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	<description>Berater, Autor, Coach</description>
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		<title>Kartenabfragetechnik</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 11:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität und Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>

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		<description><![CDATA[Fallbeispiel: Gestern wurde ich zu einem Klienten gerufen, der um 9:00 Uhr heute früh ein 2-Jahres-Konzept für sein Projekt einreichen musste und bisher nichts als einen dürftigen ersten Entwurf hatte. Mitten in der Nacht gingen wir zuerst essen – vorher hatte er noch Termine – und entwickelten anschließend drei tragfähige Säulen, auf denen das vorgegebene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fallbeispiel</strong>: Gestern wurde ich zu einem Klienten gerufen, der um 9:00 Uhr heute früh ein 2-Jahres-Konzept für sein Projekt einreichen musste und bisher nichts als einen dürftigen ersten Entwurf hatte. Mitten in der Nacht gingen wir zuerst essen – vorher hatte er noch Termine – und entwickelten anschließend drei tragfähige Säulen, auf denen das vorgegebene Projektziel am Ende der zwei Jahre  thronen soll. Mein Klient, normalerweise sprudelnd an Ideen, hielt dies zunächst für ein kaum mehr zu schaffendes Unterfangen, mit der Wunderwaffe „Kartenabfragetechnik“ gelang es uns dennoch in kürzester Zeit.</p>
<h2>Einleitung</h2>
<p>Die Kartenabfragetechnik bezeichnet eine Moderationsmethode zur Unterstützung der Gruppeninteraktion. Als Technik zur Ideen- und Entscheidungsfindung sowie zur Problem- und Konfliktlösung ist sie eine der bekanntesten und am häufigsten eingesetzte Kreativitätstechnik.<br />
Sie wurde Ende der 1970er Jahre entwickelt und leitet sich von dem Unternehmen Metaplan GmbH ab, dass die Brüder Eberhard Schnelle und Wolfgang Schnelle 1972 in Quickborn als Planungsberatungsfirma gegründet hatten. Sie ermöglicht es, eine möglichst große Zahl an Informationen zusammen und in eine sinnvolle Ordnung zu bringen und anschließend auszuwerten.<br />
Die Prozesse der Verständigung geschehen über die Visualisierung. Die Sachebene steht im Vordergrund.</p>
<h2>Ziel</h2>
<p><strong>Ideen als Gruppe sammeln, strukturieren, bewerten und anschließend eine Umsetzung der ausgewählten Ideen verbindlich festlegen.</strong></p>
<h2>Zeitaufwand</h2>
<p>Ein Durchgang dauert meist zwischen <strong>40 bis 60 Minuten</strong>. Der Zeitaufwand ist allerdings stark abhängig von der Fragestellung und der Gruppengröße. Grundsätzlich sollte die Zeit, die für das Aufschreiben, das Anstecken, das darauf folgende Clustern und das anschließende Auswerten benötigt wird, nicht unterschätzt werden.</p>
<h2>Einsatzgebiete</h2>
<p>Die Kartenabfragetechnik ist generell zur <strong>Sammlung, Ordnung und Verdichtung von Informationen</strong> geeignet. So können unter anderem Anregungen, Vorschläge, Tipps und Ideen generiert werden.</p>
<ul>
<li>Sie ist einsetzbar zur Problem- oder Themensammlung als auch bei der Abfrage aller möglichen Ursachen eines Problems.</li>
<li>Sie ist die Basis vieler Kreativitätsmethoden.</li>
<li>Sie ist hilfreich bei Reflexionsprozessen als eine intensive Feedback-Methode einzusetzen.</li>
</ul>
<h2>Vorbereitung</h2>
<p>Für das Verfahren der Kartenabfragetehnik in einem Seminar oder in einer Klienten/-Unternehmenssitzung muss ein Unternehmen oder der Moderator Folgendes vorbereiten:</p>
<ol>
<li><strong>Räumlichkeiten.</strong> Es muss ein Raum zur Verfügung stehen, in dem das Seminar/ die Sitzung abgehalten werden kann.</li>
<li><strong>Prozesswissen.</strong> Der Moderator muss den Prozess leiten können und die Kartenabfragetechnik beherrschen. Dies ist auch bei der Auswahl eines externen Moderators zu beachten.</li>
<li><strong>Materialien. </strong>Die notwendigen Materialien müssen bereitgehalten werden.</li>
</ol>
<h3>Materialien</h3>
<p>Um ein Thema mit der Kartenabfragetechnik moderieren zu können, benötigt man Visualisierungsmittel, um die Gedanken jedes Teilnehmers für die gesamte Gruppe sichtbar zu machen. Die benötigten Materialien sind:</p>
<ul>
<li><strong>Pinnwand/Stellwand/Metaplanband.</strong> Die Stellwand sollte möglichst eine frei und beweglich im Raum stehende Schaumstoffftafel sein (150 x 150cm.), die möglichst transportabel sein sollte.<br />
Bei regelmäßiger Anwendung kann im Unternehmen aber auch eine große Pinnwand fest installiert werden.<br />
Selbstverständlich sollte man sich hier nach den vorhandenen Raumgegebenheiten richten.</li>
<li><strong>Packpapier.</strong> Papierbögen zum Bespannen der Wände (150 × 125cm) und als Träger für die Moderationskarten.</li>
<li><strong>Filzstifte.</strong> Für eine gut lesbare Schrift sowie für flächiges Colorieren eignen sich Trainermarker mit Keilspitze (für wahlweise fette und dünne Striche; empfohlene Strichdicke 2-3mm) und ergonomischen Griffmulden in verschiedenen Farben (schwarz, rot, etc.). Beziehungen und Zusammenhänge werden mit sogenannten Moderationsmarkern (ebenfalls in ausdrucksstarken Farben) dargestellt (Linien, Pfeile, Piktogramme, Bilder, Comics, Skizzen und Grafiken, Tabelle, etc.).</li>
<li><strong>Moderationskarten/Klebezettel/Post-it®s.</strong> Karten in verschiedenen Größen und Formen (Streifen für die Fragen/Themen, Rechtecke für die Ideen/Beiträge/Datensammlung, Kreise für die Überschriften beim Clustern und Ovale für konstruktive Kritik/Hinweise, die zur Auswertungsorientierung nach dem Sammeln hinzugefügt werden können).<br />
Farben (weiß oder Pastelltöne, denn die Farbe ist lediglich als Grundierung gemeint, die Schrift soll klar herausgestellt bleiben) ermöglichen zudem eine Unterteilung in mehrere Kartenabfragedurchgänge: Weiß für Ist-Analysen, Gelb für Soll-Vorstellungen, Grün für Probleme oder Rahmenbedingungen etc.<br />
Die Karten haben ein Format von 1/3 DIN A4 (21 x 10cm) und sind aus festem Papier (&gt; 120 gr/m²).<br />
Die Karten sollen dreizeilig in Halbsätzen beschrieben werden, mit einer Schrifthöhe von 2 ½ cm (damit sie aus der Ferne gut gelesen werden können).</li>
<li><strong>Pinnadeln/Klebeband/Stecknadeln.</strong> Sie dienen dem anstecken/ankleben der Moderationskarten. (Ggf. können auch Klebestifte und Schere hilfreich sein.) Mittig gesteckt genügt eine Nadel pro Karte. Die Nadeln stecken entweder in der Metaplanwand oder in einem Nadelkissen, das der Moderator am Handgelenk trägt.</li>
<li><strong>Klebepunkte.</strong> Für das spätere Auswerten/Bewerten in verschiedenen Farben und Größen,</li>
<li><strong>Digitale Kompaktkamera.</strong> Für das Fotoprotokoll.</li>
</ul>
<p>Meist stehen an den Standorten Moderationskoffer mit den benötigten Materialien zur Verfügung. Jedoch selbst bei einer spontanen Handhabung mit nur begrenztem Materialschatz können die Grundzüge der Kartenabfragetechnik umgesetzt werden. Im Notfall reichen Kugelschreiber, Post-It®s und eine leere Wand oder ein Tisch.</p>
<h2>Durchführung</h2>
<p>Kennen sich die einzelnen Teilnehmer der Gruppe nicht, achten Sie auf eine angemessene Begrüßungs- und Kennenlernphase (Begrüßung durch den Moderator, Zielplakat, Vorstellungsrunde, Blitzlicht oder andere Analogtechniken).</p>
<p>Die Durchführung einer Metaplan-Sitzung orientiert sich an den verschiedenen Phasen eines Problemlöseprozesses:</p>
<ol>
<li><strong>Aufgabe ermitteln/ Frage stellen.</strong> Ermitteln Sie mit der Gruppe eine Aufgabe (Zuruffrage &#8220;Worüber wollen wir heute sprechen?&#8221;).<br />
Stellen Sie der Gruppe die Aufgabe in Form einer eindeutigen Frage und schreiben Sie sie als Überschrift auf das Packpapier. Gegebenenfalls können Sie auch eine vorbereitete Tafel einsetzen.<br />
Erklären Sie den Gruppenmitgliedern den Ablauf und legen Sie Stifte und Karten bereit.</li>
<li><strong>Kartenabfrage durchführen.</strong> Die einzelnen Gruppenmitglieder schreiben unabhängig voneinander Stichpunkte oder Wortgruppen gut lesbar auf die Karten. Es darf nur ein Stichpunkt beziehungsweise eine Wortgruppe pro Karte stehen. Die Schreibregeln müssen durch den Moderator durchgesetzt werden.<br />
Jeder beschreibt so viele Karten, wie er möchte.</li>
<li><strong>Karten aufhängen/ Ergänzen.</strong> Reihum stellt jeder seine Idee vor und heftet sie an die Pinnwand.<br />
Verständnisfragen (&#8220;Wie ist das gemeint?&#8221;) dürfen gestellt werden, Diskussion und Kritik sind ebenso wie das bilden von Kategorien an dieser Stelle noch nicht sinnvoll. (Der divergente Sammelteil sollte stets vom konvergenten Auswertungsteil eines Kreativprozesses getrennt bleiben.)<br />
Die Gruppenmitglieder können neue Karten beschreiben, wenn neue Ideen aufkommen oder man durch vorherige Ideen inspirieren ließ beziehungsweise auf diesen aufbauen kann.</li>
<li><strong>Clustern/ Thematisch passende Karten gruppieren.</strong> In moderierter Diskussion werden die Karten geordnet und deren Zuordnung überprüft. Karten können umgesteckt werden. Gruppen von Karten können mit Überschriften versehen werden. Fehlendes kann auf Karten geschrieben und zugeordnet werden. Mehrfachnennungen werden übereinander gehangen.<br />
Mit Linien, Pfeilen, Rahmen und Symbolen können Sie die erarbeitete Systematik sichtbar machen. Karten einer Kategorie können eingerahmt werden. Linien können die Kategorien verbinden, Pfeile geben Richtungen an. Symbole können wichtiges besonders hervorheben. Ein Wechsel von Farbe, Linie, Schrift, Größe Form verdeutlicht den Bedeutungswandel des Inhalts. Entsprechend Sachstruktur wird die Kartenlandschaft zusammengestellt als Listen, Reihen, Skalen, Koordinatenkreuze, Tabelle, Baumstruktur, Pyramide, Netz, Würfel, Räume etc. Die Reduktion der Komplexität erfolgt durch Betonung und Gruppierung. Neben gebundene Darstellungen wie Listen und Tabellen, Bäumen oder Netzen können freie Formen die Kompositionsvielfalt durch vereinbarten Zeichen und Symbolen bestimmen.<br />
Die Informationsqualität bewegt sich in der Balance zwischen Strukturiertheit und Visualisierung.</li>
