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		<title>Interview mit Ulrich Bien: Anders denken.</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 22:11:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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</ol><hr>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 175px"><em><em><img class=" " title="Ulrich Bien, Gedächtnistrainer" src="http://waterclearmind.com/wp-content/uploads/2010/09/Bien_aktuell.jpg" alt="Ulrich bien, Gedächtnistrainer" width="165" height="234" /></em></em><p class="wp-caption-text">Ulrich Bien, Gedächtnistrainer</p></div>
<p><em>Im Frühling führe Ulrich Bien, Gedächtnistrainer und Autor des Buches &#8220;Einfach. Alles. Merken: Geniale Merktechniken für ein perfektes Gedächtnis.&#8221;, mit mir das <a href="http://denkreich.wordpress.com/2010/03/27/information-gesellschaft-zukunft-interview-von-ulrich-bien-mit-lukas-rutten-autor-des-beigeisterungs-blogs-waterclearmind/">Interview &#8220;Information, Gesellschaft, Zukunft&#8221;</a>. Aus dem Interview ist eine spannende Revanche entstanden, in der ich Ulrich Bien bat, seine Sicht der Dinge zu beschreiben:</em></p>
<p><strong>Lukas Rütten: Ulrich, auf der Internetseite Deines Unternehmens findet sich der Slogan „Anders denken. Mehr wissen. Besser lernen. Alles merken.“ Inwiefern brauchen Wissen, Lernen und Merken eine andere Art des Denkens?</strong></p>
<p>Ulrich Bien: Beim Thema Informationsverarbeitung sehe ich heute einen kritischen Trend: Mit der massiven Zunahme von Wissen neigen wir immer stärker dazu, Informationen möglichst gehirnunfreundlich aufzubereiten. Das Lernen – und damit auch Wissen und Bildung – wird nicht unbedingt einfacher. „Freude“ und „Spaß“ liest man nirgendwo im Lernplan – Effizienz geht vor, auch wenn die mit herkömmlichen Methoden nicht erreicht werden kann. In unseren Trainings zeigen wir einen anderen Weg auf: durch den richtigen Umgang mit Informationen werden Lernen und Arbeiten nicht nur einfacher, sondern auch kreativer!</p>
<p><strong>In welchem Zusammenhang stehen Kreativität und die Arbeit des Gehirns denn?</strong></p>
<p>Das wertvollste, das unser Gehirn kann, ist das Produzieren von Ideen – und es gibt viele Theorien darüber, was in diesen Momenten in unserem Gehirn vor sich geht. Eine Bedienungsanleitung zum Herstellen kreativer Einfälle hat aber noch niemand entwickelt. Das Gehirn ist – im Vergleich zu Maschinen und Computern – alles andere als gut organisiert. Aufgaben werden doppelt und dreifach erledigt, das Gehirn braucht für einfache Dinge wie Rechnen viel länger als jeder Computer und unsere Nervenzellen produzieren jede Menge Unsinn – nicht nur beim Träumen. Während viele Menschen sich wünschen, präziser zu denken, ist dieses Phantasieren die große Stärke des Gehirns: Es kann Umwege denken, es kann spinnen, es kann vorstellbare Wege verlassen und es kann träumen. Gerade diese Fähigkeiten sollten wir erhalten, pflegen und im Idealfall sogar ausbauen.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielt dabei das Sammeln von Erfahrungen?</strong></p>
<p>Lernen wird leider immer noch als notwendiges Übel gesehen, bis man endlich etwas machen darf. Dabei stecken im Lernen häufig bereits die schönsten Erfahrungen: Das erste Mal ein Auto fahren, ein Flugzeug fliegen oder auch beim Asiaten das Essen auf Chinesisch bestellen. Außerdem sollte Lernen immer aus zwei Erfahrungsebenen bestehen: Der Lernende sollte bewusst erkennen, wie er sich eine neue Fähigkeit aneignet und wie seine Persönlichkeit sich dabei und dadurch verändert, und das Lernen sollte grundsätzlich eher auf Erfahrungen basieren. Manche Dinge lassen sich gar nicht ohne Praxis erlernen. Und damit meine ich nicht nur das Radfahren: Ich möchte nicht von jemandem am Blinddarm operiert werden, der nur ein Buch gelesen und im Hörsaal gesessen hat.</p>
<p><strong>Lernen wirkt jedoch oft mühevoll. Wie lässt sich das ausgleichen?</strong></p>
<p>Was die meisten Menschen unter Lernen verstehen, ist tatsächlich anstrengend, weil es häufig gar nichts mit Lernen zu tun hat: Hinsetzen und Buch anstarren bis sich Kopf und Rücken mit starken Schmerzen dagegen wehren. Effektives Lernen läuft anders: Abwechslungsreich, lustig, spannend, wie rätseln und vor allem: fehlerfrei und schnell! Es lohnt sich, die eigene Lernstrategie zu überdenken und zu ändern. Gleichzeitig wird Kopf-Entspannung gerne mit sinnfreiem Abschalten verwechselt. Der Kopf ist eigentlich niemals „offline“ – auch nicht, wenn wir schlafen. Richtig Ausgleichen kann man zum Beispiel, indem man beide Gehirnhälften gleichermaßen fordert: Ein Buchhalter sollte zur Entspannung Tanzen oder Jonglieren, während ein Kunstmaler sich zum Beispiel mit Kopfrechnen ausgleichen kann.</p>
<p><strong>Das heißt wir brauchen einen anderen Umgang mit unserem Informationsverarbeiter, dem Gehirn?</strong></p>
<p>Ja! Leistungsfähigkeit wird in westlichen Kulturen mit Begriffen wie schneller, weiter, höher, lauter gleichgesetzt. Wir beschäftigen uns so sehr mit Computern, dass wir den eigenen Kopf völlig vergessen. Das Gehirn ist keine Leistungsgesellschaft, wo der erste Gedanke der beste ist</p>
<p>. Wäre ein Fachbuch gehirngerecht gestaltet, müsste es nur aus Bildern bestehen! Und hätte unser Kopf einen Beruf, dann  wäre es eher Kunstmaler als Bauingenieur. Der richtige Umgang mit dem Kopf hat auch nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist einfach spielerischer, kreativer und viel visueller ausgerichtet, als das, was wir heute dem Hirn zum geistigen Verdauen servieren.</p>
<p><strong>Genau für jenes „schneller, weiter, höher, lauter“ beschäftigen sich die meisten Menschen jedoch mit Lern- und Gedächtnismethoden&#8230;</strong></p>
<p>Ich habe Gedächtnistechniken am Anfang entweder eingesetzt, um schneller zu lernen (und früh mit den</p>
<p>Hausaufgaben fertig zu sein) oder mehr im Kopf zu behalten als andere. Auf den ersten Blick erhöhen diese Methoden die Leistungsfähigkeit des Gehirns, was aber nichts mit Training oder Doping zu tun hat. Erst viel später habe ich erkannt, dass Merktechniken die eigene Perspektive völlig verändern. Man verändert seine Art, Bücher zu lesen, im Internet zu surfen, mit seinen Mitmenschen zu sprechen und sogar beim Spazierengehen auf andere Dinge zu achten. Für mich haben Gedächtnistechniken mittlerweile sehr viel mit Lebensqualität zu tun.</p>
<p><strong>Warum sollten Menschen ihr Gedächtnis denn stattdessen bemühen?</strong></p>
<p>Die größte Schwäche des Menschen ist, dass er handeln kann, ohne seinen Kopf zu benutzen. Winston Groom hat es mit seinem wundervollen Zitat auf den Punkt gebracht: „Dumm ist der, der Dummes tut!“ Umgekehrt ist der Kopf das wertvollste Organ, dass wir besitzen. Mein Motto: Gehirn lässt sich mitnehmen und es hat keine Systemfehler. Es ist viel leistungsfähiger als jeder Computer – was viele Menschen leider anders sehen (schauen Sie sich dazu dieses kleine Experiment an: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pYogVUhtTQY" target="_blank">Wer denkt besser: Mensch oder Maschine?</a>). Außerdem bildet sich unsere Persönlichkeit aus unseren Erfahrungen und unserem Wissen. Was könnte also besser sein, als von beidem möglichst viel einzusammeln? Pausen und Ferien sind relativ neue kulturelle Errungenschaften, die vielleicht viel zu oft falsch umgesetzt werden.</p>
<p><strong>Du sagtest, wir brauchen einen anderen Umgang mit unserem Informationsverarbeiter Gehirn, brauchen wir auch einen anderen Umgang mit unserer Informationsquelle Internet?</strong></p>
<p>Strukturen und Abläufe im Internet werden mittlerweile immer häufiger mit der Funktionsweise des Gehirns verglichen. Aber unser Kopf ist alles andere als gut organisiert oder effizient – und er denkt jede Menge sinnloses Zeug! Das Internet kann unser Gehirn (und uns) sehr positiv beeinflussen. Kritisch sind nur zwei Dinge: Unsere technische Verbindung zum Internet ist derzeit noch mehr als primitiv. Wir schauen durch ein winziges Fenster (Monitor oder Mini-Telefondisplay) in eine hoch-komplexe Welt. Außerdem ist die Qualität eines Mediums davon abhängig, was der Nutzer damit macht: Wir können uns mit einem Bleistift den ganzen Tag am Kopf kratzen oder eine wundervolle Geschichte damit erschaffen.</p>
<p><strong>Zum Schluss noch, wie sieht Dein  größter Lernerfolg aus?</strong></p>
<p>Wer aktiv mit Merktechniken umgeht, bekommt einen völlig neuen Blick auf das Lernen. Meine wichtigsten Erfahrungen beim Lernen sind, wenn ich etwas vergesse. In diesen Momenten kann ich bewusst erleben, warum mein Gehirn eine Information nicht oder nicht richtig abgespeichert hat. Und durch solche Denkfehler kann ich meine Lernmethoden weiter verbessern.</p>
<p><strong>Herzlichen Dank!</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><em>Mehr Informationen über Ulrich Bien und Methoden und Möglichkeiten rund um das Gedächtnis finden sich auf den von Ulrich Bien betreuten Websites <a href="http://einfachallesmerken.wordpress.com/">Einfachallesmerken</a> und <a href="https://sites.google.com/site/gedaechtnistraining2/" target="_blank">Gedächtnistraining</a>. </em></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 450px"><img title="Ulrich Bien" src="http://waterclearmind.com/wp-content/uploads/2010/09/Video_Still_05.jpg" alt="Ulrich Bien" width="440" height="247" /><p class="wp-caption-text">Ulrich Bien</p></div>


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		<title>Vortrag: Lernen, Merken, Erinnern, Wissen</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 22:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um Ihnen das Lesen des nachfolgenden Vortrages zu vereinfachen, habe ich Überschriften eingefügt und die allerwichtigsten Aussagen unterstrichen. Außerdem habe ich den Vortrag für die Blog-Version durch einige Übersichtslisten erweitert und Ihnen Links hinzugefügt. Der menschliche Verstand und der Computer Der frühere amerikanische Präsident John F. Kennedy sagte einmal: „Der Mensch ist immer noch der [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img title="The Golden Compass" src="http://farm1.static.flickr.com/110/3516653918_31f2d6f618.jpg" alt="The Golden Compass" width="500" height="409" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.flickr.com/photos/geebee2007/3516653918/#/ (George Boyce)</p></div>
<p><em>Um Ihnen das Lesen des nachfolgenden Vortrages zu vereinfachen, habe ich Überschriften eingefügt und die allerwichtigsten Aussagen unterstrichen. Außerdem habe ich den Vortrag für die Blog-Version durch einige Übersichtslisten erweitert und Ihnen Links hinzugefügt.</em></p>
<h2>Der menschliche Verstand und der Computer</h2>
