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Fischer oder Spinne? – 22 Tipps für mentale Power

Wissen Sie, was der Unterschied zwischen einer Spinne und einem Fischer ist? Wenn der Fischer sein Netz überprüft, braucht er dafür relativ lange. Eine Spinne ist wesentlich schneller.

Beim Gedächtnis ist das eine ganz ähnliche Sache: Stellen Sie sich vor, dass das Wissen schon irgendwo da in Ihrem Kopf ist. Wenn Sie der Fischertyp sind, dann müssen Sie lange suchen. Wo ist der Knoten, der Sie interessiert? Wenn Sie die Spinne sind, bewegen Sie sich schnell und behände durch das Netz. Da ist der Knoten, der Sie interessiert.

Der Unterschied zwischen einer Spinne und einem Fischer besteht vor allem darin, dass eine Spinne mehr Arme und Beine und mehr Augen besitzt. Wie können Sie diese mentalen Arme und Augen erhalten? Hier sind 22 Tipps, die Ihnen helfen werden, schneller an die Information oder den Knoten Ihres Wissensnetzes zu kommen, den Sie brauchen:

  1. Lesen. Ein aktiver Geist will immer lernen. Dazu brauchen Sie nicht unbedingt Schiller und Goethe. Selbst leichte Kost führt dazu, dass Ihre Neuronen deutlich stärker feuern und das Netz dichter und dichter gewebt wird. Allerdings kann es helfen, einen besseren Fokus zu bekommen, wenn man von Autoren liest, die etwas erreicht haben, was man ebenfalls erreichen möchte.
  2. Kein Multitasking. Multitasking ist ein Gedächtniskiller. Sorgen Sie für genügend Selbstmanagement. Delegieren Sie so viele wie möglich und sorgen Sie dafür, dass Ihr Leben nicht völlig verplant ist, aber auch nicht planlos.
  3. Ort der Ruhe. Ebenso schlimm wie Multitasking ist ein störendes Umfeld. Wer anspruchsvolle Verstandesarbeit erledigen will, braucht einen Ort der Ruhe, an dem man sich konzentrieren kann und wie ein Schwamm so viele relevante Informationen wie möglich in sich einsaugt, statt störender Unruhe. Machen Sie Ihr Gehirn nicht durch Ablenkung unnötig müde.
  4. Kreativität. Wer nicht in seine Kreativität investiert, lässt den Bereich seines Gedächtnisses verkümmern, der dafür sorgt, dass zwischen den Informationsknoten die Verbindungen aufgebaut werden, aus denen ein Wissensnetz besteht. Verschwenden Sie nicht die Fähigkeit (ungewöhnliche) Assoziationen zu entwickeln. Sorgen Sie dafür, dass mit möglichst vielen alltäglichen Vorgängen Kreativität verbunden ist.
  5. Schlafen. Ununterbrochener Schlaf ist sehr wichtig. Für die meisten beduetet das 8 Stunden schlaf. Wenn Sie noch keine 40 sind und weniger Schlafen, bedeutet dass, das ihr Gehirn viel langsamer arbeitet als gewöhnlich.
  6. Tagebuch führen. Schreiben Sie ein Tagebuch, mit dem Sie Ihr Leben dokumentieren. Das müssen Sie nicht jeden Tag tun, aber es kann Ihnen helfen, Ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Ihr Denken zu strukturieren. Und Ihre Gefühle. Schreiben Sie, wenn es etwas Besonderes oder Bedeutsames gibt, wenn Sie Ihre Gedanken klären wollen oder wenn Sie Lust dazu haben.
  7. Vitamine. Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Obst und Gemüse zu sich nehmen. Täglich. Nicht zu wenig. Es ist echt wichtig für einen gut funktionierenden Körper und für einen gut funktionierenden Verstand. Schützen Sie Ihr Gehirn vor freien Radikalen!
  8. Wasser. Trinken Sie genügend. Die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie dehydriert durch die Gegend laufen. Und Ihr Gehirn, ein großer Bluttank, ist quasi ausgetrocknet. Wie wenn Ihr Wissensnetz nicht aus Täuen sondern aus losen Bindfäden besteht.
  9. Aufräumen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Umgebung aufgeräumt und sauber ist. Unordentliche Menschen haben ein schlechteres Gedächtnis (und nicht umgekehrt!). Eine aufgeräumte Umgebung unterstützt einen wasserklaren Geist.