<li><strong>Ideen Bewerten.</strong> Schwerpunkte kristallisieren sich durch eine Bewertung heraus. Die Gruppenmitglieder erhalten Klebepunkte und kleben sie auf die Karten. Jeder verteilt sechs Punkte auf die wichtigsten Stichpunkte. Sechs Punkte werden auf drei Karten verteilt. Wenn jeder drei, zwei und einen Punkte vergibt, werden Schwerpunkte schneller deutlich. Die Vergabe der Punkte sollte anschließend besprochen werden, damit Beweggründe deutlich werden.<br />
Statt Punkte zu kleben können auch wie beim Kartenspielen Striche verteilt und in 5er-Blöcken gezählt werden.<br />
Nach dem Clustern können die Schwerpunkte bereits vollständig herausgearbeitet sein, so dass hierzu keine Bewertung nötig erscheint. Wenn zwischen den Schwerpunkten jedoch eine Entscheidung getroffen werden soll, kann auch hier die Punktvergabe sinnvoll sein.</li>
<li><strong>Abschlussdiskussion/ Umsetzungsplanung.</strong> Zum Schluss werden alle Energien der Gruppe noch mal zusammengeführt und gemeinsam das Geleistete und Erreichte gewürdigt und auch das noch nicht Erreichte benannt. Diskutieren Sie die Ergebnisse mit den Gruppenmitgliedern (Zufriedenheit erfragen, Feedback an der Moderationstätigkeit mitschreiben). Fassen Sie die Ergebnisse abschließend zusammen und nutzen Sie sie im weiteren Verlauf der Präsenzveranstaltung.<br />
Oft werden aus den bearbeiteten Themen Aufgaben oder Projekte abgeleitet. Legen Sie verbindlich fest, was der nächste Schritt zur Umsetzung ist. In einer To-Do-Liste wird dabei festgehalten, wer was wann wo wie mit wem bis wann tut. Sie dient auch zur Dokumentation des aktuellen Bearbeitungsstandes.  Ein Ausblick auf die weitere Entwicklung beschließt die Moderation.</li>
<li><strong>Fotodokumentation.</strong> Ein Foto des fertigen Metaplans mit einer Digitalkamera (mindestens 3 Megapixel) kann für den weiteren Prozess eine wichtige Dokumentation darstellen. Im Gegensatz zur Abschrift stellt das Foto eine authentische Wiedergabe des Ergebnisses dar und sichert, das kein Manipulationsvorwurf entstehen kann. Auch der Verlauf und Zwischenergebnisse können so dokumentiert werden. Bilder können per E-Mail verschickt oder als Protokoll ausgedruckt und so dokumentiert werden.<br />
Zum Schluss werden die Karten mit einem Klebestift auf das Packpapier geklebt und das Ganze im Projektraum zur Visualisierung und weiteren Verwendung aufgehängt.</li>
</ol>
<p>Die Durchführung der Kartenabfragetechnik ist unglaublich variabel und muss der Situation angepasst werden.</p>
<h3>Hinweise zur erfolgreichen Anwendung der Kartenabfrage</h3>
<ul>
<li>Die Einhaltung des logischen Ablaufs der einzelnen Phasen ist wichtig.<br />
Ebenso sollten Sie auf eine strikte Trennung von divergenten und konvergenten Phasen achten.</li>
<li>Neben der Kartenabfrage sollten Sie vor allem beim Clustern darauf achten, anders gestaltete Karten (Form, Farbe, Größe, Beschriftung) zu verwenden, damit sie sich von den Ideen abheben.</li>
<li>Wichtig ist eine ausreichende Schriftgröße, damit die Karten auch aus einiger Entfernung noch gut gelesen werden können<br />
Es sollen nur Stichpunkte verwendet werden, das Notieren ganzer Sätze soll unterbleiben.</li>
<li>Bei größeren Gruppen kann es sinnvoll sein, das zwei Personen die Metaplan-Sitzung moderieren: Eine Person kann dann den Prozess leiten, während die andere die Karten anpinnt bzw. gruppiert, schreibt und assistiert.</li>
<li>Die Kartenabfragetechnik kann jederzeit durch andere Kreativitätsmethoden ergänzt werden.</li>
<li>Pausen müssen unbedingt eingeplant werden.</li>
<li>Geben Sie jeder Phase genügend Zeit.</li>
</ul>
<h3>„Kunst des Schreibens auf Karten“</h3>
<ul>
<li>Die Karten sollen jeweils nur mit einem Argument beziehungsweise mit maximal drei Zeilen oder sieben Worten beschrieben werden!</li>
<li>Wichtig: Die Karten müssen in großer und deutlicher Schrift beschrieben werden, am besten mit einem dicken Filzschreiber, denn die Karten müssen aus einem Abstand von 8-10 Metern noch lesbar sein! Die Teilnehmer sollten möglichst in Blockschrift schreiben, dies erhöht die Lesbarkeit.</li>
<li>Der Moderator stellt der Gruppe die Problemfrage. Es bietet sich an diese Frage z.B. auf dem Flipchart oder einer Tafel zu visualisieren. Sollen mehrere Fragen (üblich sind aber nicht mehr als zwei) der Gruppe gestellt werden, kann hier schon durch die Verwendung von Farben eine Zuordnung der Argumente auf verschiedenfarbige Karten der Teilnehmer realisiert werden.</li>
<li>Druckbuchstaben mit den richtigen Zwischenräumen, Ober- und Unterlängen, sowie einer senkrechten Buchstabenausrichtung und einem deutlichen Schriftbild sichern eine gute Lesbarkeit der Kartenlandschaften aus einer Entfernung von drei bis sieben Meter. Zudem bleiben die Pinwandinformationen ebenso im Fotoprotokoll lesbar. Damit ist eine Voraussetzung für das Gelingen der Aktion und Kommunikation erfüllt.</li>
</ul>
<h3>Welche Kompetenzen werden bei der Anwendung der Kartenabfragetechnik angesprochen?</h3>
<blockquote><p>Bei der Kartenabfragetechnik werden von den Teilnehmern unterschiedliche Kompetenzen abverlangt.<br />
Seitens der Moderatoren:</p></blockquote>
<ul>
<li><em>Organisationskompetenzen (Bereitstellung von Raum, Materialien),</em></li>
<li><em>Erstellen eines Ablaufplanes,</em></li>
<li><em>Überblick behalten,</em></li>
<li><em>Wenn Abschweifungen innerhalb der Gruppe auftreten, Gruppe wieder in die richtige Richtung lenken.</em></li>
</ul>
<blockquote><p>Seitens der Teilnehmer:</p></blockquote>
<ul>
<li><em>Bereitschaft zum Mitarbeiten,</em></li>
<li><em>Eigenen Standpunkt haben,</em></li>
<li><em>Selbstdisziplin,</em></li>
<li><em>bei der Kartenpräsentationen, die anderen Meinungen akzeptieren.</em></li>
</ul>
<p>(Quelle: Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaft und ökonomische Bildung an der Technischen Universität Dortmund. <em>Wirtschaftsdidaktisches Online-Lexikon WidaWiki</em>. Abgerufen am 3. Januar 2012 von Metaplantechnik: <a href="http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Metaplantechnik" target="_blank">http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Metaplantechnik</a>).</p>
<h2>Vorteile und Nachteile der Kartenabfragetechnik</h2>
<h3>Zu den Vorteilen der Kartenabfragetechnik gehören:</h3>
<ul>
<li>Eine schnelle Ergebnissicherung ist möglich,</li>
<li>Die Entwicklungszeit neuer Ideen lässt sich stark verkürzen,</li>
<li>Die Mitarbeiter/Gruppenmitglieder/Klienten werden systematisch in ihrer Kreativität gefördert,</li>
<li>Der Teamgeist wird gestärkt,</li>
<li>Durch die Aktive Einbindung der Gruppenmitglieder in den Gesamtablauf wird Verantwortungsbewusstsein geschaffen.</li>
<li>Zeitersparnis gegenüber diskutierten Beiträgen,</li>
<li>Gruppierung und Strukturierung sind möglich,</li>
<li>Alle antworten zunächst gleichzeitig und unbeeinflusst voneinander (unbeeinflusste Stellungnahme aller),</li>
<li>Es gehen keine Antworten verloren,</li>
<li>Es gibt die Möglichkeit diese Methode entweder anonym oder offen zu gestalten.</li>
</ul>
<h3>Zu den Nachteilen gehören:</h3>
<ul>
<li>Der Einsatz eines neutralen Moderators ist wichtig,</li>
<li>zu große Gruppen beeinflussen Effizienz negativ,</li>
<li>Kognitive Inferenzen sind durch das Nachdenken über fremde Ideen denkbar,</li>
<li>Bewertungsängste können das &#8220;Unterschlagen&#8221; von Ideen bewirken.</li>
<li>Abstimmungen sind weder gleich noch geheim,</li>
<li>hoher Anschaffungspreis für Tafeln und Verbrauchsmaterial.</li>
</ul>
<h4>Mögliche gruppendynamische Probleme:</h4>
<ul>
<li>Skepsis der Teilnehmer,</li>
<li>Mangelnde Motivation zur aktiven Teilnahme,</li>
<li>Übermotivation einzelner Teilnehmer demotiviert und verärgert andere,</li>
<li>gemeinsame Interessen und Ziele werden nicht verdeutlicht,</li>
<li>Die Fragestellung sollte möglichst deutlich formuliert werden. Bei mehreren Fragestellungen sollte auf Überschneidungsfreiheit geachtet werden, sonst sind Wiederholungen vorprogrammiert.</li>
</ul>
<h2>Literatur</h2>
<ul>
<li>Institut für Vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. (kein Datum). <em>Darstellung</em>. (K. Reich, Herausgeber) Abgerufen am 3. Februar 2012 von Unterrichtsmethoden im konstruktiven und systemischen Methodenpool der Universität Köln: <a href="http://methodenpool.uni-koeln.de/moderation/moderation_darstellung.html" target="_blank">http://methodenpool.uni-koeln.de/moderation/moderation_darstellung.html</a>.</li>
<li>Instituts für Verbundstudien der Fachhochschulen NRW. (kein Datum). <em>Verbundsstudium</em>. Abgerufen am 3. Februar 2012 von Metaplantechnik: <a href="http://www.verbundstudium.de/medien-und-methodenmix/methodensammlung/metaplantechnik" target="_blank">http://www.verbundstudium.de/medien-und-methodenmix/methodensammlung/metaplantechnik</a>.</li>
<li>Kornmeier, M., &amp; Schneider, W. (2006). <em>Balanced Management: Toolbox für erfolgreiche Unternehmensführung.</em> Berlin: Schmidt.</li>
<li>Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen . (kein Datum). <em>Metaplan</em>. Abgerufen am 3. Februar 2012 von <a href="http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/methoden_a_z/metaplan.htm" target="_blank">http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/methoden_a_z/metaplan.htm</a>.</li>
<li>Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaft und ökonomische Bildung an der Technischen Universität Dortmund. (8. April 2009). <em>Wirtschaftsdidaktisches Online-Lexikon WidaWiki</em>. Abgerufen am 3. Januar 2012 von Metaplantechnik: <a href="http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Metaplantechnik" target="_blank">http://widawiki.wiso.uni-dortmund.de/index.php/Metaplantechnik</a>.</li>
<li>Macke, G., Hanke, U., &amp; Viehmann, P. (2008). <em>Hochschuldidaktik: Lehren, vortragen, prüfen.</em> Weinheim: Beltz.</li>
<li>Mehrmann, E. (1996). <em>Moderierte Gruppenarbeit mit Metaplan- Technik.</em> Leipzig: ADMOS Media.</li>