<p>Der frühere amerikanische Präsident John F. Kennedy sagte einmal: <span style="text-decoration: underline;">„Der Mensch ist immer noch der beste Computer.“</span> Ohne in diesen Vergleich – der zweifelsohne auch heute noch zu Gunsten des Menschen ausgehen muss – vertiefen zu wollen, bietet er doch eine interessante Grundlage. In den 1950er- und 1960er-Jahren entstand eine neue Perspektive auf den menschlichen Verstand, die ähnlich dem Computer – die Informationsverarbeitung in den  Vordergrund stellt. Eingabegeräte entsprechen unserer Wahrnehmung. Mit Hilfe von Operationen wird dann das Eingegebene verarbeitet und in Form von Arbeitsspeichern zwischengespeichert und verbleibt auf der Festplatte oder wird – ähnlich den menschlichen Schrifterzeugnissen – auf einer CD-ROM festgehalten oder ausgedruckt. Auf der Festplatte gespeicherte Dateien können schließlich aufgerufen werden, so wie menschliche Erinnerungen ins Bewusstsein rücken. Dazu bedient sich der Computer unterschiedlichen Programmen, ebenso wie der Mensch Denkmuster und Heuristiken benutzt.<span id="more-1235"></span></p>
<h2>Kognitionspsychologie</h2>
<p>Diese Anschauung hat letztlich die Kognitionspsychologie (auch: Kognitive Psychologie)  als „Schule der Informationsverarbeitung“ hervorgerufen, welche sich vor allem mit sieben Aspekten beschäftigt <em>(Mehr dazu: <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/faszination-gehirn-2/">Faszination Gehirn</a>)</em>: Intelligenz, Sprache, Denken und Problemlösen, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis.</p>
<ul>
<li><strong>Intelligenz</strong>: Kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen in Form von Erkenntnisvermögen, Urteilsfähigkeit, Erfassen von Möglichkeiten, Begreifen von Zusammenhängen, haben von Einsichten, geistige Auffassungskraft (Westhoff 1985).</li>
<li><strong>Sprache</strong>: Zum Ausdruck bringende, etwas mitteilende Handlungen und damit im Zusammenhang stehende Zeichensysteme.</li>
<li><strong>Denken und Problemlösen</strong>: Mit Hilfe von Denkprozessen die Diskrepanz von Zielvorstellung und Ausgangszustand überbrücken. Diese Denkprozesse bestehen vor allem in einer Symbolverarbeitung mit Hilfe von Gedächtnisinhalten.</li>
<li><strong>Aufmerksamkeit</strong>: Zuweisung von Bewusstseinsressourcen auf Bewusstseinshalte, beispielsweise auf Wahrnehmung des eigenen Verhaltens und Handelns, oder von Gedanken und Gefühlen.</li>
<li><strong>Wahrnehmung</strong>: Subjektives Erfahren von Reizen.</li>
<li><span style="text-decoration: underline;"><strong>Gedächtnis</strong>: Fähigkeit, aufgenommene Informationen zu behalten, zu ordnen und wieder abzurufen.</span></li>
</ul>
<p>Diese drei Definitionsmerkmale des Begriffes „Gedächtnis“ – auch als die drei Rs bezeichnet (registration, retention, retrieval) – kann man als Brücke zwischen der Umwelt und dem eigenen Verstand aufgreifen. Vielleicht ist es mit Hilfe eines Bildes einfacher zu erkennen, was da in ganz unterschiedlichen Regionen unseres Gehirns geschieht, wenn wir von „Gedächtnis“ sprechen:</p>
<h2>Wissensnetz und Gedächtnis</h2>
<p>Ich stelle mir vor, dass wir spätestens mit unserer Geburt in eine reißende Flut der Informationen geworfen wurden. Dabei müssen wir ein Sieb entwickeln, um die relevanten von den unrelevanten Informationen zu trennen. Dies ist das Sieb des Wissens. Ein Filter. Unsere Sinnesorgane übernehmen gemeinsam mit unserer Aufmerksamkeit und unserem Bewusstsein diese Aufgabe. Der nächste Schritt besteht dann darin, die hereingelassenen Informationen in ein Netz des Wissens einzuflechten. Die Besonderheit ist, dass dieses Netz nicht gleichmäßig geknüpft ist, sondern an einigen Stellen sehr weitmaschig, an anderen sehr eng. Neue Informationen müssen also manchmal ganz viele Verknüpfungsfäden bekommen, um Halt zu finden und unserem Netz nicht wieder zu entwischen (Mehr dazu: <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/pruefungsvorbereitung-uni-klausur-universitaet/">Prüfungsvorbereitung</a>). Wer intelligent sein will, eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit besitzen möchte, der braucht nicht viele Informationen in seinem Netz, sondern eine besonders dichte Knüpfstruktur. (Mir ist bewusst, dass das eine das andere zum Teil bedingt.)</p>
<p>Die meisten gehen davon aus, dass ein gutes Gedächtnis eine besondere Begabung oder ein Talent ist (Mehr dazu: <a href="http://www.waterclearmind.com/mental-performance/11-grunde-fur-ein-gutes-gedachtnis/">11 Gründe für ein gutes Gedächtnis</a>) . Tatsächlich legen Untersuchungen nahe, dass man sowohl eine Veranlagung für ein gutes Gedächtnis hat, aber auch, dass man durch Anwendung entsprechender Technik weit bessere Resultate beim Lernen erzielen kann. <span style="text-decoration: underline;">Lernen beziehungsweise einprägen bedeutet den Vorgang, viele Verknüpfungsfäden auszubilden.</span></p>
<blockquote><p>„Lernen im weitesten Sinne ist Aufnehmen, subjektives Einordnen und Bereithalten von Erfahrungen, von Wissens- und Erlebnisinhalten. Dies ist eine besondere Fähigkeit des Menschen, durch die er auf die Ansprüche der Umwelt effizient reagieren kann.“</p>
<p>(Zöpfl/Bittner/Mühlbauer/Tschamler 1975)</p></blockquote>
<h2>Lerntechniken</h2>
<p><span style="text-decoration: underline;">Lernen erfordert bestimmte Lerntechniken.</span> Lerntechnik beschreibt die Anwendung von besonderen Methoden und Prinzipien um bestimmte Fähigkeiten, Kompetenzen oder Gedächtnisinhalte zu erwerben. Diese können einzeln oder in Kombination angewandt werden. Ich habe eine Lerntechnik beschrieben, die eine Reihe erfolgreicher Methoden und Prinzipien verwendet und sich in vier grobe Schritte gliedern lässt: 1. Die Informationsaufnahme (vor allem in Form von Lesen und Hören), 2. die Verarbeitung der Informationen durch ordnen und verknüpfen, 3. das Einprägen der Informationen und 4. das Abrufen der Informationen <em>(Mehr dazu: <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/die-8-dimensionen-des-ganzheitlichen-lernkonzepts/">Die 8 Dimensionen des ganzheitlichen Lernkonzepts</a>)</em>. Dies entspricht den drei Merkmalen, mit denen wir den Begriff „Gedächtnis“ definiert haben, erweitert um das „Einprägen der Informationen“. Eingeprägte Informationen sind eigentlich das Ergebnis der beiden ersten Teilprozesse. Lerntechniken finden aber nur dann ihre Anwendung, wenn das Einprägen der Information nicht das Produkt unbewussten Lernens ist, sondern bewusst gepaukt, gebüffelt und gedrillt werden muss. (Ich lehne stures Auswendiglernen allerdings entschieden ab!). Folgende Methoden (Verfahren) finden dabei in meine Lerntechnik Eingang:</p>
<p><strong>Informationsaufnahme:</strong></p>
<ul>
<li><em><a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/lernen-universitaet/"><strong>SQ3R</strong></a></em> (in ihrer Erweiterung als organische Studienmethode B.O.S.T nach Tony Buzan): Lesemethode, die besonders effektiv im Bezug auf den Lerneffekt ist. Die fünf Buchstaben stehen für die fünf englischen Begriffe Survey, Question, Read, Recite und Review.</li>
<li><strong>Speed Reading</strong>: Ziel ist ein gleichmäßiger und durchgängiger Lesestil. Dadurch lassen sich mit wenigen Blickstopps mehrere Wörter gleichzeitig aufnehmen und durch das Befolgen weiterer Prinzipien und Tipps lässt sich der Leseaufwand deutlich reduzieren. <em>(Mehr dazu: <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/20-lesen-alles-verstehen/">20% lesen, alles verstehen</a>; <a href="../lifestyledesign/wie-man-mehr-als-70-bucher-in-einem-jahr-liest/">Wie man mehr als 70 Bücher in einem Jahr liest)</a></em></li>
<li><strong>TQ3L</strong>: Methode zur aktiven Teilnahme des Lerners im Lehr-Lern-Prozess. Die englischen Begriffe stehen für Tune In, Question, Look at the Speaker, Listen, Look over.</li>
</ul>
<p><strong>Informationsverarbeitung:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Flow-Based Note-Taking</strong>: Das Ziel ist es, dass die Aufzeichnungen eine Oberfläche an Verbindungen und assoziierten Ideen darstellt – möglichst so, wie diese einen erreichen. Das lineare Notizsystem ist starr, fluide Formate haben höhere Lerneffekte, dafür sind sie auch etwas unordentlicher (Dementsprechend verurteile ich lineare Notizen nicht, alles hat seine Zeit.)</li>
<li><strong>Mind Mapping</strong>: Ein weiteres Notizsystem, dass schon deutlich ordentlicher ist und radiales Denken fördert. <em>(Mehr dazu: <a href="../lernen-lernen/mind-maps/">Mind Maps</a>)</em></li>
<li><strong>Metaphorisierung</strong>: Wer in Metaphern denkt, macht sich das in Bild und Realität wirkende Hintergrundprinzip bewusst.</li>
<li><strong>Mnemonik</strong>: Einsatz von komplexen Methoden der Mnemotechnik (Gedächtniskunst, Erinnerungskunst) und einfachen Merkhilfen.</li>
</ul>
<p><strong>Informationseinprägung:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Lernkartei</strong> (nach S. Leitner): Hierzu wird auf die Vorderseite einer Karte ein Stichwort geschrieben und auf die Rückseite die Lösung. Mit Hilfe mehrerer Fächer ist ein Wiederholungssystem möglich, mit dem genau die Fakten rekapituliert werden, die noch nicht verinnerlicht sind.</li>
<li><strong>Frage-Antwort-Spiel</strong>: Noch besser ist es, statt eines Stichwortes eine Frage zu notieren. Unser Gehirn liebt es Fragen zu beantworten und es simuliert eher die Situation in einer Prüfung.</li>
<li><strong>Vortragssimulation</strong>: Wenn Sie die Fragen der Lernkartei beantworten, sollten Sie nicht nur stur die Antwort auf der Karte geben. Simulieren Sie vielmehr einen Vortrag, während dem Ihnen Vertiefungsfragen aus dem Auditorium gestellt werden.</li>
</ul>
<p><strong>Informationsabruf:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Testen</strong>: Testen Sie Ihr erworbenes Können, in dem Sie Fragen aus früheren Tests beantworten oder passende Aufgaben lösen.</li>
<li><strong>Crawling</strong>: Durchsuchen Sie wie die Crawler der Suchmaschinen im Internet Ihr Netz des Wissens, in dem Sie noch einmal Ihre Unterlagen durchgehen und Lücken ausfindig machen und diese ggf. auffüllen.</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Um Informationen möglichst gut in das eigene Wissensnetz einzubinden, muss eine Lerntechnik mindestens eine geeignete Methode zur Informationsverarbeitung enthalten.</span> Wer jedoch mehrere Methoden zur Verfügung hat, kann ausweichen, wenn eine Methode einmal nicht funktionieren sollte. <span style="text-decoration: underline;">Eine Methoden im Bereich Informationsverarbeitung funktioniert dann nicht, wenn mit Hilfe der Methode keine Verknüpfung zwischen der einen Information und den anderen zu einem Modell erfolgen kann.</span> Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Methode gänzlich ungeeignet ist. Sie funktioniert nur bei diesem Lerngegenstand nicht.</p>
<p>Modelle müssen Sie sich als Informationsansammlungen vorstellen, wobei die eine Information der anderen Sinn gibt. Ein Messer hat im Kontext Flughafensicherung eine abweichende Bedeutung zum Kontext Frühstückstisch. Das Messer kann allerdings in beiden Kontexten auftauchen. Dementsprechend darf man sich ein Modell auch nicht als undurchlässig vorstellen. Vielmehr stehen die Modelle und die in den Modellen befindlichen Informationen auch mit anderen Modellen in Verbindung.</p>
<h2>Mnemonik</h2>
<p>Mnemonik verwende ich, wenn nichts anderes funktioniert. Manchmal muss man Inhalte lernen, zu denen man kaum Anknüpfungspunkte in seinem Wissensnetz besitzt. Wenn die anderen Methoden keine Anknüpfungspunkte finden, gebe ich jedoch nicht nach dem Motto „ich kann das einfach nicht lernen“ auf, sondern nutze Methoden, die man als Mnemonik verstehen kann.</p>