  10. Rauchstopp. Vernebeln Sie nicht Ihr Gehirn. Raucher haben ein deutlich schlechteres Gedächtnis.
  11. Schreiben. Wer schreibt, bemüht sich um die Sprache und erweitert so sein eigenes Vokabular. Es gibt eine Korrelation zwischen dem Vokabular eines Menschen, und seinem Erfolg. Vermutlich besteht der Zusammenhang durch guten Selbstausdruck und durch erfolgreiche Kommunikation. Wer genügend Worte hat, kann den anderen seine eigene Sicht auf die Welt beschreiben. Schreiben fördert das Erinnern.
  12. Rätsel. Rätsel stärken die neuronalen Verbindungen. Sie trainieren das abrufen. Und wenn Sie darauf achten, unterschiedliche Kopfnüsse zu lösen, dann wird es auch nicht einseitig.
  13. Rechnen. Logik ist die Sprache der Mathematik. Unser Verstand braucht dafür kritisches Denken und versucht sich an der Lösung abstrakter Probleme. Das ist mentales Training pur. Und es sorgt für einen Analytischen Blick auf die Welt. Wer es übt Zusammenhänge in der Realität aufzudecken, der kann diese Zusammenhänge auch in seinem Gedächtnis abbilden.
  14. Malen. Malen ist eine wunderbare Art, seine eigenen Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Es trainiert unseren klaren Blick auf die Dinge, aber es macht uns auch unser Empfinden bewusst. Malen lenkt Aufmerksamkeit.
  15. Kochen. Kochen weckt und belebt unsere Sinne. Der Duft der Nudelsoße, der Geschmack des Parmesan, die Wärme der Nudeln, die Spritzigkeit des Rotweins. Wer seine Sinne trainiert, trainiert seine Wahrnehmung. Nur was wir Wahrnehmen, das Speichern wir uns auch.
  16. Musik. Musik erhöht unsere Sensibilität. Das hat nicht nur Auswirkung auf unsere Emotionale Intelligenz, sondern ebenso auf das Gedächtnis. Nur wer für seine Welt sensibel ist, kann sich Merken, was geschieht.
  17. Dichtung. Dichtung fördert Kreativität. Ein Gedicht ist ein Bild, gemalt mit Worten. Dazu müssen Sie aber – Gedächtnistraining – interessante Wörter und sprachliche Ausdrücke erinnern. Vielleicht wollen Sie sich sogar mit Ihrem Werk auf ein bekanntes Gedicht beziehen.
  18. Meditieren. Meditieren ist eine exzellente Möglichkeit, um ihr Bewusstsein zu erweitern. Beim Meditieren läuft die Spinne durch Ihr Gedankennetz und bringt wichtige und oftmals emotionale Erinnerungen in Ihr Bewusstsein.
  19. Sprachen lernen. Wer eine neue Sprache lernt, hat Spaß, wird herausgefordert und hat zu tun. Aber Sprache erweitert auch Ihre mentale Kapazität, weil die neu gelernten Wörter und Phrasen eingeknüpft werden und miteinander zusammengesetzt werden. Nicht nur das, Sie haben sogar die Möglichkeit, in einer fremden Sprache zu denken.
  20. Infragestellen. Stellen Sie alles in Frage. Statt einfache jede Information blind zu akzeptieren, sollten Sie hinterfragen. Es ist der beste Weg, um Ihrem Verstand einen Schub zu geben. Fragen produzieren oftmals neue Fragen und nur selten Antworten. Aber das Infragestellen an sich hilft unserem Verstand, es trainiert ihn, immer mehr zu Fragen und immer mehr Anknüpfungspunkte und Verbindungen für unser Wissen zu füllen. Der reine Akt des Infragestellens ist entscheidend. Eine Frage fördert eine neue Perspektive auf die Dinge. Wer die Landkarte seiner Welt dreht, kann oft erst verstehen, wo in der Welt er sich eigentlich befindet.
  21. Jonglieren.  Das Jonglieren regt das Gedächtnis an und bringt es in Schwung. Jonglieren ist die neue Art zu meditieren.
  22. Abschalten. Medien verändern unser Gehirn. Das schwächt unsere Daueraufmerksamkeit. Wer sich nicht konzentrieren kann, kann weniger in seinem Gehirn behalten. That’s it.

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