<li>Metaplan GmbH. (kein Datum). <em>Metaplan® Basiswissen. Wie man mit Metaplan Gruppengespräche moderiert.</em> Abgerufen am 3. Februar 2012 von Metaplan – Leading Through Understanding: <a href="http://www.metaplan.de/downloads/pdf/Metaplan%20Basiswissen.pdf" target="_blank">http://www.metaplan.de/downloads/pdf/Metaplan%20Basiswissen.pdf</a>.</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Frohe und gesegnete Weinachten 2011!</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 13:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Gäste auf lukasruetten.de, eine spannende Publikationswoche später wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Gäste auf lukasruetten.de,</p>
<p>eine spannende Publikationswoche später wünsche ich Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das neue Buch enthüllt: Der Gedächtnis-Palast</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 23:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein neues Buch ist endlich auf dem Markt: Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern. Ich könnte mit der Endversion nicht zufriedener sein. Ehrlich gesagt, ich bin echt begeistert! Wenn Sie einen guten Wegweiser suchen, um das menschliche Gedächtnis zu knacken: Hier ist es! In jedem Kapitel (fast 70 Themen insgesamt!) habe ich Dinge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein neues Buch ist endlich auf dem Markt: Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern.</p>
<p>Ich könnte mit der Endversion nicht zufriedener sein. Ehrlich gesagt, ich bin echt begeistert!</p>
<p>Wenn Sie einen guten Wegweiser suchen, um das menschliche Gedächtnis zu knacken: <a href="http://lukasruetten.de/gedaechtnis-palast/" target="_blank">Hier ist es!</a></p>
<p>In jedem Kapitel (fast 70 Themen insgesamt!) habe ich Dinge aufgeschrieben, die ich analysiert und – was die Übungen angeht – Jahrelang selbst erprobt habe. Sie können auf eine gut ausgebaute Gedächtnis-Technik vertrauen! Beispielsweise habe ich &#8220;Zum Regisseurs einer Filmszene Ihrer Fantasie werden&#8221; immer wieder mit Menschen erprobt, um Ihnen die Leistungsfähigkeit Ihrer Vorstellungskraft vorzuführen und diese auf ungewöhnliche Weise massiv auszubauen. Heute habe ich ein starkes Gedächtnis, mit dem ich nicht Gedächtnismeisterschaften gewinne, sondern im alltäglichen Leben erstaunliche Leistungen erzielen kann.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Noch heute vorbestellen!</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 11:01:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gedächtnis-Palast Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern. Morgen wird das E-Book &#8220;Der Gedächtnis-Palast&#8221; das erste Mal ausgeliefert. Für Sie als WaterClearMind-Leser bedeutet das: Letzter Tag: 50% Subskritpionsrabatt Heute ist der letzte Tag unserer Vorbestell-Aktion. Wenn Sie das E-Book &#8220;Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern&#8221; bisher noch nicht vorbestellt haben, ist es heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Der Gedächtnis-Palast</h2>
<h3>Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern.</h3>
<p>Morgen wird das E-Book &#8220;Der Gedächtnis-Palast&#8221; das erste Mal ausgeliefert. Für Sie als WaterClearMind-Leser bedeutet das:</p>
<h2>Letzter Tag: 50% Subskritpionsrabatt</h2>
<p>Heute ist der letzte Tag unserer Vorbestell-Aktion. Wenn Sie das E-Book &#8220;Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern&#8221; bisher noch nicht vorbestellt haben, ist es heute noch mit einem Preisnachlass von 50% erhältlich. Wieder einmal gilt: Dieses Angebot endet um Mitternacht. Nutzen Sie also diese letzte Gelegenheit, bevor es zu spät ist. Jetzt zum günstigen Subskriptionspreis von 8,50 Euro vorbestellen!</p>
<ul>
<li><strong><a href="http://www.waterclearmind.com/wp-content/uploads/2011/08/Der-Geda%CC%88chtnispalast-Teaser.pdf" target="_blank">Vorschau herunterladen</a>.</strong> Damit Sie die Katze aber nicht im Sack kaufen, möchte ich Sie noch einmal auf die Gelegenheit hinweisen, sich die kostenfreie Vorschau des E-Books anzusehen. Dieser Überblick gibt Ihnen in seinem Vorkapitel FAQ auch Antworten auf Ihre entscheidenden Fragen, was das Buch alles kann!</li>
<li><strong>Geld-Zurück-Garantie.</strong> Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Geld in den ersten 30 Tagen zurück zubekommen, wenn Sie unzufrieden sind. Ich werde keine weiteren Fragen stellen.</li>
</ul>
<h2>Hier die Kerndaten:</h2>
<blockquote>
<ul>
<li><strong>Autor:</strong> Lukas Rütten.</li>
<li><strong>Länge des E-Books:</strong> 159 Seiten.</li>
<li><strong>Auflage:</strong> 1. Auflage (15. Dezember 2011).</li>
<li><strong>Sprache:</strong> Deutsch.</li>
<li><strong>ISBN:</strong> 978-3-00-035394-9.</li>
<li><strong>Dateigröße:</strong> 5,3 MB.</li>
<li><strong>Dateiformat:</strong> Portable Data File (PDF).</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Gerne können Sie das E-Book schon <a href="http://lukasruetten.de/produkte/gedaechtnis-palast-before/" target="_blank" class="broken_link">jetzt zum günstigen Subskriptionspreis von 8,50 Euro vorbestellen</a>.Damit Sparen Sie 50% gegenüber dem Ladenpreis. Das E-Book wird am Montag, den 19. Dezember 2011 erstmals ausgeliefert – mit der Vorbestellung wird es dann püktlich bei Ihnen ankommen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Vergessen</title>
		<link>http://lukasruetten.de/gedaechtnis/vergessen/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 06:31:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://lukasruetten.de/?p=3233</guid>
		<description><![CDATA[Die Grundlage: Neuronale Verbindungen Unser Nervensystem besitzt schon alle Zellen von Geburt an, wohingegen andere Zellen erst im Lauf der körperlichen Entwicklung entstehen. Im Gegenteil: Etwa zwei Drittel der Verbindungen zwischen den Nervenzellen werden sogar nach  etwa dem vierten Lebensjahr – dann sind die Nervenzellen am stärksten verbunden – wieder abgebaut. Die genetischen Programme, welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2>Die Grundlage: Neuronale Verbindungen</h2>
<p>Unser Nervensystem besitzt schon alle Zellen von Geburt an, wohingegen andere Zellen erst im Lauf der körperlichen Entwicklung entstehen. Im Gegenteil: Etwa zwei Drittel der Verbindungen zwischen den Nervenzellen werden sogar nach  etwa dem vierten Lebensjahr – dann sind die Nervenzellen am stärksten verbunden – wieder abgebaut. Die genetischen Programme, welche die Entwicklung des Körpers steuern, besitzen kein Vorwissen über den späteren Einsatz des Gehirns. Deshalb steuern sie die Nervenzellen so, dass diese zunächst alle Einsätze bedienen könnten. Unzählig viele Fortsätze und Verknüpfungsmöglichkeiten sind denkbar.</p>
<p>Selten genutzte Trampelpfade fallen zu Gunsten von großen Autobahnen weg. Ziel ist es, die vorhandenen Straßen weiter auszubauen. Den Asphalt zu pflegen ist so aufwändig – das beobachten Sie jeden Winter im echten Leben –, dass es sich lohnt, alle Mittel für die Hauptstraßen zu verwenden.</p>
<p>Die Aufgabe des Nervensystems, Impulse zu übertragen, wickeln in der Hauptsache die Neuronen ab.  Diese wohl am höchsten spezialisierten Zellen unseres Körpers sind in der Lage, elektrische Impulse zu erzeugen, zu empfangen und weiterzuleiten. Die Impulse nennt man auch Aktionspotenziale. Da die Neuronen diese Signale direkt von der einen Zelle zur anderen weitergeben, ist es ihnen so möglich, unmittelbar miteinander zu kommunizieren.  Dabei erfolgt die Kommunikation eigentlich in jedem Menschen auf die gleiche Weise. Aber durch die unterschiedlichen Netz- werke – die Verknüpfungsmuster der Neuronen – die eingegangen werden, ergeben sich letztlich unser individuelles Verhalten und Denken.</p>
<p>Lassen Sie uns einmal nachsehen, wie genau diese Vernetzungen vor sich gehen:</p>
<ul>
<li>Um dies zu verstehen müssen Sie erst einmal wissen, dass eine typische Nervenzelle Ähnlichkeit mit einem kargen Winterbaum – sagen wir einer Eiche – besitzt. Es gibt zunächst einmal einen riesigen Stamm, das sogenannte Axon, welches zwischen einem Nanometer und bis zu einem Meter lang sein kann.</li>
<li>Dort wo dem Stamm die Zweige entspringen, befindet sich im Neuron der Zellkörper (Nucleus), der die DNA der Zelle beinhaltet. Je nachdem um welche Zelle es sich handelt, werden unterschiedliche Teile des DNA-Strangs ausgelesen. Die daraus extrahierte genetische Information führt dazu, dass in der Zelle unterschiedliche Proteine produziert wer- den, welche die Zellstruktur und Zellfunktion organisieren. So verwandelt sich eine gewöhnliche Zelle in eine spezialisierte Nervenzelle.</li>
<li>Neben dem Axon gibt es noch eine weitere Art von Anhängen, die Dendriten (gr. dendros bedeutet „Zweig“). Diese befinden sich auf der anderen Seite des Zellkörpers, sind wie die Äste eines Baumes in alle Richtungen verzweigt und werden immer feiner. Beim Baum geschieht das, um möglichst viel Tageslicht zu erhalten, die Nervenzellen erlangen so möglichst viele Informationen.</li>
<li>Im Gegensatz zu den starren Ästen eines Baumes sind die Dendriten beweglich. Man kann deshalb auch sagen, dass die Nervenzellen wegen dieser Elastizität keine tatsächliche Gestalt einnehmen. „Fest wie ein Baum“ gilt hier also nicht. Außerdem gibt es eine Vielzahl spezialisierter Neuronen, beispielsweise für den Übergang von Sinneszellen zu Nerven oder von Nerven zu Muskeln.</li>
<li>Zusätzlich lassen sie sich in der Länge, Anzahl und Verzweigungsart der Dendriten unterscheiden, sowie in der bereits erwähnten Länge des Axons.</li>
<li>Am Ende der Dendriten finden sich kleine Ausstülpungen, die Dornen. An Ihnen liegen die stempelförmigen Synapsenendknöpfchen, welche für das menschliche Lernen sehr bedeutsam sind.</li>
</ul>
<p>Zusammengefasst: von ihrem Aufbau her sind die Nervenzellen ziemlich flexibel und können auf diese Weise ganz unterschiedliche Netze eingehen. Denn diese neuronalen Netze sind letztlich auch Teile der komplexen Erinnerungsspuren in unserem Gehirn. Steht eine Information an, für die es noch keinen Verarbeitungsweg gibt, wachsen von der entsprechenden Nervenzelle feine Fortsätze auf die Nachbarzellen zu, an deren einem Ende sich eine spezielle Kontaktstelle (Synapsenendknöpfchen) bildet.</p>
<h2>Das Phänomen: Überlebensnotwendiges Vergessen</h2>