<p><strong>Mnemonik:</strong></p>
<ul>
<li><strong>Farbenpracht</strong>: Fantasie, alle Sinne einsetzen (Synästhesie/Sensualität), Reihenfolgen, Ordnung und Systeme, Bewegungen, Erotik/Sexualität, Nummern und Zahlen, Positive Vorstellungen, Reichtum an Farben, Assoziation, Codes, Humor, Tiefe Eindrücke (Übertreibung). <em>(Mehr dazu: <a href="../lernen-lernen/ihr-weg-zum-power-gedaechtnis/">Ihr Weg zum Power-Gedächtnis</a>)</em></li>
<li><strong>PEG-System</strong>: Eine Technik, um sich eine Reihe von Zahlen einfach zu merken.</li>
<li><strong>Major/Master-Methode</strong>: Die Hauptidee des Major Systems besteht darin die Zahlen von 0 bis 9 mit Buchstaben oder Konsonanten zu ersetzen und danach mit diesen Buchstaben kürze Wörter – Auslöser zu bilden.</li>
<li><strong>SEM<sup>3</sup></strong>: Erweiterung der Master-Methode um eine Selbsterweiterndes Auslösersystem</li>
<li><strong>Routen/Loci-System</strong> (auch: <strong>Römischer Raum</strong>): Die Grundidee des Loci-Systems besteht darin, Lerninhalte auf einem bekannten (oder auch konstruierten) Weg zu deponieren, der sich dann mental abgehen lässt.</li>
</ul>
<p>Mnemonik wird gleichbedeutend mit Mnemotechnik (gr. mnéme „Gedächtnis/Erinnerung“ und téchne „Kunst“). Der Begriff entstand im 19. Jahrhundert als Kunstwort für die ars memoria (auch: ars reminiscentiae), die Gedächtniskunst. <span style="text-decoration: underline;">Die Methoden der Mnemonik sind eher komplex. Mnemonik wird vor allem eingesetzt, um Anknüpfungspunkte zu konstruieren, damit man neue Informationen ins eigene Wissensnetz einweben kann. </span></p>
<h2>Interne Merkhilfen</h2>
<p>Demgegenüber stehen einfache Merkhilfen, die oft bei Alltagsproblemen eingesetzt werden. Wenn Sie für eine Prüfung lernen müssen und eine einfache Merkhilfe verwenden, werden Sie den Inhalt auch relativ schnell vergessen haben. Es handelt sich bei der Prüfung also um ein Alltagsproblem, das überwunden werden soll. Die Informationen müssen nur kurzfristig bereitgehalten werden. Langfristiges Lernen funktioniert so allerdings nicht. Deshalb unterscheidet sich das Lernen für Prüfungen auch fundamental vom Lernen „fürs Leben“, also dem Erwerb von Expertentum beziehungsweise Professionalität. Dieser Unterschied soll allerdings nur angedeutet bleiben, wir uns weiter mit dem „echten“, langfristigen Wissenserwerb beschäftigen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Wissenserwerb bedeutet immer, das Informationen in unser Wissensnetz eingewebt werden. Beim langfristigen Wissenserwerb sind die Informationen gut im Netz vertäut, andernfalls hängen die Informationen nur am Bindfaden. </span></p>
<h2>Gedächtnispalast – Die Landkarte ist nicht das Gebiet</h2>
<p>Gerne stelle ich mir aber auch mein Gedächtnis in Form eines großen Palastes vor, die Konstrukte, miteinander in direkter Verbindung stehende Informationseinheiten, sind die Räume des Palastes. Jeder Raum ist mit unzähligen anderen Zimmern über Gänge, Flure und Treppen verbunden (Vielleicht ein bisschen wie die Flure von Hogwarts aus Harry Potter). Dieses Bild von der Anordnung der Gedächtnisinhalte verwende ich auch als Visualisierungsmethode für neue Informationen, wenn ich diese mit verschiedenen Merkmethoden einüben will. Man kann also sagen, meine Merktechnik ist ein „Gedächtnispalast“.</p>
<p>Die Idee vom Gedächtnispalast ist für mich auch eine Repräsentation für universales Wissen <em>(Mehr dazu: <a href="../lernen-lernen/gedaechtnispalast/">Gedächtnispalast</a>)</em>. <span style="text-decoration: underline;">Lernende erschaffen im Lernprozess ein mentales Modell von der Welt in der wir leben</span> (Wissenschaftliche Theorie: Konstruktivismus). Jeder Mensch hat ein eigenes Modell der Welt, da er ein einzigartiges Wesen mit einer ganz eigenen Wahrnehmungsweise ist. Entsprechend orientiert sich das Handeln eines Menschen nicht nach der Realität, sondern nach seinem mentalen Modell der Welt. Dieses mentale Modell kann man sich wie eine Landkarte vorstellen. Die Landkarte ist aber eben nicht das Gebiet.</p>
<p>Meine Überzeugung ist es, dass diese inneren Landkarten anerkannt werden müssen, man muss sie würdigen und kann sie – wie ein Kundschafter – den jeweiligen Zielen und Wünschen entsprechend erweitern. Ein guter Kundschafter versucht die Grenzen des bekannten Landes immer weiter hinauszuverschieben. Dabei zieht er nicht nur in eine Himmelsrichtung, sein Ziel ist es vielmehr, alles kennenzulernen <em>(Mehr dazu: <a href="../lernen-lernen/22-weisheiten-leben/">22 Weisheiten &#8211; der harte Weg zum Leben</a>)</em>. Ein Mensch, der die Grenzen seiner inneren Landkarte immer weiter verschieben wollte war  das Universalgenie Leonardo da Vinci. Er erprobte sich in vielen Künsten: Malerei, Bildhauerei, Architektur, Anatomie, Mechanik, Ingenieurswesen und Naturphilosophie.</p>
<h2>Externe Merkhilfen</h2>
<p>Um es noch einmal herauszustellen: Merken ist der Prozess, den wir unserem Gedächtnis zuschreiben. Ich habe seine Komponenten bereits erläutert: Informationen aufnehmen, behalten und ordnen und wieder abrufen. Dies geschieht oft unbewusst, wenn es bewusst geschieht, können wir es mit unserem alltäglichen Begriff „Lernen“ bezeichnen. <span style="text-decoration: underline;">Dazu verwendet man beim langfristigen Lernen unterschiedliche Methoden einer Lerntechnik, zu der auch – quasi als Subtechnik – merktechnische Methoden gehören. Kurzfristig lassen sich Informationen aber auch durch interne Merkhilfen wie Eselsbrücken merken, oder auch durch externe Merkhilfen</span>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Externe Merkhilfen sind Technologien, die uns beim Erinnern helfen. Sie dienen oft dem Erinnern von Informationen, welche mit relativ eintönigen Aufgaben zusammenhängen.</span> Im Bereich des Selbstmanagment beispielsweise das rechtzeitige Erinnern von Art und Umfang einer Aufgabe oder eines Termins. Oder im Bereich der Dokumentverwaltung das Ordner- und Dateisystem im Computer oder in Form von Aktenordnern, Heftern und Mappen zu Hause beziehungsweise im Büro. Für solche Erinnerungen verwende ich Hilfsmittel, wie den Finder in meinem Macbook, den Kalender zur Terminverwaltung und das Programm <a href="http://culturedcode.com/things/" target="_blank">Things</a> zur Aufgabenverwaltung. Letztere sind kompatibel mit meinem iPod. Und mindestens den habe ich bei mir. <em>(Mehr dazu: <a href="../zeitschild/arbeit-erledigt-haeppchen/">Wie Sie Ihre Arbeit erledigt bekommen, Häppchen für Häppchen</a>; <a href="../zeitschild/sieben-pruefungen-leisten-tagesaufgaben-gtd/">Sieben Prüfungen sollst du leisten</a>.)</em><a href="../zeitschild/sieben-pruefungen-leisten-tagesaufgaben-gtd/"><br />
</a></p>
<p>Wenn Sie sich an den eingangs formulierten Vergleich von Computer und Gehirn erinnern, dann ist es jetzt sehr einfach nachvollziehbar für Sie, wenn ich Ihnen sage, dass Sie mit diesen eintönigen Aufgaben Ihren Arbeitsspeicher überlasten. Ihr Verstand ist mit diesen eintönigen Arbeiten unheimlich belastet, denn er muss dafür sorgen, dass die Erinnerungen zwar im Hintergrund bleiben, aber rechtzeitig in den Vordergrund rücken und nicht völlig ausgeblendet werden. Wie die im Hintergrund verlaufenden Prozesse des Betriebssystems, die den Arbeitsspeicher belasten. Wenn Sie allerdings gut sind, lagern Sie diese Aufgaben aus Ihrem Gehirn aus und nutzen externe Merktechnologien. Wenn Sie diese Merktechnologien in ein System wie beispielsweise das Getting Things Done von David Allen einbinden, dann wird nicht nur die Information festgehalten, sondern ist auch rechtzeitig wieder parat. Sie können die Kapazität Ihres Verstandes jetzt für Wesentlicheres verwenden und gelangen so zu einem wasserklaren Geist. <em>(Mehr dazu: <a href="../zeitschild/die-dinge-geregelt-kriegen/">Die Dinge geregelt kriegen</a>.)</em></p>
<p>Dieser wasserklare Geist ermöglicht Ihrem Verstand eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit zu bringen. Dies bedeutet es, seine Landkarte zu erweitern, die Welt kennenzulernen, zu Lernen, Erfahrungen zu sammeln. Allerdings ist dies nicht alles. Nur Erfahrungen zu sammeln macht nicht glücklich. Begeisterung kann man nur durch eine Kombination aus Lernen und Dienen erlangen. Setzen Sie Ihren Verstand ein, um nicht nur ihre eigene innere Landkarte zu verändern, sondern auch die äußere Welt, die Realität<em> (Mehr dazu: <a href="../mental-performance/wasserklarer-geist/">Wasserklarer Geist</a>; <a href="../lifestyledesign/zeit-erde-leben-geniessen-grossartig-fuehlen/">Das Leben genießen und sich gut dabei fühlen</a>)</em>.</p>
<h2>Die Grenzen sind noch nicht ausgereizt</h2>
<p>Zum Ende möchte ich Sie noch darauf aufmerksam machen, dass mein kleiner Vortrag längst nicht die Grenzen des Gedächtnis-Landes ausgereizt hat. Viele Fragen zum Gedächtnis bleiben offen, die Wissenschaft wird – vermutlich besonders vorangetrieben durch die Neurowissenschaft und die Forschung an Menschen mit Savant-Syndrom (Inselbegabung) – in Zukunft weitere Erkenntnisse liefern, die das Netz dichter werden lassen. Ebenso war es mir – und ich denke Sie sind ganz froh darüber – nicht möglich, den aktuellen Kenntnisstand über die Mechanismen unseres Verstandes vollständig wiederzugeben. Jedoch wird es genügen, um Erfahrungen zu sammeln und die Welt ein Stückchen besser zu machen.</p>


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</ol><hr></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fischer oder Spinne? &#8211; 22 Tipps für mentale Power</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 22:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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<li><a href='http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/22-weisheiten-leben/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 22 Weisheiten &#8211; der harte Weg zum Leben'>22 Weisheiten &#8211; der harte Weg zum Leben</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img title="Fischer oder Spinne?" src="http://farm5.static.flickr.com/4061/4247957432_62ff8166fd.jpg" alt="spider-Web-Luc_Viatour. Spider web and dew." width="500" height="500" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.flickr.com/photos/luc_viatour/4247957432/ (Luc Viatour)</p></div>
<p>Wissen Sie, was der Unterschied zwischen einer Spinne und einem Fischer ist? Wenn der Fischer sein Netz überprüft, braucht er dafür relativ lange. Eine Spinne ist wesentlich schneller.</p>
<p>Beim Gedächtnis ist das eine ganz ähnliche Sache: Stellen Sie sich vor, dass das Wissen schon irgendwo da in Ihrem Kopf ist. Wenn Sie der Fischertyp sind, dann müssen Sie lange suchen. Wo ist der Knoten, der Sie interessiert? Wenn Sie die Spinne sind, bewegen Sie sich schnell und behände durch das Netz. Da ist der Knoten, der Sie interessiert.</p>
<p>Der Unterschied zwischen einer Spinne und einem Fischer besteht vor allem darin, dass eine Spinne mehr Arme und Beine und mehr Augen besitzt. Wie können Sie diese mentalen Arme und Augen erhalten? Hier sind 22 Tipps, die Ihnen helfen werden, schneller an die Information oder den Knoten Ihres Wissensnetzes zu kommen, den Sie brauchen:<span id="more-1233"></span></p>
<ol>
