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21. Jahrhundert
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4 Schlüsselkompetenzen für das
21. Jahrhundert
Quelle: http://farm4.static.flickr.com/3599/3509344402_1d0bd80ec9.jpg
Wusstest du schon…?
Hier der gesamte Text zum nachlesen.Im Jahr 2006 wurde der Lehrer Karl Fisch gebeten, Neuerungen und Veränderungen bei Technologien in seiner Schule vorzustellen. Das Ergebnis seiner Recherchen war eine Präsentation mit einigen provozierenden Ideen – „Did you know…?”, auch bekannt unter „shift happens” .
Sein Ziel war es, seine Zuhörer zum Nachdenken zu bringen. Was brauchen unsere Schüler, um im 21. Jahrhundert erfolgreich zu sein?
Ich möchte einen kleinen Beitrag zur Beantwortung dieser Frage leisten:
Ich halte 4 Ks für unsere Schlüssel, was Bildung im 21. Jahrhundert anbelangt:
Kulturtechnik
Als wäre es gestern gewesen: Erst vor ein paar Jahren haben wir den Umzug ins 21. Jahrhundert gemacht. Wie sollen wir im 21. Jahrhundert erfolgreich sein, wenn wir unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht haben? Es ist höchste Zeit!
Noch immer gibt es eine geraume Zahl von Analphabeten – auch in den Industrienationen. Das was wir unter Lesen verstehen, ist oft noch nicht einmal ausgefeilt. Wir müssen nicht nur das Lesen Wort-per-Wort beherrschen, sondern auch eine Technik des Schnelllesens, um in der Zeit von Sprache und Buchstaben mithalten zu können.
Außerdem müssen wir Informationen auch auswerten und weiterverarbeiten können. Das bedeutet nicht nur, rechnen und schreiben zu können, sondern Informationen auch so aufbereiten zu können, dass sie schnell zu lernen und zu rekapitulieren sind.
Für mich ist die entscheidende Kulturtechnik, die wir im 20. Jahrhundert mit in den Rucksack gepackt haben das Mind Mapping. Natürlich gibt es auch viele andere Möglichkeiten des Lernens und Rekapitulierens, viele davon sind hoch entwickelt und sehr gut. Aber keine sorgt für eine solche Synthese unseres mentalen Potenzials. Dazu ist sie unheimlich einfach. Und sie fördert wie kaum eine andere Technik, unsere kreative Intelligenz.
Kreativität
Um in Jobs arbeiten zu können, die noch gar nicht existieren, um Technologien zu benutzen die noch gar nicht eingeführt wurden und um Probleme zu lösen, die noch gar nicht als Probleme bekannt sind brauchen wir unsere kreative Intelligenz. Kreativität bedeutet: Informationseinheiten in unserem Gehirn zu verknüpfen (Assoziation), wobei wir den Zusammenhang erfinden (Idee). Nichts anderes wird von uns verlangt.
Kreativität ist unsere tägliche Strategie, das Leben zu meistern. Sie hat sich mehr als ein Jahrhundert bewährt und ist daher ohne Frage eine Schlüsselkompetenz für das 21. Jahrhundert.
Es ist von erheblicher Wichtigkeit und Dringlichkeit, dass jeder einzelne Lernende aber auch das gesamte Bildungssystem der Kreativität einen vorrangigen Platz einräumen. Vielleicht bin ich ein wenig zu optimistisch, aber ich bin davon überzeugt, dass ein aufgeweckter Schüler in einer deutschen Schule 50% seiner Zeit mit Kreativität - wie ich sie oben definiert habe – zubringt.
Können
Doch das kann nicht reichen: Was für die Uni zählt, zählt auch für die Schule. Vieles was wir am Anfang gelernt haben, stimmt am Ende nicht mehr. Schulen müssen umschwenken. Es geht primär um das erlenen von Kreativität und Techniken, die uns dabei unterstützen.
Die Vermittlung von Wissen kann nicht mehr im Vordergrund stehen. Ohnehin ist das ein Kampf den wir auf Dauer verlieren werden. Es wird immer mehr Wissen geben, als Zeit in der wir es lernen können. Ich fordere: 80% Kreativität.
Unsere dritte Schlüsselkompetenz ist der Umgang, die Handhabung und Bedienung von solchen Instrumentarien, die für uns Wissen speichern, verändern und abrufbar machen. Um solche Instrumentarien zu erfinden, brauchen wir Kreativität. Die Kulturtechniken sind für diese Instrumente unerlässlich, aber wir müssen entscheidend darauf achten, hier nicht den Zug zu verpassen: Internet muss in erster Linie ein Informationsmedium bleiben, Blogs, Wikis und Social Medias bekommen eine zunehmende Bedeutung und ich warte auf den Tag, an dem alle Schüler das 10-Finger-System beherrschen.
Kollektion
Ein etwas eigentümliches Wort, was ich nicht nur im Sinne von Sammeln und Zusammentragen verstanden haben möchte, sondern auch mit der modernen Bedeutung einer exklusiven Zusammenstellung.
Die Kompetenz überhaupt ist das Auswählen und Selektieren. Nichts ist wichtiger. Wenn wir nicht auswählen und bewerten können, fehlt uns der Superschlüssel für das 21. Jahrhundert.
Dieses Auswählen beziehe ich auf drei Bereiche: Das Informationsmanagement, das Selbstmanagement und das Lernen:
Was nützt es uns 100 Methoden zu kennen, mit denen man Wissen speichert, wenn wir nicht wissen, welche wir in welchem Moment brauchen, oder alle 100 nur ein bisschen und keine ganz können?
Was nützen uns unzählige Bücher zum Zeitmanagement, Techniken zur Motivation, Effektivität und Entlastung, wenn wir den Überblick verlieren und uns einen Manager für all diese Techniken wünschen?
Was nützt es uns, unzählig viele Informationen zur Verfügung zu haben, wenn wir nicht die Entscheidenden auswählen und für uns brauchbar machen können?