<p>Wird eine Information zu selten gebraucht, vergessen wir sie allmählich und der Kontakt löst sich wieder auf. Vermutlich ist Vergessen die <strong>wichtigste Eigenschaft des menschlichen Gedächtnisses</strong>, denn unser Gedächtnis sammelt nicht wie etwa ein digitaler Speicher eines Computers, sondern es interpretiert und bewertet, sodass unwichtige, schlechte aber auch peinliche Dinge der Vergangenheit aus jeder Rückschau ausgeblendet werden. Vergessen ist überlebenswichtig: <strong>Unangenehme Erfahrungen</strong> zu sammeln, zu speichern und mit bestimmten Verhaltensweisen zu verknüpfen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Zentralen Nervensystems. Wird eine schlechte Erfahrung aber nicht regelmäßig wiederholt, gerät sie allmählich doch in Vergessenheit.</p>
<p>Es gibt eine weite Bandbreite an Theorien über das Vergessen, oder – präziser gesagt über das „Versagen, einen Gedächtnisinhalt abzurufen“. Einige davon möchte ich Ihnen vorstellen:</p>
<h2>Die Erklärung: Warum wir vergessen</h2>
<h3>Beeinträchtigungen des Nervensystems</h3>
<h4><strong>Amnesie</strong></h4>
<p>Eine Gehirnverletzung, durch einen Unfall oder eine Erkrankung, kann zu zwei Formen des Erinnerungsverlusts führen.</p>
<ul>
<li>Retrograde Amnesie. Diese Form der Amnesie bedeutet den Verlust von Erinnerungen, die im Gehirn gespeichert wurden, bevor die Verletzung stattfand.<br />
Dieser Zustand ist – von Ausnahmen abgesehen – nicht von langer Dauer. In den meisten berichteten Fällen betrifft die Erinnerungslücke nur etwa zehn Minuten an Erinnerungsinhalten und betrifft meist die Zeit, die unmittelbar der Verletzung voranging.<br />
Es gibt aber auch einige Fälle, in denen Individuen einen großen Teil ihrer Erinnerung verlieren – zum Teil dauerhaft. Solche massiven Gedächtnislücken sind allerdings ziemlich rar.</li>
<li>Anterograde Amnesie. Diese Form der Amnesie resultiert in genau den entgegengesetzten Symptomen der retrograden Amnesie. Eine Person, die an Anterograder Amnesie leidet, fehlt die Fähigkeit, neue Gedächtnisinhalte auszubilden. Doch ihre Möglichkeit, Informationen die vor der Verletzung gespeichert wurden abzurufen, bleibt unbeeinflusst weiter bestehen.<br />
Diese Form der Amnesie scheint aus Gehirnverletzungen im Hippocampus zu resultieren, einem Teil des limbischen Systems im Gehirn, dass bei den Speicher-Prozessen im Gehirn eine maßgebliche Rolle spielt:</li>
</ul>
<blockquote><p><strong><em>Der Hippocampus </em></strong><em>verbindet die aktuellen Erfahrungen auf assozi- ative Weise mit emotional gefärbten Erinnerungen. Hier findet das Verstehen, Lernen und Verarbeiten von bedeutsamen Informationen statt und auch ein großer Teil der langfristigen Speicherung.  An diesem Ort wird Ihr Wissensnetz geknüpft. </em></p>
<p><em>Lukas Rütten, in: Der Gedächtnis-Palast. Mehr Erinnern, mehr Verstehen, mehr Behalten (2011).<br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p></blockquote>
<h4><strong>Korsakoff-Syndrom</strong></h4>
<p>Eine weitere Form des Gedächtnisverlustes wird im wesentlichen bei Langzeitalkoholikern beobachtet und beruht auf einem längerfristigen Mangel an Thiamin, welcher nach exzessiven Trinken und einer ungeregelten Nährstoffaufnahme resultiert. Dabei wird der Hippocampus massiv gestört, so dass Betroffene Probleme damit haben, neue Erinnerungen zu formen.</p>
<p><strong>Demenz, Alzheimer und Depression</strong></p>
<blockquote><p><em>Mit höherem Lebensalter kann es zu krankhaften Störungen des Gedächtnisses und des Denkens kommen, zur sogenannten <strong>Demenz</strong>. In Deutschland leidet jeder dritte Mensch über achtzig Jahren an irgendeiner Form der Demenz. Die <strong>Alzheimersche Krankheit</strong> ist die häufigste Form. Sie macht zwei Drittel aller Demenzen aus. Aber auch andere Abbauprozesse im Gehirn (wie bei Parkinson- oder Huntington-Patienten oder Gehirninfarkte und Stoffwechselstörungen) können zu krankhaften Hirnleistungsstörungen führen.</em></p>
<p><em>Aber nicht jeder Mensch wird in hohem Alter zwangsläufig dement. Dies zeigt eine kürzlich in der Fachzeitschrift &#8220;Lancet&#8221; veröffentlichte Studie. Zwar steigt die Zahl der krankhaften Gehirnstörungen mit dem Alter stark an, aber dieser Anstieg scheint sich nach dem 80sten Lebensjahr stark zu verlangsamen. Etwa die Hälfte der über 95-jährigen scheint demnach immun gegenüber Hirnleistungstörungen zu sein. So auch gegenüber der Alzheimerschen Krankheit.</em></p>
<p><em>Neben Alzheimer können auch Depressionen Ursache sein für den krankhaften Gedächtnisverlust im. Etwa fünf Prozent der Fälle lassen sich auf Depressionen zurückführen. Im Unterschied zu Alzheimer ist dieser Gedächtnisverlust umkehrbar; verschwinden die Depressionen, beispielsweise durch eine Psychotherapie, dann verbessert sich auch die Gedächtnisleistungen wieder.</em></p>
<p>Werner Stangl, öster. Psychologe; online im Internet: <a href="http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen.shtml">http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen.shtml</a>.</p></blockquote>
<h3>Natürliches Vergessen: Löschen oder Überschreiben?</h3>
<p>Was passiert im Gehirn, wenn wir vergessen, ohne das eine Schädigung des Gehirns aufgetreten ist? Dazu gibt es im Wesentlichen zwei Theorien:</p>
<h4>Spurenverfall oder Interferenz</h4>
<ol>
<li><strong>Theorie des Spurenverfalls</strong>. Die Gedächtnisspur <strong>verblasst und verschwindet </strong>einfach mit der Zeit. Wie dies genau erfolgt, ist jedoch bisher wissenschaftlich nur unzureichend untersucht worden.</li>
<li><strong>Interferenztheorie</strong>. Neue oder aktuelle Eindrücke überlagern die alten Gedächtnisspuren und erschweren so den Zugriff auf die alten Erinnerungen. Dabei werden verschiedene Typen unterschieden:</li>
</ol>
<ul>
<li><strong>Retroaktive Interferenz</strong>. Die Überlagerung ist rückwärtsgerichtet. Später Erlerntes stört früher Erlerntes. Je größer die Ähnlichkeit zwischen zwei Arten von Gedächtnisinhalten ist, umso größer ist die Interferenz zwischen ihnen beim Lernen oder Erinnern.</li>
<li><strong>Proaktive Interferenz</strong>. Die Überlagerung ist vorwärtsgerichtet. Früher Gelerntes stört später zu Lernendes.</li>
<li><strong>Misslingen des Abrufs</strong>. Die Information ist nicht mehr zu finden, wenn man den Kontext der Speicherung vergessen hat. &#8220;Etwas auf der Zunge haben&#8221; bedeutet, den Abrufreiz zumindest momentan nicht zugänglich haben. Die Information hat nur an einem seidenen Faden gehangen und was nicht genügend in das Wissensnetz eingewebt.</li>
<li><strong>Verdrängen</strong>. Das Verdrängen ließe sich auch als &#8220;<strong>Motiviertes Vergessen</strong>&#8221; bezeichnen. Es wurde besonders vom Psychoanalytiker Freud beschrieben. Die Information wird aus irgendeinem Grund vor dem Bewusstsein verborgen – beispielsweise aus Angst oder wegen Schuldgefühlen oder Abneigungen oder Ablehnungen gegenüber Personen, Sachen und Situationen.</li>
</ul>
<h4><strong>Seigarnik-Effekt</strong></h4>
<p>Eine Freundin berichtete mir neulich, dass sie wegen meiner Party ihre Lieblingssendung verpasst hat. Und dann erzählte sie mir, was sie aus der Vorschau wusste und begann, die Geschichte selbst zu Ende zu stricken. Das lustige war, dass sie bei einem Treffen eine Woche später erzählte, dass sie die Wiederholung gesehen hat und die Handlung so ausgegangen war, wie sie es sich überlegt hatte. Den Effekt, dass offene Handlungen besser in der Erinnerung des Menschen gespeichert werden und nach einem Abschluss gestrebt wird, nennen die Psychologen den <strong>Seigarnik-Effekt, </strong>nach der russischen Psychologin Bljuma Seigarnik.</p>
<h4> Altern</h4>
<p>Im Gegensatz zu dem, was die meisten Menschen glauben, beeinträchtigen Alterungsprozesse unsere Gedächtnisinhalte kaum. Vielmehr ist es so, dass die Abrufleistung durch Störungen (Stress, Ablenkung etc.) negativer beeinflusst wird, sich durch Training und Expertise – wie man beispielsweise an erfolgreichen Pianisten mit ihrem unheimlichen Repertoire an Stücken oder herausragenden Schachspielern erkennen kann – allerdings in einzelnen Bereichen ausgleichen lässt. Dabei ist es wichtig, das ein derartiges Training nur für diesen Kontext gilt, mit dem regelmäßigen Lösen von Kreuzworträtseln verbessern Sie nur Ihre Fähigkeit, Kreuzworträtsel zu lösen, globale Verbesserungen sind hingegen kaum festzustellen – diese lassen sich nur mit einer  übergeordneten Gedächtnis-Technik erzielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Statik – Einfache Merkmethoden</title>
		<link>http://lukasruetten.de/gedaechtnis/statik-merkmethoden/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 06:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Auszug aus: &#8220;Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern.&#8221; (Teil II: &#8220;Der Gedächtnis-Palast – Eine Technik für optimales Lernen&#8221;; Kapitel 3: &#8220;Die Statik – Einfache Merkmethoden&#8221;) Nun möchte ich Ihnen einen Werkzeugkasten für das Gedächtnis an die Hand geben. In einfachen Übungen erproben Sie grundlegende Merkmethoden für Ihren Alltag. Die in diesem Kapitel vorgestellten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong>Auszug aus: &#8220;<a href="http://lukasruetten.de/gedaechtnis-palast-before/" class="broken_link">Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern.</a>&#8221; (Teil II: &#8220;Der Gedächtnis-Palast – Eine Technik für optimales Lernen&#8221;; Kapitel 3: &#8220;Die Statik – Einfache Merkmethoden&#8221;)</strong></p>
<h4>Nun möchte ich Ihnen einen Werkzeugkasten für das Gedächtnis an die Hand geben. In einfachen Übungen erproben Sie grundlegende Merkmethoden für Ihren Alltag.</h4>
<p>Die in diesem Kapitel vorgestellten Merkmethoden sind vergleichbar mit einem Werkzeugkasten für den Kopf. Jede Methode ist eng mit einer anderen verknüpft. Wenn Sie einen Palast bauen wollen, reicht Ihnen dafür nicht nur ein Hammer. Sie brauchen noch ganz andere Werkzeuge und müssen wissen, wie man diese anwendet. Das Zusammenspiel ist entscheidend. Alle Merkmethoden bedienen sich mindestens einer der drei Gedächtnissäulen: Imagination (Vorstellungskraft), Assoziation (Verknüpfung) und Lokation (Verortung).</p>