<li><strong>Lesen</strong>. Ein aktiver Geist will immer lernen. Dazu brauchen Sie nicht unbedingt Schiller und Goethe. Selbst leichte Kost führt dazu, dass Ihre Neuronen deutlich stärker feuern und das Netz dichter und dichter gewebt wird. Allerdings kann es helfen, einen besseren Fokus zu bekommen, wenn man von Autoren liest, die etwas erreicht haben, was man ebenfalls erreichen möchte.</li>
<li><strong>Kein Multitasking</strong>. Multitasking ist ein Gedächtniskiller. Sorgen Sie für genügend Selbstmanagement. Delegieren Sie so viele wie möglich und sorgen Sie dafür, dass Ihr Leben nicht völlig verplant ist, aber auch nicht planlos.</li>
<li><strong>Ort der Ruhe</strong>. Ebenso schlimm wie Multitasking ist ein störendes Umfeld. Wer anspruchsvolle Verstandesarbeit erledigen will, braucht einen Ort der Ruhe, an dem man sich konzentrieren kann und wie ein Schwamm so viele relevante Informationen wie möglich in sich einsaugt, statt störender Unruhe. Machen Sie Ihr Gehirn nicht durch Ablenkung unnötig müde.</li>
<li><strong>Kreativität</strong>. Wer nicht in seine Kreativität investiert, lässt den Bereich seines Gedächtnisses verkümmern, der dafür sorgt, dass zwischen den Informationsknoten die Verbindungen aufgebaut werden, aus denen ein Wissensnetz besteht. Verschwenden Sie nicht die Fähigkeit (ungewöhnliche) Assoziationen zu entwickeln. Sorgen Sie dafür, dass mit möglichst vielen alltäglichen Vorgängen Kreativität verbunden ist.</li>
<li><strong>Schlafen</strong>. Ununterbrochener Schlaf ist sehr wichtig. Für die meisten beduetet das 8 Stunden schlaf. Wenn Sie noch keine 40 sind und weniger Schlafen, bedeutet dass, das ihr Gehirn viel langsamer arbeitet als gewöhnlich.</li>
<li><strong>Tagebuch führen</strong>. Schreiben Sie ein Tagebuch, mit dem Sie Ihr Leben dokumentieren. Das müssen Sie nicht jeden Tag tun, aber es kann Ihnen helfen, Ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Ihr Denken zu strukturieren. Und Ihre Gefühle. Schreiben Sie, wenn es etwas Besonderes oder Bedeutsames gibt, wenn Sie Ihre Gedanken klären wollen oder wenn Sie Lust dazu haben.</li>
<li><strong>Vitamine</strong>. Sorgen Sie dafür, dass Sie genügend Obst und Gemüse zu sich nehmen. Täglich. Nicht zu wenig. Es ist echt wichtig für einen gut funktionierenden Körper und für einen gut funktionierenden Verstand. Schützen Sie Ihr Gehirn vor freien Radikalen!</li>
<li><strong>Wasser</strong>. Trinken Sie genügend. Die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie dehydriert durch die Gegend laufen. Und Ihr Gehirn, ein großer Bluttank, ist quasi ausgetrocknet. Wie wenn Ihr Wissensnetz nicht aus Täuen sondern aus losen Bindfäden besteht.</li>
<li><strong>Aufräumen</strong>. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Umgebung aufgeräumt und sauber ist. Unordentliche Menschen haben ein schlechteres Gedächtnis (und nicht umgekehrt!). Eine aufgeräumte Umgebung unterstützt einen wasserklaren Geist.</li>
<li><strong>Rauchstopp</strong>. Vernebeln Sie nicht Ihr Gehirn. Raucher haben ein deutlich schlechteres Gedächtnis.</li>
<li><strong>Schreiben</strong>. Wer schreibt, bemüht sich um die Sprache und erweitert so sein eigenes Vokabular. Es gibt eine Korrelation zwischen dem Vokabular eines Menschen, und seinem Erfolg. Vermutlich besteht der Zusammenhang durch guten Selbstausdruck und durch erfolgreiche Kommunikation. Wer genügend Worte hat, kann den anderen seine eigene Sicht auf die Welt beschreiben. Schreiben fördert das Erinnern.</li>
<li><strong>Rätsel</strong>. Rätsel stärken die neuronalen Verbindungen. Sie trainieren das abrufen. Und wenn Sie darauf achten, unterschiedliche Kopfnüsse zu lösen, dann wird es auch nicht einseitig.</li>
<li><strong>Rechnen</strong>. Logik ist die Sprache der Mathematik. Unser Verstand braucht dafür kritisches Denken und versucht sich an der Lösung abstrakter Probleme. Das ist mentales Training pur. Und es sorgt für einen Analytischen Blick auf die Welt. Wer es übt Zusammenhänge in der Realität aufzudecken, der kann diese Zusammenhänge auch in seinem Gedächtnis abbilden.</li>
<li><strong>Malen</strong>. Malen ist eine wunderbare Art, seine eigenen Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Es trainiert unseren klaren Blick auf die Dinge, aber es macht uns auch unser Empfinden bewusst. Malen lenkt Aufmerksamkeit.</li>
<li><strong>Kochen</strong>. Kochen weckt und belebt unsere Sinne. Der Duft der Nudelsoße, der Geschmack des Parmesan, die Wärme der Nudeln, die Spritzigkeit des Rotweins. Wer seine Sinne trainiert, trainiert seine Wahrnehmung. Nur was wir Wahrnehmen, das Speichern wir uns auch.</li>
<li><strong>Musik</strong>. Musik erhöht unsere Sensibilität. Das hat nicht nur Auswirkung auf unsere Emotionale Intelligenz, sondern ebenso auf das Gedächtnis. Nur wer für seine Welt sensibel ist, kann sich Merken, was geschieht.</li>
<li><strong>Dichtung</strong>. Dichtung fördert Kreativität. Ein Gedicht ist ein Bild, gemalt mit Worten. Dazu müssen Sie aber – Gedächtnistraining – interessante Wörter und sprachliche Ausdrücke erinnern. Vielleicht wollen Sie sich sogar mit Ihrem Werk auf ein bekanntes Gedicht beziehen.</li>
<li><strong>Meditieren</strong>. Meditieren ist eine exzellente Möglichkeit, um ihr Bewusstsein zu erweitern. Beim Meditieren läuft die Spinne durch Ihr Gedankennetz und bringt wichtige und oftmals emotionale Erinnerungen in Ihr Bewusstsein.</li>
<li><strong>Sprachen lernen</strong>. Wer eine neue Sprache lernt, hat Spaß, wird herausgefordert und hat zu tun. Aber Sprache erweitert auch Ihre mentale Kapazität, weil die neu gelernten Wörter und Phrasen eingeknüpft werden und miteinander zusammengesetzt werden. Nicht nur das, Sie haben sogar die Möglichkeit, in einer fremden Sprache zu denken.</li>
<li><strong>Infragestellen</strong>. Stellen Sie alles in Frage. Statt einfache jede Information blind zu akzeptieren, sollten Sie hinterfragen. Es ist der beste Weg, um Ihrem Verstand einen Schub zu geben. Fragen produzieren oftmals neue Fragen und nur selten Antworten. Aber das Infragestellen an sich hilft unserem Verstand, es trainiert ihn, immer mehr zu Fragen und immer mehr Anknüpfungspunkte und Verbindungen für unser Wissen zu füllen. Der reine Akt des Infragestellens ist entscheidend. Eine Frage fördert eine neue Perspektive auf die Dinge. Wer die Landkarte seiner Welt dreht, kann oft erst verstehen, wo in der Welt er sich eigentlich befindet.</li>
<li><strong>Jonglieren</strong>.  Das Jonglieren regt das Gedächtnis an und bringt es in Schwung. Jonglieren ist die neue Art zu meditieren.</li>
<li><strong>Abschalten</strong>. Medien verändern unser Gehirn. Das schwächt unsere Daueraufmerksamkeit. Wer sich nicht konzentrieren kann, kann weniger in seinem Gehirn behalten. That’s it.</li>
</ol>


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		<title>11 Gründe für ein gutes Gedächtnis</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 22:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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<blockquote><p>&#8220;Das Gedächtnis ist ein Tagebuch, dass wir immer mit uns herumtragen.&#8221;</p>
<p>Oscar Wilde, ir. Schriftsteller</p></blockquote>
<p>Es war fast ein wenig unheimlich. Als wäre ein herannahender Lehrer nicht schon schlimm genug, dieser Mann alles wusste. Nachdem er uns begrüßt hatte, überprüfte er die Anwesenheit. Von A nach Z, Name für Name. Wenn jemand nicht reagierte, wiederholte er den Namen, dann das Geburtsdatum. Das finden Sie nicht außergewöhnlich? Was ist schon dabei, 30 Kinder aus einem Klassenbuch vorzulesen – ich weiß. Es war nur, er hatte diese komplette Liste in seinem Kopf. Er hielt seinen Unterricht aus dem Kopf, er zitierte  die zwanzigstrophige „Bürgschaft“ von Schiller vollständig und fehlerfrei, er schien einfach ganz viele Informationen in seinem Kopf zu haben. Kurzum, er hatte ein unheimliches gutes Gedächtnis.</p>
<p>Das erstaunliche war, dass ich bis zu diesem Tag glaubte, ein gutes Gedächtnis sei eine gute Begabung. <span id="more-1228"></span>Damals habe ich angefangen mich zu informieren. Ich erfuhr sehr erstaunliches über das Gedächtnis und aus einem vergesslichen Jungen ist ein Typ geworden, der sich an alles Mögliche erinnern kann. Ich will nicht angeben, aber:</p>
<ul>
<li>Den Inhalt einer Vorlesung von 19 Sitzungen lerne ich in ca. 8 Stunden auswendig</li>
<li>2 Seiten Text kann ich in 4 Stunden wortwörtlich im Kopf haben</li>
<li>Vortrage von unter einer halben Stunde Dauer halte ich gewöhnlich auswendig</li>
<li>Als ich im Altenheim gearbeitet habe, kannte ich die Biographie von jedem Bewohner, den ich betreute.</li>
<li>Beim Doppelkopfspielen rechne ich einfach mit, welche Karten noch im Spiel vorhanden sind</li>
<li>Ich erinnere mich an fast jedes Gespräch, inklusive Inhalte.</li>
</ul>
<p>Haben Sie schon einmal über die Beschaffenheit Ihres Gedächtnisses nachgedacht? Wie funktioniert es? Wie unterstützt es uns im täglichen Leben? Die meisten gehen  – wie ich damals – davon aus, dass ein gutes Gedächtnis Begabung oder Talent ist. Wir nehmen kaum wahr, dass bei jedem Tun das Gedächtnis involviert ist. Ob wir arbeiten, lernen, Probleme lösen, kommunizieren, stets ist das Gedächtnis mit von der Partie.</p>
<p>Im Gehirn sind viele Teile damit beschäftigt, das zu erzeugen, was wir eine Erinnerung nennen. Diese Teile arbeiten miteinander Hand in Hand und ermöglichen Ihnen, Informationen zu erfassen und zu speichern. Schließlich können Sie diese sogar als Erinnerung wieder abrufen. Es ist, als verbindet uns genau dieser Prozess mit unserer Außenwelt. Denn unsere Gedächtnisinhalte ermöglichen uns Informationen über diese Welt zu haben. Wir müsssen nicht alles wieder von vorne lernen.</p>
<p>Es hat viel mit Konzentration, mit Aufmerksamkeit und mit den richtigen Techniken für die jeweilige Information zu tun. Es gibt nicht das Gedächtnis, sondern Erinnerung ist davon abhängig, was diese auslöst. Gedächtnis ist unser Begriff für den Prozess, an dessen Ende eine Erinnerung steht. Es bedeutet im Wissensnetz den richtigen Knoten finden und diesen abrufen, ihn ins Bewusstsein rücken, Aufmerksamkeit auf diesen lenken.</p>
<p>Das Problem ist, dass die meisten Menschen nicht verstehen, wozu sie ein gutes Gedächtnis gebrauchen sollen. Sie sind zufrieden mit dem was sie sich merken können. Große Listen sind doch nicht wichtig. Ich sehe das ein bisschen anders:</p>
<ol>
<li>ein gutes Gedächtnis hilft Ihnen zu würdigen, wie sich die Welt und Sie selbst verändern</li>
<li>ein gutes Gedächtnis hilft Ihnen zu würdigen, wo die Welt geblieben ist, wie sie war</li>
<li>ein gutes Gedächtnis hilft Ihnen Verständnis für und Beziehung zu anderen menschlichen Wesen aufzubauen</li>
<li>ein gutes Gedächtnis ist der Nährboden für weitere Erinnerungen</li>
<li>ein gutes Gedächtnis ist unter bestimmten Umständen unheimlich eindrucksvoll</li>
<li>ein gutes Gedächtnis ist die Plattform für neues Lernen, anderes Denken</li>
<li>ein gutes Gedächtnis bedeutet Kreativität, es ist unheimlich inspirierend</li>
<li>ein gutes Gedächtnis sorgt dafür, dass Sie mental wach sind</li>
<li>ein gutes Gedächtnis hilft Ihnen den Alltag zu meistern</li>
