunft zu tun haben. Doch Zukunft ist Zukunft, und Vergangenheit ist Vergangenheit; jetzt sollten wir an etwas Neuem arbeiten. Das ist unsere Haltung, und so sollten wir in dieser Welt leben”
Shunryu Suzuki

Was mir an Getting Things Done (GTD) am meisten gefallen hat ist die Idee vom wasserklaren Geist.  Ich muss zugeben, dass ich diesen Zustand noch nicht vollständig erreicht habe, aber ich komme diesem näher.  Befreien Sie Ihren Geist, lassen Sie sich mental nicht länger einschränken und vereinnahmen. Lösen Sie die festgefahrenen mentalen Konturen, und umfließen Sie die Anforderungen Ihrer Umwelt– wie Wasser.

Genießen Sie es, wenn der ganze Geist eins ist mit dem was Sie tun. Alles fließt. Flow.

Ich denke, dass entscheidende ist die Ruhe und der Frieden, den man zu erreichen versucht. Wenn alles am rechten Platz ist und der Geist von Aufgaben, Informationen und Überfrachtung befreit ist, dann ist man für all das gewappnet, was neu  auf einen zukommt. Wer einen wasserklaren Geist hat, der lässt sich nicht mehr einfach von den Dingen hinreißen.

Wenn Sie einen Stein in einen klaren Bergsee werfen, dann wird sich das Wasser der Kraft und Masse des Steins zunächst anpassen und anschließend wieder in seinen Ausgangszustand zurückkehren. Es reagiert nicht übertrieben und nicht untertrieben, sondern extrem fokussiert und – für unsere menschlichen Dimensionen ziemlich cool. Wenn wir jemanden Lässigkeit und Souveränität zusprechen, dann meinen wir damit, dass jemand einen Geist besitzt, der so reagiert wie Wasser.

Man ist konzentriert, lenkt seinen Fokus auf das, was einem in  diesem Moment wichtig ist., was erledigt werden soll, was man machen will, was man erlebt, worin man Begeisterung erfahren möchte. Man geht den Weg, mit dem man an den schweren Steinen des Flussbettes vorbeikommt.

Ja, ich glaube, Begeisterung ist nur möglich, wenn der Kopf eins ist mit dem, was der Körper tut. Überhaupt ist das Problem unserer westlichen Welt,  das die Menschen Körper und Geist als getrennte Teile  sehen. Für das  erleben von Begeisterung benötige ich einen fitten  Körper, der von einem befreiten und geklärten Geist gesteuert wird. Das Gehirn muss das wahrnehmen, erleben  und steuern, was der Körper gerade tut. Dann kann dieses Glücksgefühl entstehen, die Begeisterung, das Einswerden mit unserem Tun, das man als Flow bezeichnet.

Ich bin auf dem Weg zum wasserklaren Geist, zu Begeisterung. Manchmal geht auch bei mir alles drunter und drüber, aber dann beobachte ich die Leute um mich herum und bemerkte, welch weiten Weg ich schon zu diesem wasserklaren Geist gegangen bin. Ich gehe weiter. Wünscht mir Glück!

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