<p>In den vorangegangen Kapiteln haben wir – bildlich gesprochen – das Fundament für den Gedächtnis-Palast gelegt und Möglichkeiten zur Veränderung seines Aussehens kennengelernt und gestärkt:</p>
<ul>
<li><strong>Imagination.</strong> Die Vorstellungskraft haben wir ausgebaut, indem wir Sie vom Kinobesitzer zum Regisseur Ihrer Fantasiefilme machten und mit Ihren Wahrnehmungsfiltern spielten.</li>
<li><strong>Assoziation und Lokation.</strong> Anschließend haben wir eine Reise in die Vergangenheit gemacht, die Sie einerseits an unterschiedliche Orte führte und andererseits eine ganze Flut von Verknüpfungen in Ihrer Erinnerung auslöste.</li>
</ul>
<div>
<p>Nun kümmern wir uns um das Grundgerüst, damit der Palast auch steht und nicht plötzlich wegbröckelt oder in sich zusammenfällt. Zunächst will ich Sie mit den Werkzeugen zum Bau des Gedächtnis-Palastes bekanntmachen. Dazu will ich Ihnen einfache Methoden zeigen, die Ihre Gedächtnisleistung Schritt für Schritt verbessern sollen. Wenn Sie sich erstmalig mit dem Gedächtnistraining beschäftigen, werden Sie verblüfft sein, wie einfach und gut Sie diese Methoden lernen und anwenden können.</p>
<p>Dabei sollen in diesem Kapitel zunächst grundlegende Methoden für den Einsatz im Alltag vorgeführt werden bis Sie schließlich in der Lage dazu sind, auch komplexe Lerninhalte mit Gedächtnistechniken zu merken und in Ihrem Gedächtnis-Palast abzuspeichern.</p>
<p>Ein Wort noch zum Gedächtnis-Palast, unserem großen Ziel: Möglicherweise werden Sie schon einmal in einem Buch zum Gedächtnistraining über den Gedächtnis-Palast oder eine ähnliche, abgewandelte Form gelesen haben.</p>
<p>Dabei ist anzumerken, dass solche Bücher oft von Autoren geschrieben werden, die an Gedächtnismeisterschaften teilnehmen. Ich finde Gedächtnismeisterschaften spannend und faszinierend, Sie mägen da vielleicht anderer Meinung sein. Worin wir sicherlich übereinstimmen, ist, dass sportliche Turniere immer eine künstliche Situation darstellen.<br />
Der schnellste Läufer im Stadion muss nicht der Schnellste sein, wenn es um die Flucht aus einem brennenden Haus geht. Bei Gedächtnismeisterschaften geht es um das Merken von abstrakten Informationen in einer festgelegten Reihenfolge.<br />
Im wirklichen Leben muss man selten abstrakte Informationen lernen.</p>
<p>Ich möchte Ihnen einen Weg zeigen, wie Sie den Gedächtnis-Palast im Alltag anwenden können – für das, was Sie sich echt merken müssen. Und wenn Sie mit den in diesem Buch vorgestellten Methoden einige Zeit gearbeitet haben, werden Sie ohnehin Ihre eigene Strategie entwickeln.</p>
<div>
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<div>
<h2>Der Werkzeugkasten für den Palastbau</h2>
</div>
</div>
<div>
<div>
<p>Das Gedächtnis ist eine unserer menschlichen Verstandesleistungen. Es ist daher sinnlos, Einsatzgebiete für das Gedächtnis zu definieren. Mir fallen auf Anhieb zahllose ein, beispielsweise:</p>
<ul>
<li>Richtungen behalten,</li>
<li>Gesichter merken,</li>
<li>Telefonnummern und Codes behalten,</li>
<li>Einkaufslisten lernen,</li>
<li>Ein Gedicht auswendig lernen,</li>
<li>Eine Geschichte auswendig lernen,</li>
<li>Eine Rede einprägen,</li>
<li>Das Periodensystem der Elemente erlernen,</li>
<li>Historische Daten merken,</li>
<li>Vokabeln lernen,</li>
<li>Geographische Kenndaten einprägen,</li>
<li>Für eine Runde Doppelkopf Kartendecks behalten etc.</li>
</ul>
<p>Sie lernen auch keine Bewegungskombinationen auswendig, die Sie bei bestimmten Tätigkeiten mit Ihrem Körper ausführen müssen. Was Sie als Kind gelernt haben war das Laufen. Das Greifen war sogar schon genetisch festgelegt. Auch beim Gedächtnis kann man für alle denkbaren Anwendungsgebiete sinnvolle Kombinationen aus einigen Basismethoden erzeugen:</p>
<h3>Was eine Merktechnik ausmacht</h3>
<ul>
<li>Sie müssen wissen, wie Sie <strong>abstrakte</strong> (Zahlen, Namen, Symbole etc.) und <strong>konkrete Fakten</strong> (Gegenstände, Wörter etc.) auswendig lernen können.</li>
<li>Außerdem brauchen Sie Methoden um die Fakten in <strong>geordneter und ungeordneter Reihenfolge</strong> erlernen zu können. Die Reihenfolge spielt bei einem Einkaufszettel vielleicht keine Rolle, aber beim Periodensystem der chemischen Elemente ist sie entscheidend.</li>
<li>Außerdem wäre es hilfreich, wenn Sie <strong>Fakten miteinander verknüpfen</strong> können.</li>
<li>Ein letzter methodischer Kniff hat weniger mit dem merken zu tun, sondern mit dem <strong>Abrufen und Erinnern</strong>: Es wäre gut, wenn unsere Merktechnik auch noch das Abrufen und nicht nur das Einspeichern vereinfachen würde.</li>
</ul>
<div>
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<div>
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<p>Eine Kombination aus Methoden, die alle diese Aufgaben abdecken, wäre eine geeignete Technik für Ihr Gedächtnis. Wenn Sie diese mit der Zeit ausbauen, oder – für spezifische Aufgaben – erweitern, können Sie ein Leben lang davon profitieren.</p>
</div>
</div>
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<div><strong>Das E-Book &#8220;<a href="http://lukasruetten.de/gedaechtnis-palast-before/" class="broken_link">Der Gedächtnis-Palast. Mehr Verstehen, mehr Behalten, mehr Erinnern</a>&#8221; (159 Seiten, ISBN: 978-3-00-035394-9, PDF) von Lukas Rütten erscheint am Montag, 19. Dezember 2011 zum Preis von 17 Euro. </strong></div>
</div>
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		<title>Vortrag: Begeisterung – Lernen und Demut</title>
		<link>http://lukasruetten.de/alle/vortrag-begeisterung-lernen-demut-1/</link>
		<comments>http://lukasruetten.de/alle/vortrag-begeisterung-lernen-demut-1/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 15:15:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesem Vortrag möchte ich herausfinden, was ein erfülltes Leben bedeutet, was es bedeutet, dem Leben einen Sinn zu gehen. Dabei werde ich vor allem das Konzept des Lernens und der Demut – WaterClearMind-Lesern längst bekannt – in den Begriff der Begeisterung integrieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den nachstehenden Vortrag habe ich  vor zwei Wochen frei gehalten. Er wurde mitgeschnitten und ich habe ein Transkript anfertigen lassen, weil er eine konzeptuelle Restrukturierung des WaterClearMind-Blogs begründet. Außerdem habe ich den Vortrag für die Blog-Version durch einige Übersichtslisten erweitert.</em></p>
<h2>Die Sinnfrage</h2>
<p>Im Laufe der  Pubertät wurde mir diese Frage mit all ihrer Heftigkeit bewusst: Was ist der Sinn des Lebens? Welchen Zweck hat das Leben? Welches Ziel hat das menschliche Dasein? Die Sinnfrage produziert Antworten auf das Verhältnis, in dem der Mensch zu seiner Welt steht.</p>
<p>Für mich beantwortet ein simples Wort die Frage nach dem Sinn des Lebens: Erfüllung. Erfüllung als Antwort auf die Sinnfrage erscheint auf den ersten Blick widersprüchlich.</p>
<p>Wer dem Leben einen Sinn geben will, will es erfüllen. Das Leben ist wie ein Eimer, dessen Zweck es ist, ihn aufzufüllen. Das Widersprüchliche offenbart sich in einer weiteren Frage: Womit füllen wir das Leben? Um den Zusammenhang zwischen Lebenssinn und Lebensfüllung zu erklären, sollten wir beantworten, was Leben ist:</p>
<h2>Die Kennzeichen des Lebens</h2>
<p>In unserer Welt werden Lebewesen von der übrigen Welt unterschieden. Dies geschieht anhand bestimmter Kriterien:</p>
<ul>
<li><strong>Bewegung aus eigener Kraft</strong></li>
<li><strong>Wachstum</strong></li>
<li><strong>Stoffwechsel</strong></li>
<li><strong>Reizbarkeit</strong></li>
<li><strong>Fortpflanzung</strong></li>
<li><strong>Aufbau aus Zellen</strong></li>
</ul>
<p>Das offensichtliche Kriterium ist dabei das Wachstum, welches bei Pflanzen physischer Natur, bei Menschen (und auch das fällt uns offensichtlich auf) auch mentaler Natur ist. Beim Menschen wächst auch der Verstand. Gerade das ist es, was uns so Freudestrahlend macht, wenn wir die Entwicklung vom Säugling bis hin zum jungen Erwachsenen beobachten.</p>
<p>Weniger offensichtlich ist, was all diesen Kriterien ist eines gemein: <strong>Aktivität</strong>. Aktivität statt Passivität, statt bloßem Reagieren. Aktivität bedeutet, selbst der Fußballspieler zu sein, nicht der Spielball der anderen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.&#8221;</p>
<p>Soren Kierkegaard, dän. Philosoph</p></blockquote>
<h2>Maslowsche Bedürfnispyramide</h2>
<p>Zur gleichen Zeit, in der ich mich in meiner Jugend mit der Sinnfrage konfrontiert sah, gab mir in der Schule eine fundamentale Theorie eine erste, vorsichtige Antwort auf das womit der Erfüllung:</p>
<p>Die Maslowsche Bedürfnishierarchie beruht auf einem vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow 1943 veröffentlichten Modell. Die menschlichen Bedürfnisse bilden dabei die Stufen einer Pyramide – Maslow nannte sie Bedürfnispyramide – und bauen aufeinander auf.</p>
<ol>
<li><strong>Physiologische Bedürfnisse</strong>: Atmung, Schlaf, Nahrung, Wärme, Gesundheit, Wohnraum, Kleidung, Bewegung.</li>
<li><strong>Sicherheit</strong>: Recht und Ordnung, Schutz vor Gefahren, festes Einkommen, Absicherung, Unterkunft</li>
<li><strong>Soziale Bedürfnisse</strong>: Familie, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Intimität, Kommunikation.</li>
<li><strong>Bedürfnis nach Anerkennung</strong>: Höhere Wertschätzung durch Status, Respekt, Anerkennung (Auszeichnungen, Lob), Wohlstand, Geld, Einfluss, private und berufliche Erfolge, mentale und körperliche Stärke.</li>
<li><strong>Selbstverwirklichung</strong>: Individualität, Fähigkeitsentfaltung, Perfektion, Persönlichkeitsentwicklung.</li>
</ol>
<p>Der Mensch ist Maslow zufolge bestrebt, das eine Bedürfnis zu erfüllen, um sich dann am nächsten abzuarbeiten. Solange ein Bedürfnis einer niedrigeren Stufe nicht erfüllt ist, wird man kein Bewusstsein für das Bedürfnis höherer Stufe zeigen. Erst das inzwischen befriedigte Bedürfnis erhöht die Motivation, ein weiteres zu befriedigen.</p>
<p>Über das für und wieder dieser Theorie lässt sich vortrefflich streiten, besonders das Nacheinander dieser Bedürfnisse wirft heute unter Wissenschaftlern Kontroversen auf.</p>
<p>Jedoch gibt es eine Unterscheidung in Maslows Modell, die viel grundlegender und wichtiger ist: Maslow unterscheidet zwischen Defizitbedürfnissen und unstillbaren Bedürfnissen.</p>