<li>ein gutes Gedächtnis hilft Ihnen, ganz Außergewöhnliches zu meistern</li>
<li>ein gutes Gedächtnis bedeutet, mehr als ein Fotoalbum für die großen und kleinen Erfahrungen des Lebens zu haben</li>
</ol>
<p>Deshalb ist ein gutes Gedächtnis wichtig. Das Gedächtnis ist die berühmte Landkarte, unsere ureigene Sicht auf die Welt. Wer hat schon gerne eine vergilbte, zerfallene Karte auf seiner großen Reise dabei?</p>
<p>Was ist die schönste Erinnerung, die Sie besitzen? Wann funktioniert Ihr Gedächtnis besonders gut?</p>


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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 22:01:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 22:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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<blockquote><p>„Es gibt einen bestimmten Punkt im Leben, an dem muss man aufstehen und sagen: Ja, genau das will und muss ich tun“</p>
<p><small>Branford Marsalis, amerik. Jazzmusiker<br />
</small></p></blockquote>
<p>Studenten aufgepasst. Das neue Semester kommt schneller, als uns lieb ist. Vermutlich haben Sie – genau wie ich – vor, wieder ein Stückchen besser zu werden. Ich möchte heute mit Ihnen an Ihrer Motivation arbeiten. Sie ist der wichtigste und stärkste Schub, wenn es um Ihre Noten geht.  Dazu werden wir uns die drei entscheidenden Komponenten der Uni-Karriere ansehen: Die Universität an sich, der zukünftige Studienverlauf, Ihr bisheriges Abschneiden. Wir wollen genau rauskriegen, wo Sie an der Uni stehen und wohin Sie wollen.<span id="more-1211"></span></p>
<h2>Zunächst zur Makroebene:</h2>
<ul>
<li>Was hoffen Sie an der Universität zu erreichen? Geht es Ihnen darum, Spaß zu haben? Ein bestimmter Abschluss? Ein besonders gutes Einkommen? Schreiben Sie das alles auf! Es geht um Ihre langfristigen Ziele.</li>
<li>Danach machen Sie sich bitte mit Stift und Papier deutlich, was Sie dafür tun müssen, um nächstes Semester in jeder Prüfung mit einer 1,0 abzuschließen. Schreiben Sie alles so kleinschrittig wie möglich auf. Ihr Ziel muss nicht eine 1,0 sein, aber Sie müssen den Weg kennen, der Sie in diese Richtung führt. Deshalb: Schritt für Schritt. Auch wenn es nur Vermutungen sind, die Sie anstellen können. Seien Sie unheimlich spezifisch!</li>
<li>Schreiben Sie dann auf, warum Sie diese Universität gewählt haben? Sind mit ihr besondere Erfahrungswerte verknüpft? Hat sie einen besonders guten Ruf? Gibt es Ihr Fach nur dort? Hat sie besonders viele Forschungsmittel? Eine gut auf Studenten abgestimmte Einrichtung? Ist die Stadt cool? Gibt es Connections zur Wirtschaft? Schreiben Sie auch das alles auf! Es gibt keine falschen Antworten.</li>
<li>Schreiben Sie als Nächstes auf, warum Sie genau diese Ausbildung machen? Was liegt Ihnen an dem Fach? Warum ist es Ihnen wichtig, studiert zu haben? Was bedeutet Ihnen der Abschluss? Wo führt Sie dieses Studium hin?</li>
<li>Letzte Frage: Gefällt Ihnen, was Sie tun? Was fördert Ihre positive Sicht auf das Studium? Was ist dieser abträglich?</li>
</ul>
<h2>Jetzt zur Mikroebene:</h2>
<p>Schreiben Sie sich auf, welche Veranstaltungen Sie im kommenden Semester belegen. An Ihrer Stelle, würde ich das als eine Mind Map machen&#8230;. Zu jeder Veranstaltung müssen Sie die folgenden Fragen beantworten:</p>
<ul>
<li>Was ist der Inhalt diese Veranstaltung? Wie passt Sie in das Gesamtkonzept Ihres Studiums? Was bringt Ihnen diese Veranstaltung beruflich? Wo sehen Sie Verbindungen zu vorherigen oder parallelen Veranstaltungen? Wo sehen Sie Verbindungen zu etwas, das außerhalb Ihres Universitätslebens geschieht?</li>
<li>Ist die Veranstaltung freiwillig oder eine Pflicht? Schreiben Sie das auf! Schreiben Sie auch auf, wenn Sie die Veranstaltung nur gewählt haben, weil Sie glauben, dass diese einfach sei. Seien Sie ehrlich! Warum diese Veranstaltung?</li>
<li>Wie einfach ist die jeweilige Veranstaltung, gemessen am notwendigen Arbeitsaufwand.  Wie wichtig ist diese Veranstaltung für Ihre eigenen, persönlichen Ziele? Wie sehr interessiert Sie das Thema dieser Veranstaltung? (Nehmen Sie eine Skala von 1-10. Die Zahl die Ihnen als erstes bei dem Interesse zum Thema in den Sinn kommt, sollten Sie notieren.</li>
<li>Was ist das Wichtigste, was ich in dieser Veranstaltung lernen soll? Wie kann dieses Lernziel mich näher an meine Makroziele bringen?</li>
</ul>
<h3>Wozu dieser Aufwand?</h3>
<p>Ganz einfach. Zunächst einmal, übernehmen Sie wie in einem Vertrag Verantwortung. Sie verpflichten sich zu Ihren Zielen. Es ist unheimlich wichtig, sich darüber Klarheit zu schaffen, wie man an sein Ziel kommt. Was sind die großen Ziele, was sind die Etappenziele? Sie können jetzt eine Antwort dazu geben. Und Sie können sich später nicht rausreden. Das Sie alles auf Papier festgehalten haben, hat noch einen weiteren Vorteil: Sie können es sich auf leichte und problemlose Weise immer wieder bewusst machen. Und das ist ein großer Trumpf. Denn was Sie sich bewusst machen, sind nicht nur Ihre Ziele, sondern auch Ihre intrinsische Motivation zu all dem, womit Sie in der Uni konfrontiert sind. Nur in den wenigsten Fällen wird ein Student zu Studium und Fach gezwungen. Und selbst wenn, er kann dennoch auch eigene, intrinsische Motive mit dem Studium verbinden. Ich möchte, dass Sie mit diesen Zielen vor dem Auge ins Studium starten, und sich diese im Laufe des Semesters immer wieder bewusst machen. Sie werden Ihnen schon zeigen, wo es lang geht.</p>


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</ol><hr></p>]]></content:encoded>
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		<title>Belohnung – Wie mache ich das beim Lernen und Arbeiten richtig?</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 20:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.&#8221; Katarina von Siena, ital. Mystikerin Die erste Dimension des ganzheitlichen Lernens ist die Motivation. Und Motivation haben wir als den Antrieb ausgemacht, den Motor, der uns dazu bringt, ein Ziel zu erreichen. Ohne Motivation kommen Sie nicht ans Ziel.  Und mit guten Treibstoffzusätzen klappt [...]


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</ol><hr>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img title="Candy Cane Loops" src="http://farm3.static.flickr.com/2672/4207156049_edbb23daac.jpg" alt="Belohnung" width="500" height="333" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.flickr.com/photos/genbug/4207156049/</p></div>
<blockquote><p>&#8220;Nicht der Beginn wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.&#8221;</p>
<p>Katarina von Siena, ital. Mystikerin</p></blockquote>
<p>Die erste Dimension des <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/die-8-dimensionen-des-ganzheitlichen-lernkonzepts/">ganzheitlichen Lernens</a> ist die Motivation. <a href="http://www.waterclearmind.com/lifestyledesign/zielsetzung-zielerreichung/">Und Motivation haben wir als den Antrieb ausgemacht, den Motor, der uns dazu bringt, ein Ziel zu erreichen</a>. Ohne Motivation kommen Sie nicht ans Ziel.  Und mit guten Treibstoffzusätzen klappt alles noch besser. Dieser Artikel soll sich darum kümmern, wie wir den Antrieb verstärken können. Es geht um Verstärkung und um Belohnung.</p>
<p>Verstärkung ist etwas, dass die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Sie ein bestimmtes Verhalten zeigen.<span id="more-1208"></span> Wenn Ihr Ziel eine gute Note ist, wird Sie vermutlich das Lernen als Verhalten dort hinbringen. Unsere Aufgabe ist es nun, dieses Verhalten zu verstärken.</p>
<h2>Es gibt vier Wege, um die Motivation zu verstärken:</h2>
<ol>
<li><strong>Belohnen</strong>. Nach dem erreichen eines Teilziels belohnen Sie sich. Ich mache das gerne mit meiner Lieblingsschokolade, die ich normalerweise nicht im Haus habe. Beachten Sie dabei aber, dass Sie nicht den Fehler der <a href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/motivation-gruende-zukuenftiges-handeln-ueberpruefung-fragen/">Belohnstrafung</a> machen. Suchen Sie sich eine echte Belohnung. Am einfachsten kann man sich mit einmaligen Erlebnissen oder Dingen belohnen. Eine Freundin bekam mal eine knatschrote Geldbörse nach erfolgreich bestandenem Abitur. Das war eine originelle Belohnung. Wenn Sie es schaffen, sich auf solche Art zu belohnen, dass es tatsächlich für Sie bedeutet, einen Mehrwert zu erreichen, dann haben Sie alles richtig gemacht. Es ist wie auf einer Treppe: Jede Stufe, die Sie weiter erklimmen, bringt Sie höher. Wenn jede Stufe aber auch ein echter Gewinn für Sie darstellt, haben Sie einen Grund, nach oben zu kommen. Ein kluger Mann sagte einmal: Der Grund warum so wenige die Karrieretreppe nach oben kommen, liegt darin, dass viele glauben, diese Treppe sei eine Rolltreppe.</li>
<li><strong>Unangenehmes entfernen</strong>. Unangenehmes zu entfernen ist eine etwas außergewöhnliche Art, sein Verhalten zu verstärken. Dennoch ist die Geschichte alt bekannt: Ein Junge aus der Vorstadtgosse macht sich tüchtig an die Arbeit und gelangt mit eiserner Willenskraft nach ganz oben. Die Verstärkung war, einfach gesagt, dass er aus seiner unangenehmen Umgebung herauskam.</li>
<li><strong>Entziehen.</strong> Wer nicht das richtige Verhalten zeigt, dem wird etwas entzogen. Hierauf beruhen die Selbstverpflichtungen und Verträge mit dem Selbst oft, mit denen man mehr, härter und besser Arbeiten und Lernen soll. Bevor das Gesamtziel nicht erreicht ist, darf nicht&#8230; Wer den Entzug streng mit dem Gesamtziel verknüpft, entgeht auch dem Problem der Belohnstrafung. Allerdings ist Entzug für Menschen wenig geeignet, man muss vorsichtig sein, dass man nicht mehr Schaden als Gutes anrichtet und nur wenige Menschen besitzen soviel Selbstkontrolle, dass ihnen das mittel- bis längerfristig gelingt.</li>
<li><strong>Bestrafen.</strong> Es ist nicht das nächtliche Spiel mit dem Partner gemeint (das währe vielleicht eine Belohnung, oder eben auch Entzug). Jedenfalls – Bestrafung mag bei Ratten oder Tauben noch ihren (wissenschaftlichen) Sinn machen, aber wir sind erwachsene Menschen. Niemandem muss ein negativer Reiz gegeben werden, damit er tut, was er selbst will.</li>
</ol>
<p>Welche Verstärker setzen Sie ein? Machen Sie sich bewusst, was Ihrem Antrieb den Turbo gibt und übernehmen Sie die Kontrolle und den geplanten Einsatz von Belohnung, Entzug und der Überwindung von Unangenehmen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Arbeit ist häufig der Vater des Vergnügens.&#8221;<br />
Voltaire (1694-1778), frz. Philosoph und Schriftsteller</p></blockquote>


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</ol><hr></p>]]></content:encoded>
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		<title>Motivation &#8211; Die Gründe für zukünftiges Handeln überprüfen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 22:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer seine Ziele erreichen möchte, muss die Gründe für seine Ziele sichtbar machen. Diese Gründe nennt man Motive. Sie sind die Grundlage der Motivation. Motivation ist der Antrieb ein Ziel zu erreichen. Beim Lernen besteht manchmal Interesse oder Neugier für ein Thema. Die Beziehung zum Lernstoff selbst motiviert den Lerner. Solche Themen Lernen Sie aus [...]


