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Motivation – Die Gründe für zukünftiges Handeln überprüfen

Wer seine Ziele erreichen möchte, muss die Gründe für seine Ziele sichtbar machen. Diese Gründe nennt man Motive. Sie sind die Grundlage der Motivation. Motivation ist der Antrieb ein Ziel zu erreichen. Beim Lernen besteht manchmal Interesse oder Neugier für ein Thema. Die Beziehung zum Lernstoff selbst motiviert den Lerner. Solche Themen Lernen Sie aus sich selbst heraus (intrinsische Motivation), andere Themen behandelt und lernt man, weil Sie eine Belohnung dafür bekommen oder Gruppendruck durch Ihr Team besteht (extrinsische Motivation). Die Motivation, welche der Lernende selbst erzeugt ist wesentlich tragfähiger und dauerhafter:

  1. Erkennen Sie den Sinn im Lernstoff. Voraussetzung für eine Selbstmotivation ist es, dass man den Sinn im Lernvorgang aufklärt. Im Zweifelsfall sollte man sogar den Dozenten oder Lehrer fragen: „Warum muss ich das lernen? Wozu ist das wichtig?“ Machen Sie sich die eigenen Ziele klar und Erkennen Sie den Sinnzusammenhang hinter den Zielen.
  2. Unterteilen Sie Hauptziele in Zwischenziele. Durch das Erreichen von Teil- oder Etappenzielen kann man auch kleine Erfolgserlebnisse erleben und diese feiern. Diese Erfolge verstärken Ihre Motivation. Es ist sehr wichtig, sich diese Teilerfolge vor Augen zu führen und sich auch die Zeit zu nehmen, sich darüber zu freuen.
  3. Mischen Sie die Motivation. Wie oben erwähnt gibt es verschiedene Arten von Motiven. Wenn Sie diese kombinieren, stärken Sie dadurch letztlich auch Ihre innere Motivation. Daher nutzen Sie auch extrinsische Motivation.

Wenn die intrinsische Motivation die Wände im Haus sind, dann ist die extrinsische Motivation die Farbe an der Wand. Belohnen Sie sich! Achten Sie aber auch darauf, dass die Belohnung in einem guten Verhältnis zur erbrachten Leistung steht. Leisten Sie sich ein neues paar Schuhe nach dem Lernen oder gehen Sie ins Kino.

Belohnstrafen Sie sich nicht!

Ein großes Problem beim Belohnen sind Belohnstrafungen. Ein früherer Mitschüler hat fast jeden Nachmittag mit seiner Freundin Videos geguckt. Wenn er während der Zeit des Lernens das Videoschauen aufgeben musste, dann sagte er sich oft: „Nach dem Lernen guck ich ein Video. Als Belohnung.“ Was er aber tatsächlich tut, ist sich für das Lernen zu bestrafen. Denn während er lernt, darf er seiner gewohnten Tätigkeit nicht nachgehen. Seine persönliche Freiheit ist eingeschränkt. Es kommt aber noch schlimmer, für das Lernen wird man anschließend dann doch mit Videoschauen belohnt. Das bedeutet, zuerst eine Bestrafung für das Lernen, dann eine Belohnung für das Lernen. Woher soll die große Steuerzentrale da noch wissen, ob Lernen gut oder schlecht ist? Sollen das Gelernte und der Lernerfolg mit positiven oder negativen Emotionen verbunden werden? Und letztlich: Ist man beim nächsten Mal zum Lernen motiviert oder nicht?

Mein Schulfreund hat sich mit Pseudobelohnungen versucht zu motivieren. Das Abnehmen und das Aufhören mit dem Rauchen funktionieren nicht, wenn man sich für das Durchhalten wenn man zwischendurch auch mal sündigen darf und sich mit einem Stück Sahnetorte oder eine genüsslichen Zigarette belohnt. Durch das selbstauferlegte Verbot zum Videoschauen (weil in der Zeit ja gelernt werden muss) wird der Normalfall verschlechtert. Eine Strafe, um nachher von einer Belohnung sprechen zu können. Verzerren Sie nicht die Realität! Das erzeugt nur Gründe, warum man besser nicht lernen sollte: Die gesamte Lebenssituation, der Normalzustand, verschlechtert sich.

Was Sie stattdessen tun sollten, ist Ihre Motivation zu überdenken. Und das gilt nicht nur für das Lernen sondern auch für das Erledigen von Aufgaben und Allem was Ihre Motivation oder Aufmerksamkeit benötigt.

  • Klarheit. Aus welchen Gründen Lernen Sie? Warum studieren Sie? Warum machen Sie diese Arbeit zu Ihrer Aufgabe? Welche Bedeutung hat das Projekt für Sie? Warum fühlen Sie sich mit der Sache verbunden Warum überhaupt?
  • Kalibrieren. Warum sind Sie nicht motiviert? Was macht den Weg steinig? Warum gefällt Ihnen der Stoff nicht? Was verpasst Ihnen den Eindruck, dass die Sache schwierig ist? Sprechen Sie mit Menschen, die erfolgreicher sind oder mehr Motivation zeigen. Nehmen Sie ihre Denkhaltung ein und ahmen Sie ihr Verhalten nach. Nicht nur das. Treten Sie aus den Fußstapfen der anderen heraus und wagen Sie neue Schritte und Wege zum Erfolg.
  • Verbundenheit. Gruppenarbeit führt dazu, dass mit Realismus an die Sache gegangen werden kann. Diese sogenannten „sozialen Gebilde“ (steckt da etwa das Ziel allen Lernens, Bildung, drin?) kann Ihnen ein positives Feedback verbunden mit konstruktiver Kritik geben. Das gibt Ihnen Selbstbewusstsein und fördert und verstärkt Erfolgserlebnisse.
  • Bodenständigkeit: Sind Ihre Ziele machbar? Wo liegen bei dieser Sache Ihre Fähigkeiten und Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Machen Sie aus Ihren Misserfolgen eine große Blase? Bringen Sie diese zum Platzen und überlegen Sie, was Sie gelernt haben. Schätzen Sie sich selbst ein. Niemand sollte abheben, es braucht sich aber auch keiner in der Erde zu verkriechen.
  • Forschung. Woher kommen Ihre Misserfolge? Waren Ihre Ansprüche zu hoch? Waren Ihre Kenntnisse zu gering? Fehlte Ihnen die geeignete Arbeitstechnik oder das geeignete Material? War die Zeit ungünstig eingeteilt? Hatten sie eine brauchbare Arbeitsplanung? Gab es andere gewichtige Gründe? Was konnten Sie tatsächlich nicht beeinflussen? Wo können Sie in Zukunft vorbeugen?
  • Nutzen. Wie lässt sich der Stoff in Nutzen umwandeln. Welche praktischen Auswirkungen wird Ihr Tun beim Erledigen von Aufgaben haben. Welche Assoziationen mit Bekanntem sind möglich?
  • Teilen. Teilen Sie Ihre langfristigen Ziele in kürzere und mittelfristige Ziele auf. Verschaffen Sie sich so kleinere Erfolgserlebnisse. Feiern Sie auch diese kleinen Erfolge!

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