<p>Die Defizitbedürfnisse bilden die unteren drei Stufen. Entsprechend dem Ersten Gossenschen Gesetz trifft eine Sättigung dieser Bedürfnisse ein. Die Unstillbaren Bedürfnisse Kannen hingegen nie völlig befriedigt werden. Ein Künstler malt zur Selbstverwirklichung; sein Bedürfnis nach Kreativität ist nicht nach einer bestimmten Anzahl Bildern gestillt. Ein Individuum hat Erfolg gehabt und möchte immer wieder neue Erfolge feiern.</p>
<p>Die menschlichen Defizit- oder Grundbedürfnisse sind passive Bedürfnisse, sie stellen das Müssen des Menschlichen Lebens dar. Die Unstillbaren Bedürfnisse sind Zeichen des Wollens und der Aktivität.</p>
<p>Lassen Sie uns noch einen Moment lang bei den Defizitbedürfnissen verweilen. Wie lassen sich diese bewältigen?</p>
<h2>3 Bewältigungsebenen</h2>
<p>Ein anderes Modell benennt drei Bewältigungsebenen für das menschliche Leben. Mertens formte daraus die Schlüsselkompetenzen. Die ersten drei lauten:</p>
<ol>
<li><strong>Sozialkompetenz:</strong> Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten, die dazu befähigen, in den Beziehungen zu Menschen situationsadäquat zu handeln.</li>
<li><strong>Handlungskompetenz:</strong> Die Befähigung eines Menschen, sich situativ angemessen zu verhalten, selbstverantwortlich Probleme zu lösen, bestimmte Leistungen zu erbringen und mit anderen Menschen angemessen umzugehen, auf der Basis eines erfolgreichen Lernprozesses.</li>
<li><strong>Selbstkompetenz:</strong> Fähigkeiten und Einstellungen, in denen sich die individuelle Haltung zur Welt und insbesondere zur Arbeit ausdrückt, sowie Persönlichkeitseigenschaften, die nicht nur im Arbeitsprozess Bedeutung haben.</li>
</ol>
<p>Besonders bei der Selbst- und Handlungskompetenz wagen wir schon einen Ausblick in die Ebene der unstillbaren Bedürfnisse. Anerkennung und Selbstverwirklichung fließen für mich in dem Begriff der Erfüllung zusammen. Erfüllung ist der Moment, in dem der Wassertropfen die Oberfläche des Ozeans berührt.</p>
<h2>Erfüllung: Glücksempfinden, Flow-Erleben, Begeisterung</h2>
<p>Erfüllung lässt sich in drei Zeitdimensionen des Lebensverlaufs entdecken:</p>
<ul>
<li><strong>Vergangenheit</strong>: Im zurückliegenden Leben können wir für Situationen, Erfahrungen und das gesamte bisherige Leben <strong>Glück empfinden</strong>.</li>
<li><strong>Gegenwart</strong>: In der Gegenwart kennen wir das völlige in einer Situation aufgehen, das <strong>Flow-Erleben</strong>. Die Anforderungen der Aufgabe und die eigenen Fähigkeiten passen voll zueinander. Man verliert selbst bei voller Auslastung nicht die Kontrolle; einem sind die Anforderungen, Handlungsschritte und Rückmeldungen klar, man muss dafür keine mentale Anstrengung aufwenden; das eigene Handeln wird als glatt und fließend erlebt; man ist hochkonzentriert, aber die Aufgabenbewältigung ist mühelos; Die Wahrnehmung der Zeit verändert sich; man geht in seiner Tätigkeit voll auf.</li>
<li><strong>Zukunft</strong>: Im Kommenden brennen wir für etwas, empfinden <strong>Begeisterung</strong>.</li>
</ul>
<p>Bevor ich Ihnen näher erläutere, was sich hinter der Begeisterung – wie ich sie auffasse – verbirgt, will ich auf zwei Urrollen menschlichen Daseins eingehen.</p>
<h2>König und Kundschafter</h2>
<p>Ich bin davon überzeugt, dass es keine göttlich oder zufällig eingehauchten Begabungen gibt. Aber ich glaube, dass der Mensch zwei Urrollen von Geburt an einnimmt. Einmal ist er Kundschafter, ein anderes Mal ist er König.</p>
<ul>
<li><strong>Kundschafter: </strong>Nehmen wir einmal an, das Wissen von unserer Welt wäre eine Landkarte. Diese Landkarte ist mit der Geburt zunächst einmal pechschwarz, erst mit der Zeit können die blinden Flecken immer weiter an den Kartenrand gedrängt werden. Dies ist die Aufgabe des Kundschafters. Er macht sich aktiv die Welt zu eigen. Er erweitert die Karte.</li>
<li><strong>König: </strong>Der König hingegen sorgt aktiv dafür, dass die Welt hier und da ein wenig verändert wird. Er wird an der ein oder anderen Stelle die Karte ausradieren und einen neuen Fluss, Berg oder Wald einziehen. Er verändert die Karte.</li>
</ul>
<h3>2 Dimensionen der Begeisterung</h3>
<p>Eben diese Dimensionen machen die beiden Säulen menschlicher Begeisterung aus:</p>
<ul>
<li><strong>Erweiterungsdimension:</strong> Begeisterung bedeutet <strong>Lernen</strong> (aktiv) und Erfahrungen machen (passiv).</li>
<li><strong>Veränderungsdimension:</strong> Begeisterung bedeutet aber auch <strong>Demut</strong> (aktiv), also Schöpferkraft und Kreativität zum Wohle der Welt einzusetzen und Dienen (passiv).</li>
</ul>
<p>Vor kurzem wurde ich gefragt, was eigentlich das Gegenteil der Begeisterung sei. Vergessen und Zerstörung? Mit Sicherheit nicht! Vergessen ist ein wichtiges Werkzeug des Lernens und Zerstörung kann offenbar durchaus mit Begeisterung einhergehen. Das Gegenteil von Begeisterung ist schlichtweg Selbstbezogenheit.</p>
<p>Zwischen Selbstbezogenheit und dem Wirken nach Außen hin eine dynamische Ausgeglichenheit zu etablieren, vielleicht ist es das, was andere Kulturen mit Erleuchtung meinen.</p>
<h2>Bezugspunkte der Begeisterung</h2>
<p>Aber auch wenn man den Begriff der Erleuchtung mit Glücksempfinden in der Erinnerung, Flow-Erleben im Hier und Jetzt und Begeisterung in der unmittelbaren und nahen und ferneren Zukunft erläutert, bleibt offen, womit der Eimer gefüllt werden soll. Das wird es auch, denn wie Sie Ihr Leben ausgestalten ist Ihnen überlassen.</p>
<p>Dennoch unterscheide ich in Anlehnung an das Konzept der Work-Life-Balance vier große Lebensbereiche, die in einer – die menschliche Aktivität wiederspiegelnde – ausgeglichene Dynamik gebracht werden sollten:</p>
<ul>
<li><strong>Körper und Geist</strong>: Gesundheit, Ernährung, Bewegung, mentale Kompetenz</li>
<li><strong>Beruf und Leistung</strong>: Arbeit und Beruf, Anerkennung, Karriere, finanzieller Erfolg</li>
<li><strong>Soziale Kontakte</strong>: Familie, Freunde, Gruppen</li>
<li><strong>Lebenssinn</strong>: Kultur, Spiritualität, Liebe, soziales Engagement, Lernen und Demut</li>
</ul>
<p>Auch hier besteht wieder ein nach außen gerichteter Zusammenhang. Es geht nicht nur um selbstbezogene Zielerfüllung sondern auch um globale Bedürfnisse.</p>
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		<title>2 Jahre WaterClearMind</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 21:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<h2>Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!</h2>
<p>Das WaterClearMind-Blog wird 2 Jahre alt. <p>Eine Kindheitsgeschichte des Blogs, die erfolgreichsten Artikel als Lebensstationen und die Zukunft mit einem neuen Konzept.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen, am 1. Juni 2011, wird das WaterClearMind-Blog 2 Jahre alt. Mit 2 Jahren kann man laufen, rennen, treten und greifen. Es wird über Möbel hinweg geklettert und zwischen Stuhlbeinen hindurchgerutscht. Sogar Treppen kann es hinauf und herunter krabbeln. Und ich kann es kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist und aus meinem Baby WaterClearMind ein rasant wachsendes Blog geworden ist.</p>
<p>Als Geburtstagsgeschenk für mich und Sie habe ich wie gewohnt die erfolgreichsten WaterClearMind-Artikel aller Zeiten zusammengestellt. Dabei ist mir aufgefallen, dass längst nicht mehr nur die typischen Artikel oben stehen, sondern es einen rasanten Aufstieg neuerer Artikel gegeben hat. <strong>Hier sind sie, &#8230;</strong></p>
<h2>Die 10 erfolgreichsten Artikel aller Zeiten</h2>
<ol>
<li><a title="Gedächtnispalast" href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/gedaechtnispalast/">Gedächtnispalast</a></li>
<li><a title="Neue Gewohnheiten – der Autopilot für den Alltag" href="http://www.waterclearmind.com/lifestyledesign/neue-gewohnheiten-autopilot-alltag/">Neue Gewohnheiten – der Autopilot für den Alltag</a></li>
<li><a title="30 Schritte um das eigene Leben interessanter zu gestalten" href="http://www.waterclearmind.com/lifestyledesign/30-schritte-eigenes-leben-interessanter-gestalten/" class="broken_link">30 Schritte um das eigene Leben interessanter zu gestalten</a></li>
<li><a title="Mind Maps" href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/mind-maps/">Mind Maps</a></li>
<li><a title="10 entscheidende Erkundungen für Ihre persönliche Lebensvision" href="http://www.waterclearmind.com/lifestyledesign/10-entscheidende-erkundungen-persoenliche-lebensvision/">10 entscheidende Erkundungen für Ihre persönliche Lebensvision</a></li>
<li><a title="Die Dinge geregelt kriegen" href="http://www.waterclearmind.com/zeitschild/die-dinge-geregelt-kriegen/">Die Dinge geregelt kriegen</a></li>
<li><a title="Ihr Weg zum Power-Gedächtnis" href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/ihr-weg-zum-power-gedaechtnis/">Ihr Weg zum Power-Gedächtnis</a></li>
<li><a title="Wie Sie Sport zur täglichen Gewohnheit machen" href="http://www.waterclearmind.com/physical-performance/sport-taglichen-gewohnheit/">Wie Sie Sport zur täglichen Gewohnheit machen</a></li>
<li><a title="Vortrag: Lernen, Merken, Erinnern, Wissen" href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/vortrag-lernen-merken-erinnern-wissen/">Vortrag: Lernen, Merken, Erinnern, Wissen</a></li>
<li><a title="Die 8 Dimensionen des ganzheitlichen Lernkonzepts" href="http://www.waterclearmind.com/lernen-lernen/die-8-dimensionen-des-ganzheitlichen-lernkonzepts/" class="broken_link">Die 8 Dimensionen des ganzheitlichen Lernkonzepts</a></li>
</ol>
<p>Vielleicht möchten Sie mir jetzt gleich eine E-Mail schicken, dass es unhöflich ist, so verfrüht ein Geschenk zu machen. Jedoch gibt es einen besonderen Grund dafür: Am Geburtstag von WaterClearMind warte ich mit einem Spezial-Artikel über das <strong>neue Konzept von WaterClearMind</strong> auf. Dieses neue Konzept wird sowohl die kommenden Artikel bestimmen, als auch Einfluss auf die übrige Struktur der Seite haben. Es bildet die Grundlage für die Entwicklung von WaterClearMind im dritten Lebensjahr. Man darf also gespannt sein&#8230;</p>