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</ol><hr>]]></description>
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<p>Wer seine Ziele erreichen möchte, muss die Gründe für seine Ziele sichtbar machen. Diese Gründe nennt man Motive. Sie sind die Grundlage der Motivation. Motivation ist der Antrieb ein Ziel zu erreichen. <span id="more-1204"></span>Beim Lernen besteht manchmal Interesse oder Neugier für ein Thema. Die Beziehung zum Lernstoff selbst motiviert den Lerner. Solche Themen Lernen Sie aus sich selbst heraus (intrinsische Motivation), andere Themen behandelt und lernt man, weil Sie eine Belohnung dafür bekommen oder Gruppendruck durch Ihr Team besteht (extrinsische Motivation). Die Motivation, welche der Lernende selbst erzeugt ist wesentlich tragfähiger und dauerhafter:</p>
<ol>
<li><strong>Erkennen Sie den Sinn im Lernstoff.</strong> Voraussetzung für eine Selbstmotivation ist es, dass man den Sinn im Lernvorgang aufklärt. Im Zweifelsfall sollte man sogar den Dozenten oder Lehrer fragen: „Warum muss ich das lernen? Wozu ist das wichtig?“ Machen Sie sich die eigenen Ziele klar und Erkennen Sie den Sinnzusammenhang hinter den Zielen.</li>
<li><strong>Unterteilen Sie Hauptziele in Zwischenziele.</strong> Durch das Erreichen von Teil- oder Etappenzielen kann man auch kleine Erfolgserlebnisse erleben und diese feiern. Diese Erfolge verstärken Ihre Motivation. Es ist sehr wichtig, sich diese Teilerfolge vor Augen zu führen und sich auch die Zeit zu nehmen, sich darüber zu freuen.</li>
<li><strong>Mischen Sie die Motivation.</strong> Wie oben erwähnt gibt es verschiedene Arten von Motiven. Wenn Sie diese kombinieren, stärken Sie dadurch letztlich auch Ihre innere Motivation. Daher nutzen Sie auch extrinsische Motivation.</li>
</ol>
<p>Wenn die intrinsische Motivation die Wände im Haus sind, dann ist die extrinsische Motivation die Farbe an der Wand. Belohnen Sie sich! Achten Sie aber auch darauf, dass die Belohnung in einem guten Verhältnis zur erbrachten Leistung steht. Leisten Sie sich ein neues paar Schuhe nach dem Lernen oder gehen Sie ins Kino.</p>
<h2>Belohnstrafen Sie sich nicht!</h2>
<p>Ein großes Problem beim Belohnen sind Belohnstrafungen. Ein früherer Mitschüler hat fast jeden Nachmittag mit seiner Freundin Videos geguckt. Wenn er während der Zeit des Lernens das Videoschauen aufgeben musste, dann sagte er sich oft: „Nach dem Lernen guck ich ein Video. Als Belohnung.“ Was er aber tatsächlich tut, ist sich für das Lernen zu bestrafen. Denn während er lernt, darf er seiner gewohnten Tätigkeit nicht nachgehen. Seine persönliche Freiheit ist eingeschränkt. Es kommt aber noch schlimmer, für das Lernen wird man anschließend dann doch mit Videoschauen belohnt. Das bedeutet, zuerst eine Bestrafung für das Lernen, dann eine Belohnung für das Lernen. Woher soll die große Steuerzentrale da noch wissen, ob Lernen gut oder schlecht ist? Sollen das Gelernte und der Lernerfolg mit positiven oder negativen Emotionen verbunden werden? Und letztlich: Ist man beim nächsten Mal zum Lernen motiviert oder nicht?</p>
<p>Mein Schulfreund hat sich mit Pseudobelohnungen versucht zu motivieren. Das Abnehmen und das Aufhören mit dem Rauchen funktionieren nicht, wenn man sich für das Durchhalten wenn man zwischendurch auch mal sündigen darf und sich mit einem Stück Sahnetorte oder eine genüsslichen Zigarette belohnt. Durch das selbstauferlegte Verbot zum Videoschauen (weil in der Zeit ja gelernt werden muss) wird der Normalfall verschlechtert. Eine Strafe, um nachher von einer Belohnung sprechen zu können. Verzerren Sie nicht die Realität! Das erzeugt nur Gründe, warum man besser nicht lernen sollte: Die gesamte Lebenssituation, der Normalzustand, verschlechtert sich.</p>
<p>Was Sie stattdessen tun sollten, ist Ihre Motivation zu überdenken. Und das gilt nicht nur für das Lernen sondern auch für das Erledigen von Aufgaben und Allem was Ihre Motivation oder Aufmerksamkeit benötigt.</p>
<ul>
<li><strong>Klarheit</strong>. Aus welchen Gründen Lernen Sie? Warum studieren Sie? Warum machen Sie diese Arbeit zu Ihrer Aufgabe? Welche Bedeutung hat das Projekt für Sie? Warum fühlen Sie sich mit der Sache verbunden Warum überhaupt?</li>
<li><strong>Kalibrieren</strong>. Warum sind Sie nicht motiviert? Was macht den Weg steinig? Warum gefällt Ihnen der Stoff nicht? Was verpasst Ihnen den Eindruck, dass die Sache schwierig ist? Sprechen Sie mit Menschen, die erfolgreicher sind oder mehr Motivation zeigen. Nehmen Sie ihre Denkhaltung ein und ahmen Sie ihr Verhalten nach. Nicht nur das. Treten Sie aus den Fußstapfen der anderen heraus und wagen Sie neue Schritte und Wege zum Erfolg.</li>
<li><strong>Verbundenheit</strong>. Gruppenarbeit führt dazu, dass mit Realismus an die Sache gegangen werden kann. Diese sogenannten „sozialen Gebilde“ (steckt da etwa das Ziel allen Lernens, Bildung, drin?) kann Ihnen ein positives Feedback verbunden mit konstruktiver Kritik geben. Das gibt Ihnen Selbstbewusstsein und fördert und verstärkt Erfolgserlebnisse.</li>
<li><strong>Bodenständigkeit</strong>: Sind Ihre Ziele machbar? Wo liegen bei dieser Sache Ihre Fähigkeiten und Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Machen Sie aus Ihren Misserfolgen eine große Blase? Bringen Sie diese zum Platzen und überlegen Sie, was Sie gelernt haben. Schätzen Sie sich selbst ein. Niemand sollte abheben, es braucht sich aber auch keiner in der Erde zu verkriechen.</li>
<li><strong>Forschung</strong>. Woher kommen Ihre Misserfolge? Waren Ihre Ansprüche zu hoch? Waren Ihre Kenntnisse zu gering? Fehlte Ihnen die geeignete Arbeitstechnik oder das geeignete Material? War die Zeit ungünstig eingeteilt? Hatten sie eine brauchbare Arbeitsplanung? Gab es andere gewichtige Gründe? Was konnten Sie tatsächlich nicht beeinflussen? Wo können Sie in Zukunft vorbeugen?</li>
<li><strong>Nutzen</strong>. Wie lässt sich der Stoff in Nutzen umwandeln. Welche praktischen Auswirkungen wird Ihr Tun beim Erledigen von Aufgaben haben. Welche Assoziationen mit Bekanntem sind möglich?</li>
<li><strong>Teilen</strong>. Teilen Sie Ihre langfristigen Ziele in kürzere und mittelfristige Ziele auf. Verschaffen Sie sich so kleinere Erfolgserlebnisse. Feiern Sie auch diese kleinen Erfolge!</li>
</ul>


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</ol><hr></p>]]></content:encoded>
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		<title>Prüfungsvorbereitung (nicht nur) an der Uni</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 09:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Artikel auf Anfrage empfinde ich als eine große Last, die nur wenig zielgerichtet ist. Aber wenn man so viele Anfragen per E-Mail bekommt, wie ich in den letzten zwei Wochen zu diesem Thema, dann sollte man die Forderung nach immer ein und demselben Artikel eher als Ehre denn als Pflicht auffassen. Hier soll es darum [...]


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<li><a href='http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/boost-your-fun-in-learning/' rel='bookmark' title='Permanent Link: B(o)ost your fun in learning!'>B(o)ost your fun in learning!</a></li>
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</ol><hr>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 510px"><img title="The Lure Of Gold" src="http://farm1.static.flickr.com/130/411453602_49363adf71.jpg" alt="The Lure Of Gold" width="500" height="335" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.flickr.com/photos/bogenfreund/411453602/</p></div>
<p>Artikel auf Anfrage empfinde ich als eine große Last, die nur wenig zielgerichtet ist. Aber wenn man so viele Anfragen per E-Mail bekommt, wie ich in den letzten zwei Wochen zu diesem Thema, dann sollte man die Forderung nach immer ein und demselben Artikel eher als Ehre denn als Pflicht auffassen. Hier soll es darum gehen, wie ich mich kurzfristig auf Prüfungen an meiner Uni vorbereite.<span id="more-1196"></span></p>
<h2>Von Informationsgoldstückchen, dem Sieb des Wissens und dem Netz des Wissens</h2>
<p>Grundsätzlich stelle ich mir vor, dass wir mit unserer Geburt (manche mögen meinen sogar schon davor) in eine reißende Flut der Informationen geworfen wurden. Das Wichtigste, was wir lernen können, ist es uns ein Sieb anzueignen, mit dem wir die relevanten von den unrelevanten Informationen trennen. Dies ist das Sieb des Wissens. Ein Filter. Unsere Sinnesorgane übernehmen gemeinsam mit unserer Aufmerksamkeit und unserem Bewusstsein diese Aufgabe. Der nächste Schritt besteht dann darin, die hereingelassenen Informationen in ein Netz des Wissens einzuflechten. Die Besonderheit besteht darin, dass dieses Netz nicht gleichmäßig geknüpft ist, sondern an einigen Stellen sehr weitmaschig, an anderen sehr eng. Neue Informationen – nennen wir sie einfach Goldstücke – müssen also manchmal ganz viele Verknüpfungsfäden bekommen, um Halt zu finden. Lernen beziehungsweise einprägen bedeutet den Vorgang, viele Verknüpfungsfäden auszubilden. Wer büffelt, sich den Stoff einpaukt, der geht etwas anders vor: Er versucht durch stures Widerholen einen einzigen Verknüpfungsfaden so dick zu machen, dass das Goldstück nicht herunterfällt. Das kann funktionieren, jedoch reißt das Tau, ist das Goldstück verloren.</p>
<p>Der erhebliche Nachteil bei diesen Fäden ist, dass diese regelmäßig überprüft werden müssten, damit sie halten. Das ist der Grund warum Eingepauktes manchmal länger im Kopf bleibt als gut und gründlich Gelerntes. Diese Überprüfungen machen jedoch Sie allein, und weil sie auch noch anderes zu tun haben, bleibt vieles auf der Strecke. Aber ich kann Sie beruhigen. Nichts ist reißfester als Ihr Wissensnetz. Wenn Sie die Fäden nicht überprüfen, können Sie diese nicht wieder fest anziehen. Die Fäden leiern also aus, der Weg der Spinne bis zum Goldstück braucht länger, als mit gut angezogenen Verbindungsfäden.</p>
<p>Lassen Sie mich noch einmal Ihre Rolle bei der Geschichte mit den Goldstückchen verdeutlichen: Ihre Aufgabe ist es, die relevanten Informationen zu herauszusuchen und diese dann so einzuweben, dass sie möglichst viele und sehr stark angezogene Verbindungsfäden haben, so dass sie auf dem am stärksten angezogenen (und damit kürzesten) Weg zu Ihrem Goldstück/ Ihrer Information gelangen. Wie geht das?</p>
<p>Im vergangenen Semester (Einführung in die Politikwissenschaften) musste ich für die Klausur eine Liste von Zentralbegriffen lernen, die Max Weber in seinem Politikkonzept verwendet: <em>Macht, Gewalt, Herrschaft, Territorium, Monopol legitimer Gewalt, Legitimität</em>.</p>
<h2>Die Fäden knüpfen</h2>
<ol>
<li><strong>Symbole finden.</strong> Wenn Sie eine Liste auswendig lernen wollen, sollten Sie für jeden Listenpunkt ein Symbol oder ein kleines Bildchen finden, noch besser einen kleinen Clip: <em>Macht</em> – Schwert; <em>Gewalt</em> – ein Mann mit blutiger Nase und blauem Auge; <em>Herrschaft</em> – eine Krone, Zepter und Reichsapfel; <em>Territorium</em> – eine Landkarte; <em>Monopol legitimer Gewalt </em>– das Gebäude der Krefelder Hauptpost (Postmonopol; jedes andere Postamt funktioniert auch) und einen Boxer, der mit roten Handschuhen auf das Gebäude einschlägt; <em>Legitimität</em> – die berühmte Waagschale der Justitia. Schreiben Sie sich die Symbole zu Ihren Stichpunkten und gehen Sie diese Verbindung so lange durch, bis Sie die Zuordnung beherrschen, ohne auf ihr Blatt zu gucken.</li>
<li><strong>Die Symbole zu einem Prozess verbinden.</strong> Besonders wenn es auf die genaue Reihenfolge der Punkte ankommt, ist dieser Schritt wichtig. In unserem Beispiel (in dem die Reihenfolge nicht so wichtig ist) bedeutet dies: Ich stelle mir einen kleinen Prinz vor, der irgendwann einmal ein guter Politiker sein soll und sein Land regiert. Zunächst zieht er wie König Artus sein Schwert (<em>Macht</em> – nennen Sie die einzelnen Punkte ruhig auch während sie sich die Geschichte laut aufsagen) aus einem großen Stein. Währenddessen bedrängt ihn ein Mann mittleren Alters, den er aber durch zwei Stöße mit seinem Ellbogen abwehrt. Der Mann hat dann eine blutige Nase und ein blaues Auge (<em>Gewalt</em>). Vom Himmel fällt nach diesem Erfolg eine Krone auf sein Haupt herab (<em>Herrschaft</em>). Der Prinz geht weiter und der Wind um ihn herum klatscht ihm eine alte Landkarte ins Gesicht , die er wegpackt (<em>Territorium</em>). Vor der Krefelder Hauptpost angekommen beginnt er, wie wild mit seinen roten Boxhandschuhen auf das Gebäude einzuklopfen (<em>Monopol legitimer Gewalt</em>). Doch ehe das Gebäude zusammenbricht, zoomen wir aus der Situation heraus und bemerken, dass sich unsere kleine Geschichte in der rechten Waagschale einer Waage abgespielt hat (<em>Legitimität</em>). Erwähnenswert ist noch, dass diese Waagschale auf dem Pult eines alten Webers steht, der gerade einen „Strammen Max“ zum Abendessen verzehrt.</li>
</ol>
<h2>Die Fäden festziehen</h2>
<p>Oft werden Sie die oben genannten Schritte überhaupt nicht benötigen. Auf Grund Ihrer Vorkenntnisse und dem was sie eh schon wussten oder was sie noch aus der Vorlesung behalten haben. Aber in vielen Fällen werden sie den ersten Punkt anwenden, und wenn die Reihenfolge wichtig ist oder sie einfach einen Punkt immer wieder vergessen, dann verwenden Sie auch die kleinen Geschichten, die Ihre gefundenen Symbole zu einem Prozess verbinden. Noch viel wichtiger aber ist das Wiederholungssystem. Es ist sozusagen der Schlüssel zum behalten. Was sie vorher gemacht haben, sind Fäden zwischen Goldstück und bestehendem Netz zu kreieren, jetzt ziehen sie diese Fäden fest, in dem Sie auf eine sehr effiziente Weise wiederholen.  Was Sie benötigen, ist ein brauchbares Wiederholungssystem:</p>
<p>Mein Wiederholungssystem ist eigentlich ganz einfach. Strukturell ist es eine Mischung aus dem „Chinaprinzip“ und dem Karteikartensystem. Meine gesamten Stichwortlisten sehen wie folgt aus:</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="230" valign="top">Wie lauten   die 6 Zentralbegriffe im Politikkonzept Max Webers?</td>
<td width="230" valign="top">
<ul>
<li>Macht</li>
<li>Gewalt</li>
<li>Herrschaft</li>
<li>Territorium</li>
<li>Monopol   legitimer Gewaltt</li>
<li>Legitimität</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Auf der einen Seite steht eine Frage, die möglichst angibt, wie viele Elemente („<em>6 Zentralbegriffe</em>“) meine Liste enthält, welcher Person/Theorie/etc („<em>Max Weber</em>“) die Liste zuzuordnen ist und wie man diese Liste betiteln würde („<em>Politikkonzept&#8221;</em>). Wenn wir Fragen stellen, sucht das menschliche Gehirn von Schulzeiten an nach einer Antwort. Stellen Sie also immer Fragen zu dem, was Sie gerne lernen und behalten möchten!</p>
<p>Wenn Sie zum gesamten Stoff Ihrer Lerneinheit Karteikarten mit Frage und Antwort erstellt haben, haben Sie den größten Teil geschafft. Machen Sie jetzt gegebenenfalls noch die Symbole und die Geschichten. Allein dadurch werden Sie alle Goldstücke an mindestens einem kleinen Faden hängen haben. Gehen Sie nun wie folgt vor:</p>
<p>Drucken Sie ihre Karteikarten aus oder legen Sie alle handgeschriebenen Karteikarten auf einen Stapel. Unterteilen Sie dann Ihren Stapel in Unterstapel, so dass sie 4 bis 7 Fragen auf einem Unterstapel liegen haben. Nehmen Sie einen der Unterstapel. Stellen Sie sich hin. Ich möchte, dass Sie sich nun eine spannende Situation vorstellen. Sie sind erfolgreich mit ihrem Studium gewesen und man hat Sie sofort für sehr viel Geld zum Privatprofessor oder zur Privatprofessorin (es gibt zu wenige Professorinnen, nur 8%!) gemacht. Ihre Studenten bereiten sich auf Ihre Abschlussklausur vor und dürfen Ihnen heute in einem schönen, großen Hörsaal Fragen zur Klausur stellen. Ihre Studenten haben endlos viele Fragen (gut, dass sie an einer Eliteprivatuniversität beschäftigt sind, die sie auch für eine ganze Menge überstunden bezahlt). Jede Frage auf Ihrem Unterstapel ist eine Frage, die Ihnen ein Student stellt. Sie beantworten diese Aufrichtig. Und sehr viel ausführlicher, als es auf Ihrem Antwortzettel geschieht:</p>
<ol>
<li>Nennen Sie kurz die Antwortpunkte ihrer Karteikarte und das Oberthema, zu dem diese Frage gehört. Wann in der Vorlesung ist diese Frage aufgekommen bzw. die Antwort relevant gewesen? Ordnen Sie ausführlich ein. Falls Sie eine Frage nicht beantworten können, schauen Sie in der Antwort/ Ihren Unterlagen nach. Sagen Sie Ihren Studenten, dass Sie ehrgeizig sind und beantworten Sie die Frage so oft, bis die Antwort sitzt und Sie diese Auswendig können. Konzentrieren Sie sich auf Zusammenhänge und Anknüpfungspunkte und auf Ihre Symbole und Geschichten.</li>
<li>Erzählen Sie Ihren Studenten in jedem Fall auch die Merkwörter bzw. die dazugehörige Geschichte. Sonst lernen Ihre Studenten ja nie etwas. Man muss diesen faulen Socken heute sogar schon die passenden Merkhilfen mitliefern.</li>
<li>Wenn Sie bereits eine passende Frage beantwortet haben, die zum gleichen Thema gehört und sich irgendwie damit verknüpfen lässt, rekapitulieren sie diese gleich noch einmal mit.</li>
<li>Gehen Sie einen Stapel einmal durch. Dann: Vielleicht kennen Sie auch so eine dieser übereifrigen Studentinnen, die alle Fragen noch mal stellen, weil sie die Antworten mitschreiben wollen. Tragen Sie noch einmal alle Antworten auf alle Fragen vor (siehe Punkt 1)</li>
<li>Gehen Sie während dessen im Raum auf und ab. Das wird ihr Gehirn auf eine bessere Auswendiglernleistung bringen. Fragen Sie einen Biologen oder einen Arzt!  (oder hören Sie einfach auf mich.)</li>
<li>Wenn Sie den Unterstapel im ersten Durchgang ausführlich und im zweiten Durchgang kurz bearbeitet haben, wird Ihnen ungefähr die Hälfte bekannt vorkommen. Machen Sie jetzt eine Pause von 5 bis 15 Minuten. Hören Sie auf Ihren Körper. Machen Sie aber unter keinen Umständen länger Pause.</li>
<li>Gehen Sie dann den ersten Unterstapel wieder kurz durch. Anschließend folgen die Punkte 1 bis 4 für den nächsten Unterstapel. Machen Sie immer so weiter. Vor jedem neuen Unterstapel wiederholen sie kurz alle vorangegangen („Chinaprinzip“). WICHTIG: Um einen äußerst nachteiligen Mangel zu verhindern, den die Psychologen „seriellen Positionseffekt“ nennen, müssen Sie sobald sie drei „alte“ Unterstapel haben, dies Reihenfolge der Unterstapel gut durchmischen. Manchmal hilft es auch, die einzelnen Karten innerhalb eines Unterstapels zu durchmischen. Sonst merken Sie sich nur, was im ersten und letzten Stapel liegt. Den Rest nimmt Ihr Gehirn nicht so wichtig.</li>
<li>Das gute am Ende ist, dass Sie fertig sind. Jeder Unterstapel wurde behandelt. Besonders gründliche Menschen haben sogar noch mal alle Karten von vorne bis hinten durchgesehen und (fast) alle richtig beantwortet. Das es nur fast alle Antworten sind, und sie bei manchen noch „Hänger“ oder Schwierigkeiten hatten, ist nicht schlimm. Ihr Gehirn wird diese noch verarbeiten. Es muss die neuen Informationen erst noch unbewusst verarbeiten. Es braucht quasi eine Inkubationszeit. Die Informationen sind in Ihrem Kopf, so wie die Viren in Ihrem Körper. Es braucht ein bisschen Zeit, bis Sie den Effekt merken (kein schönes Beispiel, ich weiß).</li>
</ol>
<h3>Wir haben mit dieser Technik alles gemacht, was Lernpsychologen schon lange wissen und fordern:</h3>
<ul>
<li>Durch die Symbole und Geschichten haben wir uns Modelle von unserem neuen Wissen geschaffen. Zugleich haben wir Neues mit Bekanntem verbunden. Und das Wissen wurde strukturiert.</li>
<li>Die Fragen regen unser Gehirn an, Antworten zu finden.</li>
<li>Wir haben durch unsere Vorstellungskraft unser Gehirn in die Lage versetzt, den Kontext des Wissenserwerbs und Wissensabrufs mit einem Professor – also jemandem, der sich in dem Fachgebiet besonders gut auskennt – zu verbinden. Das wird unser Gehirn anregen und öffnet unsere Kanäle für Problemlösung und das Einordnen neuer Informationen und die Ausgabe von Antworten.</li>
<li>Außerdem verwenden wir das bewährte Karteikartensystem zum Training. Durch das Vertauschen verhindern wir ein „überspringen“ der Inhalte, die in der Mitte unserer Lernsitzung Thema waren.</li>
<li>Wir haben nur sehr wenig Zeit darauf verwendet, die Fragen aufzuschreiben und die Inhalte zu lesen etc. Die meiste Arbeitsleistung wird durch das immer wieder erneute Testen (Beantworten von Fragen dummer Studenten) erreicht. Tatsächlich können wir mehr besser länger und schneller behalten, wenn wir getestet werden. Nicht wenn wir lernen. Was getestet wurde und dann richtig abgerufen wird, bleibt im Kopf.</li>
<li>Die Fragen im Karteikartensystem haben wir so gestellt, wie die Schilder auf einer Autobahn uns den Weg weisen. Region, größere Stadt, Ort. Hauptthema, Theorie und Name, Listenteile und Art der Listenelemente.</li>
<li>Wir haben durch das ausführliche Beantworten der Fragen und das Erläutern des gesamten Themas eine starke Verarbeitungstiefe erreicht. Wir haben die Lernelemente mit Bedeutung versehen. Weil wir und die Symbole und Geschichten und Merkhilfen selbst überlegt haben (Eigenaktivität), erzielen wir eine noch bessere Gedächtnisleistung.</li>
</ul>
<p>Natürlich gibt es auch viele andere Wege, die ebenso ans Ziel führen. Natürlich ist dieses Vorgehen kurzfristig und kein Selbstmanagementsystem. Dass Sie sich genügend Zeit zum Lernen nehmen, dafür müssen Sie selbst sorgen. Zu Prioritäten sollten Sie hier auf WaterClearMidn aber genug finden&#8230; Abschließend sei noch darauf verwiesen, dass ich diese Methode in den Sozial- und Geisteswissenschaften verwende, in der Psychologie – einer Naturwissenschaft – funktioniert sie allerdings auch.  Und: Eine solche Prüfungsvorbereitung ist ein kleines Stückchen einer großen Torte „Lernen“. Vieles, was Ihnen das Leben und Lernen einfacher machen könnte, wie gute Aufzeichnungen, frühzeitiges Lernen, etc sind nicht Gegenstand dieser Ausführung (aber deshalb nicht mindergut oder minderwichtig).</p>


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</ol><hr></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zielsetzung und Zielerreichung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 22:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wenn wir unsere Aufmerksamkeit mit etwas beschäftigen oder gleichsetzen, werden wir Glück empfinden, solange wir darin vertieft sind. Dieses Glücksgefühl kommt von unserem eigenen Selbst, wenn es auf etwas konzentriert ist, in dem wir aufgehen. Es ist seine eigene Widerspiegelung des Glücks, nicht etwa ein vorhandenes Glück in der Sache selbst, mit der es sich [...]