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		<title>Die 8 Fehler der Pfiffigen</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 10:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie man sein Leben effektiver, produktiver und erfolgreicher gestalten kann, ist zu Genüge geklärt. Aber was machen die Effektiven, Produktiven, Erfolgreichen falsch? Die 8 Fehler der Pfiffigen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich umgebe mich gerne mit Leuten, die &#8220;den Dreh raushaben&#8221;. Es motiviert mich, wenn Leute mir erzählen, wo sie in ihren eigenen Bereichen Erfolg hatten und was sie dafür tun. Letztes Wochenende habe ich mich mit Soeren getroffen. Weil wir uns lange nicht mehr gesehen hatten, erzählte er mir, was er grade macht und wie es in seinem Leben läuft. Am Ende – vielleicht lag es am Wein der die Zungen löste – war ich vom sonst so erfolgreich wirkenden Soeren allerdings ganz und gar nicht motiviert, sondern machte mir ernsthafte Sorgen. Soeren machte die typischen Fehler, die intelligente und gerissene Leute oft machen:</p>
<h2>1. Die Pfiffigen verwechseln berufliches Eingespanntsein mit produktivem Handeln.</h2>
<p>Es ist vielleicht einer der am häufigsten bemühten Hinweise: Es geht nicht darum noch schneller noch mehr zu leisten. Sie müssen Ihr Handeln effektiver gestalten. Aber wie bei den meisten Gemeinplätzen des Selbstmanagements halten sich die wenigsten daran.</p>
<p>Die Geschäftigen übertreffen die Produktiven bei weiten. Die Geschäftigen huschen überall hin und her, sind immer knapp dran, haben unheimlich viel zu tun, rotieren. Sie eilen zur Arbeit, in Konferenzen, Besprechungen. Sie sind jedoch nicht nur in Beruf und Karriere so eingespannt, sondern nehmen auch noch gesellschaftliche Aufgaben wahr. Leider bleibt ihnen dabei kaum mehr genug Zeit für Freunde und Familie, auch Schlaf und körperliches Wohlbefinden bleiben auf der Strecke. Selbst in der Freizeit bleibt man von E-Mails und Anrufen auf das Smartphone nicht verschont. Freizeit? Was für Freizeit? Üblicherweise sind die Kalender von oben bis unten zugeklatscht.</p>
<p>Bis vor einigen Wochen hatte ich mir das gleiche Problem aufgebaut. Man läuft davon wie der berüchtigte Hamster im Rade: Auf den ersten Blick kommt man voran, auf den zweiten Blick ist alles nur Illusion. Man saugt aus seinem übereifrigen Tun scheinbar Anerkennung und Bedeutung für sich selbst heraus. Scheinbar, weil man allen um sich darum auf die Nerven geht und die eignen Nerven kaputt macht. Solch eine Dummheit kann niemand, der mit logischem Sachverstand ist, anerkennen oder für bedeutungsvoll halten.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Anhalten. Durchatmen. Gucken, was wichtig ist. Das Wichtigste muss ganz oben stehen. Immer schön eines nach dem anderen. Arbeiten, regelmäßig Pause und Erholung suchen, später weiterarbeiten.</p>
<h2>2. Die Pfiffigen verbringen Zeit damit, erfundene Heldentaten zu vollbringen.</h2>
<p>Vorankommen ist gut. Vorankommen ist bedeutsam, wenn man die Leistung des Weges . Vorankommen ist wichtig, so lange es real ist. Der Druck durchzustarten bringt es mit sich, dass man die Meilensteine immer kleiner macht. Wer nur Millimetersteine am Wegesrand hat, hat es scheinbar einfacher, obwohl er nach wie vor die gesamte Strecke gehen muss.</p>
<p>Wenn ich an meinem Blog arbeite, sind meine Milimetersteine die Besucherzahlen. Es gab keinen Tag, an dem ich nicht in die Statistik guckte und überprüfte, ob ich vorwärts oder rückwärts laufe oder noch besser, ob die Besucherzahlen wachsen und ich &#8220;dem Durchbruch&#8221; – was auch immer das auf einer solch unbestimmten Reise sein mag – näher komme. Sie kennen das genauso: Sammeln Sie Freunde bei Facebook und Xing oder Follower bei Twitter oder Visitenkarten oder Kontakte? Jeder einzelne von diesen Milimetersteine bringt sie an das Ziel der coolste Typ in Sachen berufliche und private Vernetzung zu sein.</p>
<p>Damit will ich nicht sagen, dass die vielen Milimetersteine nicht am Ende die ganze Kette vom Ausgangspunkt bis zum Ziel ausmachen. Der Satz &#8220;Jeder Schritt führt näher ans Ziel&#8221; ist für jeden auf der Strecke vom Sofa zum Kühlschrank einfach zu überprüfen. Nur wenn Sie dreimal um das Sofa herumtanzen, dann sind Sie nicht besonders effektiv gewesen, um an Ihr Gläschen Bier zu kommen.</p>
<p>Manche Menschen beschäftigen sich so sehr mit dem Weg, das sie das Ziel aus den Augen verlieren. Das ist das Problem, wenn jeder kleinste Schritt zur Heldentat aufgebauscht wird: Man macht kleine Schritte, weil man Heldentaten vollbringen will und die eigentliche Heldentat, das Ziel, ist nur noch eine von vielen.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Macht das, was ich im Moment tue, einen konkreten Unterschied in meinem Leben oder dem eines anderen aus? Ist es ein echter Meilenschritt Richtung Ziel? Das muss aber nicht das Aus für eine triviale Tätigkeit sein: Macht es für mich Sinn, das zu tun, weil ich es gerne mache? So handeln Sie frei von der Illusion, dass es einen Unterschied ausmacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>3. Die Pfiffigen wissen wie man es macht, aber sie tun es nie.</h2>
<p>Grau ist jede Theorie. Nur wenige Leute erfüllen Ihre Träume durch Taten. Einfach, weil sie keine Taten folgen lassen.</p>
<p>Das Ansammeln an Wissen bedeutet nichts. Sie verwahren lediglich das, was schon eine Generation vor Ihnen sein wollte. Sie sind Archivar zwischen staubigen Regalen. Wenn Sie Wissen mit neuem Wissen Verknüpfen, so dass ein echter Mehrwert für Sie oder die anderen entsteht, dann haben Sie schon was geschafft. Und wenn Sie Ihre Ideen in die Tat umsetzen, dann kann man das mit Fug und Recht als einen Erfolg bezeichnen. Man muss den Elfenbeinturm des Wissens verlassen und das echte Leben leben! Wer nie das Heft des Handelns in die Hand nimmt, kann in seinem Lebennur Mittelmäßigkeit erfahren.</p>
<p>In den bekannten &#8220;Dann nahm er/sie das Leben in die Hand&#8221; führt erst eine von außen angestoßene &#8220;Extremerfahrung&#8221; zu einer Verhaltensänderung, meist sogar zu einem Verhaltensbeginn. Schade nur, wer so viel Zeit ins Land ziehen lässt.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Ein fantastisches Leben beginnt mit einer einfachen Entscheidung: Die Entscheidung zu Leben und alles für das Vorankommenzu den eigenen Zielen zu tun. Treffen Sie diese Entscheidung! Und dann gehen Sie eifrigen Schrittes drauf los.</p>
<h2>4. Die Pfiffigen legen die falsche Messlatte an ihr Vorankommen.</h2>
<p>In Aachen ist man von Maschinenbauern umgeben. Jeder von ihnen weiß, dass es beim konstruieren auf das richtige Maß ankommt. Wer falsch misst kann nichts richtig machen. Wer im Leben das falsche Maß ansetzt, kann nicht feststellen, wo etwas nicht ganz passgenau ist oder wo man noch weiterkommen kann.</p>
<p>Würde ich den Erfolg des Blogs daran messen, wie viele Zeichen ich getippt habe, würde das nur sehr wenig Sinn machen. Stattdessen messe ich mit dem Maß Ihrer Kommentare und E-Mails. Dadurch weiß ich, dass jemand die vielen Zeichen gelesen hat und sie für ihn einen Sinn ergeben haben und vielleicht auf diese Weise sein Leben verändert oder bereichert haben. Man muss stets das messen, was mit dem direkten Ziel verbunden ist.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Was ist Ihr oberstes Ziel? Wie lässt sich dieses oberste Ziel exakt messen?</p>
<h2>5. Die Pfiffigen werden pfiffig im Perfektionismus.</h2>
<p>Erfolg verwöhnt. Und wer gute Arbeit abgeliefert hat und dafür Anerkennung erfahren hat, der kann das auch beim nächsten Mal. Dadurch steckt man für das nächste Mal allerdings seine Ziele hoch, um wieder mindestens ebenso viel Anerkennung wie zuletzt zu erhalten. Perfektionistisch wird man  immer aus der eigenen subjektiven Wahrnehmung heraus. Perfektionismus ist eine Form hoher persönlicher Standards. Perfektionismus führt dazu, dass wir Unmengen an Zeit und Aufmerksamkeit in unsere Arbeit stecken, nur um unsere eigenen Standards erreichen zu können. Perfektionismus ist gut, solange wir uns nicht in ihm verlieren.</p>
<p>Wer sich in der Erreichung seiner eigenen (unerreichbaren) Standards verliert, hat keine Lust mehr auf kommende oder angefangene Herausforderungen. Weil man sich nie selbst genügen kann, schafft man seine Arbeit nicht rechtzeitig, wird gestresst und liefert letztlich Ergebnisse ab, die den externen Vorgaben nicht genügen können.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> In der Welt wird keine Anerkennung für Perfektionismus gezollt. Vielmehr erhält man dafür Anerkennung, dass man die Dinge erledigt kriegt und dabei externen Standards genügt. Die einzige Möglichkeit, die Dinge geregelt zu kriegen, besteht darin, dass man in den meisten Fällen nicht Perfekt ist. Nur wer Erfahrung sammelt und dabei vom Perfektionismus ablässt kann mit der Zeit Momente des Perfekten erfahren. Entscheiden Sie sich. Handeln Sie. Lernen Sie aus Ihrem Tun. Und wiederholen Sie das, was Sie richtig gemacht haben immer wieder im Laufe Ihres Lebens.</p>
<h2>6. Die Pfiffigen scheuen das Risiko.</h2>
<p>Wer sich als Pfiffiger nicht völlig sicher ist, der wird nie ein Risiko eingehen, wenn er sich nicht völlig sicher ist, diese Probe bestehen zu können.</p>
<p>Nur weil sie denken, dass sie nicht noch nicht bereit sind, lassen sie sich gute Gelegenheiten entgehen. Stattdessen glauben Sie, dass Sie erst noch weiteres Wissen, weitere Fähigkeiten oder weitere Erfahrung benötigen. Dann ist die Gelegenheit wieder verschwunden. Persönliches Wachstum orientiert sich an den Herausforderungen und nicht am eigenen Können. Wer die Gelegenheiten scheut, sich zu erproben, wird kaum Persönlichkeitsentwicklung erfahren.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Erinnern Sie sich an die Momente, in denen eine günstige Gelegenheit dafür gesorgt hat, dass Sie sich als Person weiterentwickeln konnten. Wer positive Veränderungen in seinem Leben machen will, muss das, was die Welt ihm bietet, bei der Hand nehmen.</p>
<h2>7. Pfiffige gehen verloren, weil Sie sich selbst zu viele Wahlmöglichkeiten eröffnen.</h2>