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</ol><hr>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption alignnone" style="width: 385px"><img title="http://farm3.static.flickr.com/2474/3586321697_87ff6c722e.jpg" src="http://farm3.static.flickr.com/2474/3586321697_87ff6c722e.jpg" alt="Art of Shaolin Kung Fu" width="375" height="500" /><p class="wp-caption-text">Quelle: http://www.flickr.com/photos/kevinpoh/3586321697/</p></div>
<blockquote><p>&#8220;Wenn wir unsere Aufmerksamkeit mit etwas beschäftigen oder                 gleichsetzen, werden wir Glück empfinden, solange wir  darin                 vertieft sind. Dieses Glücksgefühl kommt von unserem  eigenen                 Selbst, wenn es auf etwas konzentriert ist, in dem wir  aufgehen.                 Es ist seine eigene Widerspiegelung des Glücks, nicht  etwa ein                 vorhandenes Glück in der Sache selbst, mit der es sich                 beschäftigt. Es ist so lange glücklich wie es ganz eins  mit                 dieser Sache ist, von ihr in Anspruch genommen, mit ihr                 identifiziert.&#8221;<br />
<em>Kirpal Singh, spirit. Meister des Surat Shabd Yoga</em></p></blockquote>
<p>Eine der wichtigsten Lehren in Kampfsportarten ist es einen klaren Geist zu haben. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als ich zum ersten Mal einen klaren Geist hatte. Schlag Richtung Kopf, Kniestoß, Ellbogenhaken, Blocken, Ellbogenstoß, Tritt, Drehung. Alles funktionierte im wahrsten Sinne des Wortes „Schlag auf Schlag“. Das ist der Moment, in dem man seinem eigenen Können, seinen Fähigkeiten vertraut und sich die eigenen Handlungen von allein auf den Weg machen. Kung Fu. Erstaunlicherweise kommen die Schläge und Stöße an. Ein innerer Steuermann übernimmt die Kontrolle und sorgt für effektives Wirken und Agieren. Das ist Flow.</p>
<p>Scheinbar selten trifft man Flow bei der geistigen Arbeit wieder. Wie schön wäre es, eine zweistündige Klausur zu schreiben (oder in der Arbeitswelt einen zweistündigen Verhandlungsmarathon abzuhalten) und dabei in einen reißenden Fluss des Könnens, Problemlösens und Handelns zu gelangen. Es geht um das Gefühl, sein Bestes gegeben zu geben und sich dabei nicht zu überanstrengen.</p>
<p>Wer aber eine gute Performance, eine gute Willensdurchsetzung hinlegen will, der benötigt zunächst einmal Motive und Ziele. Vor der Durchsetzung dessen, was man erreichen will, kommt die Willensbildung. Es geht um Planung, um Zielsetzung. Motivation.<span id="more-1190"></span></p>
<h2>Lernen Sie in 4 Schritten Ihre Ziele kennen!</h2>
<p>Ich möchte, dass Sie sich einen Stift und Papier zur Hand nehmen und sich einen besonders schönen Platz suchen, was Ihnen diesen Sommer wohl nicht schwer fallen wird. Was wir brauchen ist Inspiration. Und genügend Zeit. Vielleicht wird das eine der wichtigsten Stunden Ihres Lebens. Gleich werden Sie ein großes Bild malen, von ihrer Vision des eigenen Lebens. Eine Liste (oder eine Mind Map) voll mit Zielen, Wünschen, Veränderungen. Das Ideal der Begeisterung. Ihre Landkarte mit dem Pfad durchs Leben. Schreiben Sie Ihre Träume auf.  Verwenden Sie Ihren gesunden Menschenverstand und lassen Sie Ihre Ideen übersprudeln, arbeiten Sie ohne Beschränkung und legen Sie fest, wie alles sein soll. Wenn Sie nicht scheitern können, was würden Sie dann tun?</p>
<p><strong>Was wollen Sie haben? Was wollen Sie tun? Was wollen Sie sein?</strong></p>
<ol>
<li><strong>Positive Ziele</strong>. Was wollen Sie erreichen? Seien Sie konkret und formulieren Sie nicht, was Sie vermeiden wollen, sondern was Sie erreichen wollen. Es geht nicht darum, was Sie abschaffen wollen, sondern wie Ihre Veränderung aussieht.</li>
<li><strong>Präzision.</strong> Seien Sie so genau wie möglich? Was sehen Sie, wenn Sie an Ihr Ziel denken? Wie fühlt es sich an? Was hören Sie, riechen Sie, schmecken Sie? Wer ist bei Ihnen? Wie fühlt es sich an? Sie benötigen alle Sinne, denn ihre Landkarte ist nicht bloß das Papier auf dem Sie schreiben. Was genau wollen Sie? Was genau sind Ihre Ziele?</li>
<li><strong>Wer immer nur mehr will, wird ertrinken.</strong> Was Sie brauchen, sind Kriterien, Maßstäbe mit denen Sie Ihr Ziel festmachen. Ziele sind qualitativ oder quantitativ <em>konkret</em> beschriebene Arbeits- und Verhaltenszustände. Sie brauchen eine Haltelinie, damit Sie wissen, wann Sie Ihr Ziel erreicht haben. Wer nicht weiß, wie viel es steht, der macht sich sorgen um seine Mannschaft, obwohl sie bereits am gewinnen ist.</li>
<li><strong>Erreichbare Ziele.</strong> Ihre Ziele müssen erreichbar sein. Sie selbst haben die Kontrolle! Um an ihr Ziel zu kommen, müssen Sie es auslösen können und selbst dahingelangen können. Nur Faktoren, die Sie selbst beeinflussen können, bringen Sie ans Ziel. Ihr Ziel darf nicht von Anderem und Anderen abhängen!</li>
</ol>
<h2>Die unterschiedlichen Zieldimensionen:</h2>
<p>Ich bitte Sie noch einmal, Ihre Liste durchzugehen, damit wir sicher gehen können, dass sich alles auf Ihrem Blatt befindet. Haben Sie an alles gedacht? Hier ein kleiner Katalog:</p>
<ul>
<li><strong>Körper und Geist</strong></li>
<li>Gesundheit</li>
<li>Ernährung</li>
<li>Mentale Kompetenz</li>
<li><strong>Beruf und Leistung</strong></li>
<li>Erfüllte Arbeit</li>
<li>Anerkennung</li>
<li>Karriere</li>
<li>Finanzieller Erfolg</li>
<li><strong>Soziale Kontakte</strong></li>
<li>Familie</li>
<li>Freunde</li>
<li>Gruppen</li>
<li>Soziale Kompetenzen</li>
<li><strong>Lebenssinn</strong></li>
<li>Kultur</li>
<li>Spiritualität</li>
<li>Liebe</li>
<li>Soziales Engagement</li>
<li>Lernen und Demut</li>
</ul>
<h2>Smarte Ziele</h2>
<p>Wir haben Ihre Ziele bis hierher <strong>s</strong>pezifisch (also präzise und eindeutig), <strong>m</strong>essbar (quantitativ oder qualitativ), <strong>a</strong>ttraktiv (positiv, motivierend), <strong>r</strong>ealistisch (für Sie selbst erreichbar) formuliert. Was uns für Ziele, die <strong>smart</strong> sind,   noch fehlt, ist die Ziele <strong>t</strong>erminiert zu formulieren. Das wollen wir jetzt erledigen. Früher hätte ich Sie aufgefordert, ein drittes Mal diese Liste durchzugehen und festzulegen, wann Sie Ihre einzelnen Ziele erreicht haben wollen. Heute weiß ich, dass eine andere Vorgehensweise viel findiger ist:</p>
<h1>Wie Sie in 10 Stufen vom Festlegen der Zielbilder zu Ihrem Ziel gelangen</h1>
<ol>
<li><strong>Machen Sie sich Ihre Gegenwart bewusst. </strong>Wo stehen Sie in den Bereichen Ihre Lebens (nehmen Sie gegebenenfalls noch mal den Katalog von oben zur Hand)? Was ist Ihre Ausgangssituation, was ist der Ist-Zustand?</li>
<li><strong>Wählen Sie eines Ihrer Ziele aus.</strong> Vielleicht drängt sich intuitiv eines in den Vordergrund. Andernfalls gehen Sie einfach von oben nach unten Ihre Liste durch.</li>
<li><strong>Identifizieren Sie Zweifel, Einwände und Widerstände. </strong>Was hindert Sie daran, das Ziel zu erreichen? Wo in ihrem Körper spüren Sie Sorgen, Einwände, Zweifel? Hat dieses Hindernis einen Namen? Räumen Sie Ihre Zweifel, Einwände und Widerstände aus: <strong>Identifizieren und würdigen Sie die positiven Absichten, die hinter den Hindernissen stecken.</strong> Warum gibt es diese Ängste, Sorgen, Zweifel, Einwände, Widerstände? Welche Funktion erfüllen sie? Sorgen Sie dafür, dass genügend Sicherheit mit eingeplant wird? Wozu sind sie gut? Wer kann den Sinn und Zweck der hinter diesen positiven Absichten steckt, besser einnehmen? Ein mentaler Mentor? Ein Symbol? eine bestimmte Fähigkeit, die Sie innehaben? Wir wollen die positive Absicht nicht loswerden, sie soll präsent bleiben, sie stellt so etwas wie ein kleines Unterziel dar. Aber wir wollen nicht, dass die positive Absicht mit hinderlichem, negativen Stress verbunden im Kopf gehalten werden.</li>
<li><strong>Schaffen Sie einen Zeitrahmen.</strong> Wann wollen Sie Ihre Ziele erreicht haben? Jetzt? Bald? In fünf, zehn, zwanzig Jahren?</li>
<li><strong>Legen Sie realistische Ziele für die kommenden 365 Tage fest.</strong> Was wollen Sie dieses Jahr erreichen? Wählen Sie vier Ziele aus! Welche 4 sind Ihnen am wichtigsten? Was löst in Ihnen Energie und Vorfreude aus?</li>
<li><strong>Bunkern Sie  Ihre Motivation.</strong> Für die ausgewählten vier Ziele sollten Sie sich jetzt überlegen, was Sie motiviert. Notieren Sie, warum es sich lohnt, „Blut, Schweiß und Tränen“ für das Ziel zu geben.</li>
<li><strong>Was würden Sie verpassen?</strong> Notieren Sie jetzt, was Sie wegen der Ziele verpassen werden. Was kosten die Ziele Ihnen? Was passiert, wenn Sie das Ziel nicht innerhalb der Frist erreichen?</li>
<li><strong>Wer müssen Sie sein?</strong> Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten benötigen Sie zur Erreichung Ihrer Ziele? Welche Ressourcen? Müssen Sie sich verändern? Braucht Ihre Persönlichkeit ein Lift up?</li>
<li><strong>Was hält Sie von der Zielerreichung ab?</strong> Was sind die Hürden und Hindernisse, die verhindern, ans Ziel zu kommen?</li>
<li><strong>Schritt für Schritt.</strong> Machen Sie anhand der vorangegangenen Erkenntnisse einen Plan, in dem Sie Schritt für Schritt ihren Weg vom Jetzt in die Zukunft, vom Motiv zur Zielerreichung beschreiben und planen. Und dann: Gehen Sie los!</li>
</ol>
<blockquote><p>&#8220;Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um  Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben, und  die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem  weiten endlosen Meer.&#8221;<br />
<em>Antoine de Saint-Exupéry, franz. Humanist und Schriftsteller</em></p></blockquote>


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