<p>Wer sein eigenes Leben gestalten will und seine Karriere entwirft, der hat heute ein Problem. Im Informationszeitalter stehen uns alle Türen offen. Wir scheinen schrankenlos viele Möglichkeiten wahrnehmen zu können. Dieser Überfluss an Möglichkeiten verleitet uns allerdings zum Stillstand. Ohne Klarheit fühlen wir uns verwirrt und werden uns weder entscheiden noch handeln.</p>
<p>Vermutlich haben Sie schon einmal davon gehört, dass es im Einkaufsladen umso unwahrscheinlicher wird, dass Sie etwas einkaufen, umso mehr Produktmöglichkeiten Sie haben. Ebenso verhält es sich im Leben. Sie werden aufgeben, wenn Sie zu viele Wahlmöglichkeiten haben.</p>
<p><strong>Die Lösung:</strong> Wer für sein Leben eine Entscheidung treffen will, muss es sich einfach machen. Verschwenden Sie nicht Ihre Klarheit und Ihre Zeit damit, alle Möglichkeiten bis ins Detail hinein zu überprüfen. Wählen Sie etwas, dass Sie vorankommen lässt. Wenn es nicht klappt, finden Sie etwas anderes, dass Sie nach vorne bringt. Alles ist besser als Stillstand.</p>
<h2>8. Pfiffige verlieren die Balance.</h2>
<p>Was wollen Menschen in ihrem Leben? Liebe, Begeisterung, Erfolg, Freunde, Soziale Beziehungen, Wohlstand, Gesundheit, spirituelle Erfüllung, Anerkennung, Frieden.</p>
<p>All das sind mögliche Antworten, eine verschiedener als die andere. Aber die meisten wollen alle davon gleichzeitig. Das große Problem ist, dass die meisten es nicht schaffen, Ihr Leben zwischen diesen Dimensionen langfristig gesehen auszubalancieren.</p>
<p>Wenn man sich nur auf seinen beruflichen Erfolg konzentrieret, winkt schon der körperliche und psychische Burn-out. Wer sich keine Anstrengung zumutet und dadurch seine Gesundheit erhalten will, wird weder Erfolg noch mentale Herausforderung erfahren. Derartige Beispiele ließen sich viele viele mehr liefern. Sie kennen selbst unausgeglichene Menschen zu genüge.</p>
<p><strong>Die Lösung: </strong>Wenn Ihr Leben abdriftet, Ihre Energie sich nur auf einen Bereich konzentriert, dann ist Ihr Leben aus der Balance geraten. Wer die Dinge geregelt kriegen will, muss die unterschiedlichen Dimensionen seines Lebens ausbalancieren. Wer einen Bereich völlig vernachlässigt, öffnet auf langer Sicht Frustration und Stress die Tür.</p>
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		<title>Vom komplizierten Informations-Wirrwarr zum Schweizer Taschenmesser der Zukunft</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 22:01:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas Rütten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Florian Rustler gibt uns in diesem Buch das Schweizer Taschenmesser des privaten und beruflichen Informationsmanagement in die Hand. Als Autor hat er dabei detailreich, hochpräzise und genau gearbeitet: In jedem Satz findet sich eine neue, wertvolle Information. Dies ist auch wenig verwunderlich, vergegenwärtigt man sich, dass der Autor einer der führendsten Mind Mapping-Experten Deutschlands ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nur darauf gewartet, dass es einer schreibt. Ein umfangreiche Anleitung für das Mind Mapping in Form eines der gelb-schwarzen &#8220;für Dummies&#8221;-Bücher. Die Reihe aus dem Wiley-VCH-Verlag besticht nicht nur durch ihren übersichtlichen und völlig klaren Stil.</p>
<p>Auf eine leichte und hilfreiche Weise hilft einem in &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3527706550/ref=cm_cr_mts_prod_img">Mind Mapping für Dummies</a>&#8221; der Autor, die eigenen Fähigkeiten in Sachen Visualisierung und Strukturierung von Informationen auszubauen – selbst wer Mind Mapping für &#8220;komplizierten Wirrwarr&#8221; hält, wird dazu gebracht, sich im Gegenteil die Einfachheit dieser Technik zu beweisen. Nicht umsonst wird Mind Mapping heute schon als eine neue Sorte Kulturtechnik gehandelt.</p>
<p>Florian Rustler gibt uns in diesem Buch das Schweizer Taschenmesser des privaten und beruflichen Informationsmanagement in die Hand. Als Autor hat er dabei detailreich, hochpräzise und genau gearbeitet: In jedem Satz findet sich eine neue, wertvolle Information. Dies ist auch wenig verwunderlich, vergegenwärtigt man sich, dass der Autor einer der führendsten Mind Mapping-Experten Deutschlands ist.</p>
<blockquote><p>&#8220;Als Innovationscoach und Prozessmoderator hilft er in Strategie-und Innovationsworkshops neue Lösungen in kurzer Zeit zu erarbeiten. Als Trainer vermittelt er Prozesse und Techniken der systematischen kreativen Problemlösung und zur Visualisierung komplexer Informationen.&#8221; (Klappentext)</p></blockquote>
<p>Besonders hilfreich sind in &#8220;Mind Mapping für Dummies&#8221; die – wie man es aus der Reihe längt gewohnt ist – verständlichen Schritt-für-Schritt-Erklärungen, eine hilfreiche Symbolführung, die Schummel-Seite für den schnellen Einstieg in den Mind-Map-Erfolg und Tipps und Tricks, die oft das Zünglein an der Waage sind. Humorvolle Cartoons runden das Ganze ab und machen es so zu einem Buch &#8220;for dummies&#8221; – für jedermann.</p>
<p>Obwohl das Buch fast 300 Seiten umfasst, ist es dank des ausführlichen Inhaltsverzeichnisses und des sachlogischen Aufbaus möglich, die Stelle zu finden und zu lesen, die einem persönlich weiterhilft.</p>
<h2>Was steckt in &#8220;Mind Mapping für Dummies&#8221;?</h2>
<ul>
<li><em>Schritt-für-Schritt-Erläuterung</em> der Funktionsweise und der Regeln des Mind Mapping;</li>
<li>Umfassende Darstellung <em>grundlegender und fortgeschrittener Anwendungsmöglichkeiten und Nutzungsstrategien</em> für Mind Mapping;</li>
<li>Überblick über den aktuellen Stand der <em>Mind-Mapping-Software;</em></li>
<li><em>Bonus-DVD</em> mit einer Testversion der zwölf populärsten Mind-Mapping-Programme, farbigen Abbildungen der Mind Maps, ergänzende Übungsvideos (die unter anderem das erstellen von Vortragsmitschriften in exzellenter Weise einstudieren).</li>
</ul>
<p>Selbst erfahrener Mind Mapper, habe ich das Buch Freunden bereits mehrfach weiterempfohlen, es ist die schöne Tochter der zahllosen Nachkommen von &#8220;Das Mind-Map-Buch&#8221; des Erfinders dieser Technik, Tony Buzan.</p>
<p>Im Gegensatz zum Begründungswerk besticht das Buch von Florian Ruslter aber dadurch, dass man auf Anhieb das Wissen und die praktischen Informationen bekommt, die man braucht. Und vor allem bekommt man den Spaß an der Sache: Man bekommt Lust und Gelegenheit, das Mind Mapping sofort auszuprobieren.</p>
<p>Florian Rustler kann darauf zurückgreifen, dass er das Mind Mapping nicht mehr etablieren muss. Es ist mitten in der Gesellschaft der Wissensarbeiter angekommen. Buzan neigte hingegen trotz aller Brillanz zu einem werbeähnlichen Stil, der irritieren kann. Mit der Trommel schlagen muss Rustler nicht, er kann sachlich und nüchtern erklären – und das zum Glück so anschaulich, dass es nie trocken wird.</p>
<h2>Jedoch möchte ich Ihnen auch nicht verschweigen, was mir nicht gefallen hat:</h2>
<ul>
<li>Das Buch ist aus nachvollziehbaren Gründen schwarz-weiß gedruckt, was den zahlreichen Abbildungen ihre Wirkkraft nimmt. Sie lassen sich allerdings  auf der DVD  in Farbe finden.</li>
<li>Das Buch ist in &#8220;Für Dummies&#8221;-Typischer Manier ein Buch der aktuellen Zeit und beinhaltet zahlreiche Hinweise über Mind Map-Software und entsprechenden Internetseiten.  Die überdauernde Kraft des bedruckten Papiers fechtet der Aktualitätsbezogene Inhalt jedoch an.</li>
<li>Das Buch scheint sich – entgegen aller Tatsachen – nur aus der Erfahrung und dem Wissen des Autors zu Speisen, der seine Quellen leider in Form von weiterführender Literatur nicht preisgibt.</li>
</ul>
<p>Alles in allem kann dies aber nicht über die großartige Leistung Rustlers hinwegtäuschen.</p>
<p>&#8220;Mind Mapping für Dummies&#8221; bietet dabei nicht nur dem Anfänger eine klare Schritt-für-Schritt-Erklärung, sondern auch Fortgeschrittenen werden weiterführende Anwendungsmöglichkeiten und Gelegenheiten zum Ausbau und zur Vertiefung der Technik geboten. Der Mind Mapping-Profi hat dank dieses Buches die Möglichkeit, sich zu vergegenwärtigen, was ihm bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist, um mit dem Reichtum dieser Technik das Feuer in anderen zu entfachen.</p>
<p>Doch das Buch von Florian Rustler bietet noch mehr: Mind Mapping lässt sich in vielfältiger Weise einsetzen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Zur Vorbereitung von Vorträgen, zur Erstellung von Mitschriften, zur Prüfungsvorbereitung, im Projektmanagement, Wissensmanagement und zur Entwicklung neuer Ideen.&#8221; (Klappentext)</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Welche Teile umfasst &#8220;Mind Mapping für Dummies&#8221;?</strong></h2>
<p><strong>Teil I: Mind Mapping – Das Schweißer Taschenmesser für das Gehirn.</strong> Hier lernt man den Sinn des Mind Mapping verstehen und erfährt die notwendigen Grundlagen über das Visualisieren von Informationen. Außerdem lernt man wie Mind Maps korrekt erstellt werden und kann aus diesem Teil mit dem Wissen gehen, dass Mind Mapping wirklich funktioniert.</p>
<p><strong>Teil II: Traditionelles Mind Mapping in der Anwendung.</strong> Hier kommen vor allem Schüler und Studenten zu ihrem Genuss. Man lernt wie man Mind Maps als Manuskripte für Vorträge verwendet, wie man Bücher in Mind Maps abbildet und wie man mit Mind Mapping Mitschriften von Vortagen anfertigen kann.</p>
<p><strong>Teil III: Mind Mapping-Software.</strong> Viele hilfreiche Tricks um aus unterschiedlichen Programmen möglichst alles herauszuholen.</p>
<p><strong>Teil IV: Fortgeschrittene Strategien für Mind Mapping.</strong> Hier wird sowohl eine besondere Lesetechnik vorgestellt, als auch auf das Lernen und Vorbereiten von Prüfungen, sowie für Berufstätige auf das Projekt- und Wissensmanagement sowie auf den Nutzen von Mind Maps im Kreativen Prozess hingewiesen. Letzterer verblüfft die meisten, weil Mind Mapping eben doch etwas ganz anderes als Brainstorming ist.</p>
<p><strong>Teil V: Der Top-Ten-Teil.</strong> Hier werden in aller kürze noch einmal wichtige Tipps aufgezeigt, die eine echte Schatzkiste für alle Erfahrungsbereiche der einzelnen Leser sein können.</p>
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